Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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lovemymum

Neues Mitglied

1

11.04.2008, 11:50

Verabschiedung meiner Mama

Meine geliebte Mama wird uns in den nächsten Tagen verlassen, nach langem Krebsleiden hat sich ihr Zustand jetzt so verschlechtert, dass sie gehn wird.

Es war und ist so furchtbar, gestern hat sie sich schon von uns allen verabschiedet und sich nochmal alle bedeutsamen Menschen hergewunschen. Sie dachte sie kann danach gehn. Wir haben alle gedacht jetzt ist der Moment da und es tat so unendlich weh...

Doch sie ist dann noch nicht gegangen, wenigstens ist sie zuhause und nicht in irgendeiner klinik, diesen wunsch erfüllen wir ihr.

jetzt ist sie komplett verwirrt und kennt sich nicht mehr aus, gleich wie zuvor, voll mit morphium und benzos. einfach furchtbar zum anschauen. wo sie wieder 'zurückkam' freute ich mich unendlich, aber ich sehe wie sehr sie leidet.

ich glaub ich kann mein restliches leben nie wieder glücklich sein, dabei bin ich erst 30.

Was kann man machen um etwas positives daran zu sehen. ich weiß ohne tod kein leben, aber was ist der sinn einen menschen so leiden zu sehen????
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hertha

Forenmitglied

Beiträge: 159

Danksagungen: 2 / 0

Geburtstag: 13.02.1965 (49)

Wohnort: Österreich

Beruf: Post

2

11.04.2008, 12:18

Hallo liebe lovemymum!

Zuallererst ein ganz stilles willkommen im Forum. Es tut
mir undendlich leid, daß du dem Leiden deiner Mami hilflos
zusehen mußt. Warum manche Menschen von einer Minute auf die
andere gehen "dürfen" bzw. "müssen", diese Frage kann ich dir leider auch nicht beantworten.
Ich weiß, daß das was ich dir jetzt schreibe, viel zu früh ist und eigentlich sinnlos, aber laß es mich bitte trotzdem
versuchen. Versuche es vielleicht so zu sehen, daß deine
Mutti, wenn sie gehen darf, von unbeschreiblichen Qualen und
Schmerzen erlöst ist und daß ihr hoffentlich noch schlimmeres erspart bleibt. Ich weiß, daß ist im Moment überhaupt kein Trost, aber es ist so furchtbar schwer, in
so einer Situation die richtigen Worte zu finden. Versuche
vielleicht auch, daß es dir möglich ist, deiner Mutti die
letzte Zeit so angenehm wie möglich zu machen und was ganz
wichtig für dich selbst wäre, verabschiede dich von ihr so
gut und solange du kannst. Ich weiß, daß man zwar, wenn
jemand schwer an Krebs erkrankt ist, damit rechnet daß der
geliebte Mensch geht, aber wenn es dann soweit ist, dann
zieht es einem doch den Boden unter den Füßen weg. Hast du
(wenn ich dich fragen darf), noch deinen Vati oder Geschwister oder sonst irgendjemanden, mit dem du deine Trauer "teilen" kannst und der dich auch versteht. Auch das
ist meiner Meinung nach sehr,sehr wichtig. Denn wenn man
in so einer fürchterlichen Situation alleine auch noch ist,
wird es noch schwerer. Ich wünsche dir jedenfalls für die
nächste, sehr schwere Zeit, sehr,sehr viel Kraft und hier
kannst du dir deinen Kummer und deinen Schmerz immer von der
Seele schreiben. Es ist immer jemand da, der dir antwortet
und der versucht, dir zu helfen.
Viel,viel Kraft wünscht dir
Claudia
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lovemymum

Neues Mitglied

3

11.04.2008, 12:25

Danke Claudia,
ja ich habe 2 Geschwister und meine Freundin die auch immer da ist. wir sind momentan alle bei ihr.

Meinen Vater hab ich auch noch, aber die sind längst schon geschieden.

