Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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angie57

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21

24.01.2012, 10:45

Liebe Renate!

Man macht sich immer Vorwürfe wenn sein Kind stirbt obwohl man es nicht verhindern hätte können.
Du machst dir Vorwürfe weil du diesen Traum nicht ernst genommen hast,ich mach mir Vorwürfe weil ich meine Tochter nicht dazu gedrängt habe endlich mal abklären zu lassen woher ihre Kopfschmerzen kommen.
Wir Mütter können unsere Kinder nicht immer beschützen auch wenn wir es möchten,sie werden erwachsen und müßen ihren eigenen Weg gehen,man macht sich immer Sorgen egal wie alt die Kinder sind ,Mutter bleibt man ein Leben lang.

Man träumt oft die schlimmsten Sachen,ich hab auch vor ein paar Tagen geträumt daß ich in drei Tagen tot bin, am dritten Tag hatte ich auch so ein mulmiges Gefühl aber ich lebe noch.

Abschiednemhmen ist sicher wichtig,ich weiß wie meine Mutter gestorben ist,ich war dabei und sie ist ganz friedlich eingeschlafen,ich hab nochmal ihre Hände gestreichelt und mich von ihr veabschiedet ,sie war über 80 und sie hatte endlich ausgelitten.

Von meiner Tochter hab ich mich 5 Tage lang verabschiedet aber daß war eine ganz andere Situation..Meine Tochter lag 10 Tage in Berlin im Krankenhaus,sie hatte eine Gehirnblutung und die Ärzte gaben sie nach 4 Tagen auf und sie sagten uns es wäre nur eine Frage der Zeit bis sie sterben würde.Keiner wußte wann es wirklich geschah,nicht mal die Ärzte konnten es uns sagen da sie ja mit dem Narkosemittel daß sie in den Tiefschlaf versetzt hat vollgepumpt war.
Als dann der Tod festgestellt wurde wollte ich einfach nur noch nach Hause und ich ließ meine Tochter allein Berlin zurück.Als ich mich das letzte mal verabschiedete hat sie für mich ja noch gelebt und trotzdem war sie nicht mehr da.

Ich hatte so ein schlechtes Gewissen als ich in den Flieger einstieg ,hab mich in Gedanken bei ihr entschuldigt weil ich sie jetzt allein lassen mußte, auch zu Hause hat es mich fast verrückt gemacht daß meine Tochter jetzt ganz allein in Berlin ist,aber das Beerdigungsinstitut in Berlin die alles für uns regelte sagte uns daß es mindestens 10 Tage dauern würde bis Margit eingeäschert wird und die Urne überführt wird,es hat dann auch fast 14 Tage gedauert.

Was hätten wir so lange da draußen machen sollen,wir waren in einer fremden Stadt,wir kannten keinen,ich war total fertig und ich wollte nur noch nachhause in meine vertraute Umgebung und wir mußte ja hier auch alles für die Beerdigung vorbereiten.

Diese blöden Fragen werden uns immer begleiten,was wäre wenn..hätte ich...warum..sie kreisen im Kopf und lassen uns keine Ruhe.Wir hätten das was passiert ist nicht aufhalten können und trotzdem machen wir uns immer wieder Vorwürfe.

Unser Leben wird nie mehr so sein wie es mal war,die Leichtigkeit sich über was freuen können,von Herzen lachen zu können ist mit dem Tod unserer Kinder mitgestorben.
Ich hoffe daß es irgendwann leichter wird aber dieser Zeitpunkt ist noch unendlich fern.

Alles Liebe und lieber Gruß

Annemarie

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22

24.01.2012, 11:58

Hallo !

Ich habe mir im letzten Jahr soo oft die Parte von Patrick angeschaut, die Kondolenzen gelesen.....

War besonders betroffen !
... vermutlich weil mein Sohn jetzt auch 19 Jahre alt wäre - die "Parte1" erinnert mich sehr an ihn.

Schön, dass Du ins Forum gefunden hast !
Hier kannst Du Dir wirklich alles von der Seele schreiben und wirst verstanden - hoffentlich kann es Dir ein wenig helfen !

Alles Liebe
Luanda

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23

24.01.2012, 16:43

Liebe Renate!

Gestern las ich im Forum, dass Christine (Administrator) einmal schrieb:

„WIR TRAGEN UNSERE KINDER WIE EINEN DRACHEN AN DER SCHNUR.

Bei manchen Müttern und Kindern ist die Schnur sehr kurz: Das kann schön sein, kann aber auch anstrengend sein - vor allem für die Kinder, wenn die Mutter grundsätzlich nur eine sehr kurze Schnur vorgesehen hat.