Momentan hab ich meine Mama noch sehr gut in Erinnerung sollte sie die nächsten tage sterben. sie stellt immer mehr essen und trinken ein, also wird es wahrscheinlich nicht mehr allzu lange dauern. sie selbst hat gestern gesagt als sie wieder aufgewacht ist, bin ich immer noch da. ich glaube sie meinte wenn sie jetzt bereit ist hinüber zu gehen, dann geht es sofort.

ich danke dir für deine tröstenden worte und die schnelle antwort, werd mich bald wieder melden.
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Darina

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 726

Geburtstag: 08.10.1976 (37)

Wohnort: Wien

4

11.04.2008, 13:44

Liebe lovemymum,

ein liebes Willkommen in unserem Forum.

Deine Worte machen mich nachdenklich, es tut mir leid, diese schwere Zeit...ach, man kann nichts tun, nur da sein.
genau dieses Da sein ist für euch und für deine Mutter nun sehr wichtig.

Wir glauben immer, dass wir noch sooo viel Zeit haben, verschiebn unbewußt und bewußt Dinge und Vorhaben auf später (wir haben ja noch Zeit) .... und dann... dann wissen wir aufeinmal, dass jemand kaum mehr Zeit hat und plötzlich geht alles viel zu schnell und wir haben nur mehr die kurze Zeit zu genießen.

Ich denke mir bei deinen Worten: Doch die Hoffnung stirbt zu letzt!

Seid für sie da, wie bisher. Genießt die Minuten, die Stunden, die Tage, die ihr noch miteinander habt.
Es ist sicher schwer, mit anzusehen, wie sich deine geliebte Mutter verändert und weniger isst, weniger trinkt, man möchte nicht tatenlos daneben stehen, ich weiss.

Ich hab durch Christianes Geschichte über den Leidensweg ihres Onkels gelernt, dass wohl noch etwas zu erledigen war, bis er gehen konnte.
Es ist für alle, die diesen Menschen lieben und ihm wünschen, dass er keine Schmerzen hat, furchtbar dies mitanzusehen.

Ich schicke dir für diese schwere Zeit ein großes Stück Kraft.

Wenn du uns schreiben willst, wie es dir geht und Trost brauchst oder ein Ohr brauchst, dann schreib, wir sind alle für dich da.
Wir werden versuchen, dich in dieser Zeit zu begleiten.

Alles Liebe
www.kleinerengel.at
gekämpft, gehofft und doch verloren
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Christiane1978

Treues Mitglied

Beiträge: 310

Geburtstag: 27.08.1978 (35)

Wohnort: Matrei i.O. --- St.Johann in Tirol

Beruf: Beauty-Vital-Trainer

5

11.04.2008, 19:53

Hallo liebe lovemymum!

Auch von mir ein stilles aber herzliches Willkommen hier bei uns - schön, dass du zu uns "gefunden" hast!

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir im Moment geht. Mir ging es vor kurzer Zeit genau gleich, als mein über alles geliebter Onkel im Sterben lag.
Jetzt bin ich froh, dass er sein Leiden beenden durfte, dass er zu seinen Lieben gehen hat können!
Es tut sehr, sehr weh, wenn man einen geliebten Menschen so leiden sehen muss, aber ich finde es schön, dass deine Mama zuhause ist, in ihrer gewohnten Umgebung, dass du dich liebevoll um sie kümmerst. Das tut ihr gut!
Schau, deine Mama leidet, ihr wird es auf der anderen Ebene wieder gut gehen, sie wird gesund sein, sie wird ihre Lieben wieder treffen, sie wird dann auch jeden Tag bei dir sein, auch wenn du sie nicht sehen kannst - du kannst sie vielleicht spüren!
Es tut mir wirklich so unendlich leid, dass es dir so schlecht geht - ich schicke dir viel, viel Licht!

Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll, weil mich das ganze gerade wieder zurückversetzt in die Zeit meines Onkel Loisls.

Ich schicke dir viel Kraft und Zuversicht, viel Trost und Licht!
Christiane
Notwendig ist im Augenblick des Todes ein unbesiegbarer Glaube voll höchster geistiger Gelassenheit.
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Karla Grube

Forenbegleiter

Beiträge: 1 877

Danksagungen: 4245 / 260

6

11.04.2008, 22:53

Liebe Lovemymum,
auch von mir ein willkommen hier bei uns.Wie die Anderen schon schreiben,hier kqannst du alles was dich bewegt loswerden.Ich finde es vedammt gut und bemerkenswert,das du(nicht falsch vestehen!)jetzt schon zu uns gefunden hast!Du kannst dich so schon viel schneller-eher -auffangen lassen.Hier ist immer jemand für dich da!Ich schreibe jetzt von "berufswegen"(die Anderen wissen,das ich Krankenschwester bin).Ich bewundere dich,ziehe den"Hut vor dir" und deinen Geschwistern.Das du es deiner Mama ermöglichst zu Hause in vertrauter Umgebung ihr schlimmes Leiden zu beenden kann man nicht genug bewundern.Du bist eine ganz tolle Tochter!! Das kann nicht jeder,viele Menschen haben Berührungsängste.Sei einfach nur da für deine Mama,halte ihre Hand,sprich mit ihr auch ,wenn sie verwirrt wirkt.Das machen die starken Schmerzmittel.Sie spürt genau das du da bist und wird es dir danken,auch du wirst beruhigter sein.Die Trauer bleibt natürlich trotzdem,keine Frage.Ich wünsche dir ganz doll viel Kraft und bin in Gedanken bei dir,ich kann alles so gut verstehen
Liebe Grüße und viel,viel Kraft
von Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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Manuela

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 1 182

Danksagungen: 2547 / 397

Geburtstag: 20.06.1961 (53)

Wohnort: Hessen

Beruf: Storemanagerin

7

11.04.2008, 22:57

Liebe lovemymum...

auch von mir ein herzliches Willkommen hier...Du wirst hier immer ein offenenes Ohr und Hände finden, die Dir "zuhören" und Dich auffangen werden, hier kannst Du Dir alles von der Seele schreiben, und es wird immer jemand da sein, der da ist...

Es ist schwer, ich kann es gut, sehr gut nachvollziehen und verstehen, die eigene Mutter gehen lassen zu müssen, sie auch noch leiden zu sehen...Da ist diese Ohnmacht und diese Hilflosigkeit, man möchte gerne mehr machen, mehr helfen, aber eigentlich steht man dem allen so völlig hilflos gegenüber...

Ich kann mich den anderen nur anschliessen, es ist schön, dass Deine Mutter zu Hause ist...in ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung..., versuche jeden Moment noch mit ihr zu geniessen, sag ihr noch alles, was Du sagen möchtest und versuche ihr noch vieles zu geben, was Du vermagst...

Unsere aller Gedanken werden Dich begleiten..und schreibe immer hier, wenn Dir danach ist...Wir sind alles für Dich da und helfen Dir...

Ein ganz lieber Gruss
zu Dir
von Manuela
Memento
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
doch mit dem Tod der anderen muss man leben.
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Markus

Administrator

Beiträge: 839

Danksagungen: 2662 / 170

Geburtstag: 26.03.1972 (42)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Thanatologe & Trauerpädagoge

8

12.04.2008, 06:16

Liebe Lovemymum,

auch von mir ein Willkommen in diesem Forum - ich finde es sehr mutig und sinnvoll von Dir, bereits zu diesem Zeitpunkt in unserem TrauerForum zu schreiben - bedeutet es doch, dass Du bereits auf dem Weg bist, Dich zu verabschieden und Deine Mama gehen zu lassen, wenn es soweit ist...

Die bekannte Umgebung und Eure Anwesenheit erleichtern Ihr diese Zeit - trotz der Schmerzen, davon bin ich überzeugt!