Bei manchen ist die Schnur so lang, dass man sich grad noch im Blick hat und wenn's mal sehr stürmisch wird oder gar eine arge Flaute ist, dann kann man ja mal die Schnur verkürzen und sich näher als sonst sein.

Wenn ein Kind stirbt, ist die Schnur so lang, dass man es nicht mehr sieht, aber über den Faden dennoch spürt.

Christine glaubt nicht, dass Trauerbewältigung nach dem Tod eines Kindes so aussieht, dass wir den Faden (die Bindung) loslassen oder gar abreißen lassen sollen. Loslassen heißt vielleicht, dass wir irgendwann einmal akzeptieren können, dass die Schnur einfach viel, viiiel länger ist als wir das je gewollt hätten."

…… ich FINDE DIESE VORSTELLUNG, von einer unendlich langen Schnur und Verbindung, die solange wir leben! bleibt, SEHR SEHR SCHÖN !


Aber trotz der schönsten Vorstellungen ist und bleibt der Tod unserer Lieben ein einziger Albtraum!
Lg Luanda

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24

24.01.2012, 19:56

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Hallo ihr lieben!
Es ist schön zu wissen das man " normal" ist manchmal habe ich gezweifelt .
Aber wenn ich so schaue geht es allen gleich wie mir, die Kinder verloren haben.
Ich glaube jeder verlust eines geliebten Menschen tut weh ,aber das ist für mich überhaupt nicht zu verstehen , das warum gerade er,er hatte doch sein ganzes Leben noch vor sich.Das will einfach nicht in meinen Kopf hinein . So sehr ich mich auch bemühe, und versuche mich auf meine anderen 2 Söhne und auf meine Enkelkinder zu konzentrieren es gelingt nur mäßig.
Patrick nahe fühle ich mich beim anzünden der Kerzen oder beim eintrag ins kondulenz Buch das hilft mir manchmal .
Die Gedenkstätte bei der Alten Donau die wir errichtet hatten , haben leider ein Paar Vandalen zerstört.Das hat mich sehr zornig gemacht ich kann nicht verstehen wie man so Respekt los sein kann trauernden Menschen sowas an zu tun.
Liebe Grüße und Danke fürs zuhören Renate

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25

24.01.2012, 20:05

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Liebe Luanda!
Wie alt war Dein Sohn wie er gestorben ist ? Und was ist ihn passiert ?
Möchte mich bedanken bei allen die eine Kerze angezündet haben.
Würde das auch gerne machen wie findet man eure lieben ?Bin anscheinend zu Dumm!
LG. Renate

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26

25.01.2012, 20:13

Liebe Renate!
Mein Sohn heisst David Riedl.
Ganz kurz:
 Ein Freund und er hatten einen Autounfall, David starb eig. noch am Unfallort, seinem Beifahrer ist Gott sei Dank nichts passiert!
Das war in der Nacht zu Christi Himmelfahrt. 

Er wurde noch nach Wr. Neustadt geflogen und weil er so jung war auch am Kopf operiert, aber er hatte von Anfang an keine Pupillenreaktion mehr, sprich Schädel Hirntrauma... und keine Chance....
Ich konnte dann noch einen Tag und seine letzte Nacht bei ihm sein.... mich verabschieden..... klingt viell. sonderbar, aber das war sehr schön!
Es war als würde er nur schlafen.....

Nachdem er für Hirntod erklärt wurde, konnte er lt. Ärzte noch 11 Menschen als Organspender helfen...

Irgendwann bin ich durch Zufall? auf Aspetos gestoßen, seine Freundin, cousine und ich haben dann  die Parte  gestalltet und zu seinen 1. "JAHRESTAG" online gestellt.
Das war nicht leicht (Fotos aussuchen, Text..) aber für mich ein gutes Stück Trauerbewältigung!

Heuer wäre er mit seiner Lehre fertig geworden...  Bundesheer....  Partys.... Sommer ....  Alles ohne ihn!
VERSUCHE aber so gut es geht nicht allzuoft ans "Was wäre wenn...."  zu denken - nur leider kann man Gefüle nicht steuern!