Freue mich, wieder von Dir zu lesen,

Markus
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sili65

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 1 449

Danksagungen: 973 / 3

Geburtstag: 11.06.1965 (49)

Wohnort: österreich

9

13.04.2008, 10:47

liebe lovemymum

auch von meiner seite ein herzliches wilkommen,es ist jetzt warlich eine schwere zeit für dich,und dafür wünsche ich dir von herzen viel kraft,,es ist das schönste was ihr für deine mutter macht das sie zuhause sein darf,meine mutter war damals auch froh 2 jahre bevor sie gehn mußte wurde uns damals gesagt das sie sterben würde sie gaben ihr 14 tage,wir kinder waren auch rund um die uhr bei ihr zuhause,und sie hat sich so gut gefangen das sie noch 2 jahre an unserer seite leben konnte.und als sie 1998 auf der intansiv stadtion lag war ich immer bei ihe und erzählte ihr geschichten,obwohl sie im tiefschlaf lag,dan wurde sie geweckt und wir hoften das es das schicksal nochmals gut mit ihr meint doch dem war nicht so,und sie muste gehn,,aber ihr wurden 2 jahre geschenkt und sie war immer glücklich darüber,und so ist das auch sicher bei deiner mutter,die häusliche pflege kann oft wunder bewirken,da sie sich sehr geborgen fühlen,,ich schick euch sehr viel kraft,,silvia
Arme kleine Seele leid und Schmerz warn diese Welt.

Kommt ein Engel nun vom Himmel,sanft im Arm,er dich jetzt hält.
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lovemymum

Neues Mitglied

10

15.04.2008, 12:02

Also wirklich vielen Dank für eure lieben Antworten, auch ich trauer mit euch.
Momentan ist es so, dass sie gar nicht mehr weiß was los ist. Sie fragt immer wieder was los ist mit ihr.
Ich weiß dass man das nicht persönlich nehmen soll, aber sie meint jetzt oft wir wollen ihr was schlechtes tun, wenn wir ihr medikamente geben müssen.
Komisch die letzten zwei tage bin ich so verändert, das macht schon fast angst, ich bin fast nicht mehr traurig, nur wenn ich mit jemanden darüber spreche. ich glaube, dass ist die viele zeit die man sehr nahe mit ihr verbringt, eigenartig.
Je öfter man von ihr weg ist, desto trauriger ist man wenn man sie wieder sieht. man merkt es auch an den anderen die sie alle paar tage besuchen, wie eine schulfreundin von ihr.
sie kann damit nur schwer umgehn.

leider ist es jetzt soweit, das eigentlich wenig von ihr zurückkommt, aber so wie ihr auch meint, sie spürt dass sie zuhause ist und wir da sind!

Danke euch allen :-)
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lovemymum

Neues Mitglied

11

15.04.2008, 12:05

Achja und nochwas, mich freut es, dass ihr auch alle daran glaubt, dass sie all ihre lieben wieder sieht, sie hat auch beim verabschieden davon gesprochen wie sehr sie sich auf ihre verstorbenen brüder freut!
Das macht Mut, und keine Angst vorm Sterben, denn dann seh ich sie auch wieder!!
Ich glaube auch daran!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lovemymum« (15.04.2008, 12:05)

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Christiane1978

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12

15.04.2008, 13:41

Man möchte festhalten,
wenn ein Mensch den man liebt, einen verlassen muss.
Man möchte schreien:"Das kannst du doch nicht machen, ich liebe dich, ich brauche dich doch!"
Der Mensch braucht aber das Loslassen, um gehen zu können, um seinen Frieden zu finden, um seine Sehnsucht zu stillen.

Liebe lovemymum,
es ist schwer jemanden loszulassen, den man innigst liebt, das weiß ich aus eigener Erfahrung; aber der Mensch spürt das auch, wenn "man" ihn noch festhalten will.
Es tut mir so leid, dass es dir gar nicht gut geht!
Ich schicke dir viel Licht und Kraft, auch deiner Mutter! Für viele ist der Weg ins Licht steinig und schwer, aber wenn man losgelassen wird, ist der Weg nicht mehr so steinig!

Alles, alles Liebe!
Christiane
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Eva55

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Beruf: Berufstätig

13

15.04.2008, 16:18

Liebe Lovemymum !

Ich habe deinen Nick vergessen, ich bin neu hier - und nicht besonders genau in meiner Wahrnehmung - aber deine Geschichte hat mich sehr berührt. Meine Mum ist auch sehr alt und jetzt krank geworden und ein wenig trotzig möchte ich sagen, dass ich nicht an ein Wiedersehen nach dem Tod glaube, aber ich glaube, dass vieles aus der Erinnerung in unserem Unterbewußtsein weitergegeben wird,... in der Ahnfrau (Franz Grillparzer) steht: "glücklich, glücklich nenn ich den, dem des Daseins letzte Stunde schlägt in seiner Kinder Runde. Solches Scheiden heißt nicht sterben, denn er lebt im Angedenken, lebt in seiner Kinder Munde, lebt in seiner Enkel Taten. Oh, es ist so schön, so labend, das, was uns die Väter gaben, seinen Kindern hinzugeben, und sich selbst zu überleben. Öffne dich, du stille Klause, denn die Ahnfrau geht nach Hause !"
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Eva55

Neues Mitglied

Beiträge: 22

Wohnort: Tirol

Beruf: Berufstätig

14

15.04.2008, 16:21

Liebe Lovemymum,

ich werde dich jetzt zu meinen Favoriten hinzufügen - aber ich weiß noch nicht, wie ich das dann wiederfinde -

Liebe Grüße und einen Strauß von Mitgefühl, Freundschaft, Frühling
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winkey

Neues Mitglied

Beiträge: 30

Geburtstag: 13.12.1965 (48)

Wohnort: tirol

Beruf: einzelhandel

15

15.04.2008, 18:02

verabschiedung

ich wei§ wie schwer es ist jemanden "gehen lassen".aber wenn es soweit ist sei bei ihr,ich habe es nicht mehr geschafft bei meinen vater zu sein.er hat nur gewartet bis wir kurz draussen waren.damit mache ich mir immer vorwŸrfe.sei tapfer und zeig ihr nicht dass du traurig bist.


lg aus hall
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Christiane1978

Treues Mitglied

Beiträge: 310

Geburtstag: 27.08.1978 (35)

Wohnort: Matrei i.O. --- St.Johann in Tirol

Beruf: Beauty-Vital-Trainer

16

15.04.2008, 18:40

RE: verabschiedung

Zitat

Original von winkey
ich wei§ wie schwer es ist jemanden "gehen lassen".aber wenn es soweit ist sei bei ihr,ich habe es nicht mehr geschafft bei meinen vater zu sein.er hat nur gewartet bis wir kurz draussen waren.damit mache ich mir immer vorwŸrfe.sei tapfer und zeig ihr nicht dass du traurig bist.
lg aus hall



Deswegen brauchst du dir aber keine Vorwürfe zu machen!
Mein Onkel lag im KH in einem Zweitbettzimmer, ständig waren meine Mum und meine Tante bei ihm (Tag und Nacht). Er wurde dann, am letzten Tag, in ein Einbettzimmer verlegt, meine Mutter und meine Tante sind an diesem Abend um 23.00 nach hause gegangen, dann ist Onkel Loisl gestorben.
Ich bin mir sicher, dass es Leute gibt, die gerne im Beisein der Lieben sterben, aber auch Leute die lieber alleine sterben.
Als die Tante meiner Mutter starb, hat man meine Mama angerufen, sie möge doch ins KH kommen, es sei soweit. Moidei ist dann im Beisein meiner Eltern von uns gegangen.
Schau liebe Winkey, dein Vater hat ja gewartet, bis ihr kurz draussen ward ... das sagt doch im Grunde alles, nicht?
Bitte mach dir deshalb keine Vorwürfe, es geschieht nichts durch reinen Zufall.
Notwendig ist im Augenblick des Todes ein unbesiegbarer Glaube voll höchster geistiger Gelassenheit.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christiane1978« (15.04.2008, 18:48)