Aber alle im Forum kennen diese Wehmut nur zu gut.....
 Luanda

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27

25.01.2012, 21:36

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Liebe Luanda!
David war ein lieber netter junger Mann ,schade das Dein Sohn und mein Sohn uns nicht länger begleiten durften. Das Leben ist so ungerecht!Das es viel arbeit war kann ich mir vorstellen ,aber es hat sich gelohnt die Pate und die Bilder sind wunderschön.Ich habe geweint als ich es sah und es nimmt mich Heute noch mit .
Das Du dich verabschieden konntest war bestimmt wichtig für Dich.
Wollt ich hätte es auch gekonnt, denn mir fehlt ein Stück.
Wie ist es Dir mit den Organspenden ergangen? War das eine schwere entscheidung oder konntest Du damit gut umgehen?
Ich weis nicht wie ich damit umgegangen wäre.
Manchmal beneide ich Patrick um seine Ruhe , denn die finde ich überhaupt nicht.
Es ist schön an ihn zu denken aber gleichzeitig zerreist es mich .
Liebe Grüße Renate

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Benutzername« (25.01.2012, 21:44)


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28

26.01.2012, 11:44

Es war eigentlich genauso wovor alle Eltern Angst haben!

Polizeianruf in der Nacht.... Sohn hatte Autounfallnfall ...
Horrorfahrt ins Krankenhaus.... warten.....
Nach einer gefühlten Ewigkeit Diagnose:kaum Hoffnung..... max. 30% Überlebenschance... war kurz bei ihm auf Intensiv, redete ihm zu......
Flug nach Wr. Neustadt, Neurologie, OP...

Ungewissheit, ANGST.... Horrorfahrt ins nächste Spital.... wieder warten ob/wie er die OP gut überstanden hat....
Wissen: wenn er überlebt, wäre nichts mehr wie früher...... - EGAL - hauptsache am Leben!

Dann kam der Arzt, stellte sich vor und sagte: "Das ist Davids Krankenschwester".
Ich weiß noch genau, dass ich dachte: "Gott sei Dank, wenn er eine Krankenschwester hat, dann lebt er"!

Aber der Arzt musste uns mitteilen, dass alles Menschenmögliche getan wurde aber leider.....
- ohne Worte -

Wir durften dann zu ihm auf die Intensivstation..............


In Österreich dürfen Verstorbenen automatisch Organe entnommen werden, Angehörigen müssen prinzipiell nicht um ihr Einverständnis gebeten werden.
Der Arzt fragte uns aber einfühlsam und meinte David könnte wirklich noch viel Gutes damit tun.
Ich weiss nicht, was gewesen wäre, hätten wir "Nein" gesagt.
Aber wir waren uns eig. von Anfang an einig, dass es sich nur um seinen KÖRPER handelt und einverstanden sind.>

Es wurden dann noch genaue Untersuchungen gemacht, aber es waren absolut keine Hirnströme mehr messbar.

Hin und wieder denke ich schon daran, wie arg das eig. ist...... diese OP wo ihm so viel entnommen wurde.........
man erfährt nichts über die Organempfänger bzw. will ich das auch gar nicht... - im Endeffekt ist es gut so wie es ist!

Ich hatte eine Freundin, die mit 30 Jahren starb, weil sie nicht rechtzeitig ein neues Herz bekommen konnte....
Wer weiß, was die Menschen alles Gutes tun, die Dank David weiterleben können?!


Habe viel und oft darüber nachgedacht, was leichter zu ertragen ist: ein Unfalltod oder eine Krankheit ... Ich glaube für den der gehen muss ist eine lange Krankheit schwerer zu verkraften....

Liebe Renate!
War Dein Sohn alleine schwimmen, oder mit Freunden ...?
Es klingt so dumm und viell. auch Gefühlskalt, aber ich glaube, jeder hat sein Schicksal und wenn wir auch noch so viele Schuldgefühle haben oder uns Vorwürfe machen, man kann so etwas nicht verhindern, wenn ein Unglück passieren soll, passiert es!

Du hättest Deinem Sohn bestimmt nicht helfen können und jetzt ist er an einem Ort, so schön, dass wir uns das nicht einmal ansatzweise vorstellen können!>
Unsere Burschen machen weiter Party..... nur woanders !

Alles liebe Luanda

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29

26.01.2012, 13:50

Liebe Luana!

Du hast leider keinen eigenen Thread darum antworte ich dir hier.

Ich hab so ungefähr das gleiche erlebt,nur daß meine Tochter keinen Unfall sondern eine Gehirnblutung hatte,Lebensgefahr die Chance zu überleben sehr gering und wenn sie es überlebt hätte wäre sie schwerstbehindert gewesen oder was auch die große Wahrscheinlichkeit gewesen wäre daß sie niewieder aus dem Koma erwacht wäre.Ich denke viel über alles nach und denke mir hätte ich das für meine Tochter gewollt?

Sie wurde ja auch noch angesichts ihrer Jugend -so drückten es die Ärzte aus - 8 Stunden operiert aber diese Gehirnblutung hat schon soviel zerstört.
Sie lebte ja in Wien und wollte in Berlin eine Freundin besuchen als das passierte und wir die Nachricht bekamen.