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Karla Grube

Forenbegleiter

Beiträge: 1 877

Danksagungen: 4245 / 260

17

15.04.2008, 23:35

Liebe Lovemyum,
ich kann nur immer wieder meine Bewunderung dir gegenüber ausdrücken(hab ich dir glaub ich schon gesagt-aber macht nix,das kann man nicht oft genug sagen!).Du leistest unglaubliches.Das deine Mama dich nicht mehr erkennt,zum Teil bösartig ist gehört zu ihrer Kranheit.Sie kann nicht anders,das machen die starken Medikamente.Sie spürt aber deine(eure)Nähe,auch,wenn sie es nicht mehr ausdrücken kann.
Das du glaubst,dich verändert zu haben liegt sicher daran,das du immer für deine Mama da bist-rund um die Uhr-.Deine Kräfte sind auch begrenzt.Wie Chris schon schreibt(versteh es auch von mir nicht falsch!),du wünschst deiner Mama Ruheund endlich Schmerzfreiheit.Die Schmerzen kannst du ihr nur bedingt nehmen-mit Schmerzmitteln.Du wünschst ihr Frieden und möchtest sie dennoch nicht gehen lassen-sie ist deine Mama.
Ich schicke dir sehr viel Kraft
sei umarmt von
Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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lovemymum

Neues Mitglied

18

20.04.2008, 10:53

Gestern ist es dann passiert, meine mutter ist am vormittag verstorben, ich hab grad ein bild vor mir.
ich bin aufgestanden, dann kamen noch 2 leute vom hospiz, ein pfleger und eine ärztin, weil wir dachten sie müssen med. verabreichen. als wir alle ums bett saßen hat sie dann immer weniger geatmet, immer flacher, ich glaub sie ist ruhig eingeschlafen.

es ist alles sehr traurig, aber ich bin wirklich in diesen 2 wochen enorm 'gewachsen'. dachte ich vorher noch ich kann das alles nicht mitansehen, war genau das gegenteil der fall. die zeit mit ihr noch zu verbringen, war das beste was ich tun konnte. ich empfehle das jeden zu machen, wenn es möglich ist.

ich glaube daran sie wieder zu sehen. vor 2 tagen, war sie ganz erstaunt und verwirrt mich zu sehen. sie dachte ich wäre tot, weil sie immer zwischen drüben und hier wechselte.

sie meinte ich wäre auch tot, und sie sah meinen onkel. ich glaube ihr und freue mich auf ein wiedersehen. :-)
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Darina

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 726

Geburtstag: 08.10.1976 (37)

Wohnort: Wien

19

20.04.2008, 11:20

Liebe lovemymum,

zum Einen möchte ich dir mein Mitgefühl aussprechen und dir sagen, dass es mir leid tut, dass deine Mama gestern gestorben ist,

zum Anderen, bin ich froh, dass es dir gut dabei gegangen ist, dass du sie in der letzen Zeit begleitet hast und so wie du schreibst "gewachsen" bist.

Dieses Hin und her war sicher nicht leicht für deine Mama, doch nun ist sie bei ihren Brüdern, und kann immer bei dir sein, wann immer du willst und wann immer du sie brauchst.

Ich wünsche dir von Herzen, alles erdenklich Gute,
danke, dass du uns vertraust und uns teilhaben läßt,

einen stillen Gruß
von
www.kleinerengel.at
gekämpft, gehofft und doch verloren
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Eva55

Neues Mitglied

Beiträge: 22

Wohnort: Tirol

Beruf: Berufstätig

20

20.04.2008, 11:44

Liebe Lovemymum, auch von mir mein herzliches Beileid - ich habe deine Geschichte mit großem Interesse und Mitgefühl gelesen - meine mum ist gerade im Krankenhaus - Ich wünsche Dir viele schöne Erinnerungen an deine Mum und drücke dich ganz innig.

Eva
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