In Deutschland sind die Gesetze anders als hier,man muß die Einwilligung geben zur Organspende und nach zwei Jahren so wenn man es will erfährt man auch wer die Organe bekommen hat und wie es den Patienten geht.Ich hab auch die Einwilligung gegeben,schweren Herzens aber ich dachte mir auch vielleicht kann sie noch jemanden helfen und ihr Tod war nicht ganz umsonst und ein Teil von ihr lebt weiter und so wie du es geschrieben hast,es war ja nur noch ihr Körper aber trotzdem mach ich mir oft Gedanken wie das ganze abgelaufen ist.Nur weil keine Hirnströme mehr messbar waren vielleicht war doch noch ihr Unterbuwußtsein da,ich mach mich verrückt mit diesen Gedanken und ich weiß nicht ob ich nochmal diese Entscheidung fällen würde.

Ein Kind zu verlieren ist das schlimmste was einen widerfahren kann,egal ob Krankheit oder Unfall und das Leben wird nie wieder so sein wie es mal war.

Liebe Grüße

Annemarie

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30

26.01.2012, 14:42

Liebe Angie!
Ich habe Deine "Trauergeschichte" seit Du hier im Forum bist immer gelesen und mitgefühlt!!
auch die Parte Deiner Tochter kenne ich.... Sooo eine hübsche Frau.......! - ohne Worte...
....

Liebe Renate,
Nichts für ungut, dass ich soviel geschrieben habe... Das ist Dein Thread, also schreib Dir alles von der Seele!
Lg Luanda

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26.01.2012, 21:45

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Liebe Luanda!
Uns ging es nicht anders das warten zwischen hoffen und bangen.
Es waren furchbare Stunden die man wohl nie vergisst.
Ich bewundere Dich das Du die Organspenden so positiv siehst .
Auf einer Seite finde ich es auch gut das anderen damit geholfen worden ist , aber anderseits bereitet mir der Gedanke unbehagen.

Patrick war mit seiner Freundin und noch einem Mädchen schwimmen, und eine Menge Tretbootfahrer und andere Schwimmer waren auch dabei.
Du hast ja recht wahrscheinlich mußte es wohl so sein .
Das was mir heute noch im Kopf spukt ist leider immer noch der Gedanke warum waren sie dort schwimmen und nicht bei uns im Garten im Pool.
Das wollten sie am nächsten Tag tun.
Und schon wieder das WARUM!

Mit diesem "schönen"Ort habe ich noch so mein Proplem, auch was Kirche und so angeht mit dem kann ich noch nicht viel anfangen.

Aber auch ich hoffe das es den beiden dort wo auch immer sie sind gut geht und sie miteinander Party feiern!
Liebe Grüße Renate
PS.Danke für deine Antworten hoffe ich frag nicht zu viel.

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32

26.01.2012, 23:40

Liebe Renate!
Du klingst sooo traurig und verzweifelt......:((

Ich hader auch oft mit dem Warum ..... und das ganze "schönreden" die Verstorbenen sind an einem besseren Ort, es geht ihnen gut..." nützen herzlich wenig, wenn man mitten in einer besonders schlechten Phase steckt, einem die Erinnerungen einholen .......

Habe bes. in der ersten Zeit viel einschlägige Literatur gelesen (Kübler Ross, James van Pragh, Lorna Byrne... aber auch einfach den "Kleinen Prinzen...." ) Irgendwann wusste ich nicht mehr was ich glauben sollte.....
Eine wirklich schönes barmherziges Bild von Gott wird z. B. in dem Buch "Die Hütte am Fluss" beschrieben... - echt lesenswert!!!

Sterben und dann bei Gott im ewigen Leben sein, bis wir uns alle wiedersehn - diese Vorstellung würde mir seehr gut gefallen!
Befürchte aber das wäre zu einfach und wir kommen öfter um selbstgewählte Aufgaben zu erfüllen.... um zu "wachsen"

Beim Forumdurchstöbern fand ich Beiträge von z.B. Sonja-Maria, ihr Sohn starb mit 21 Jahren... 
Vielleicht liest Du dir mal Ihre Beiträge/schriftverkehr durch?! Sind so zuversichtlich-positiv.... 

Habe einmal gelesen "erkläre einer Kakerlake, dass es mehr gibt als ihren kl.  Lebensraum":)
Ich glaube wirklich es gibt mehr im Univerum als uns.... Energie geht NICHT verloren - das ist erwiesen!

Ich kann es nicht beschreiben, vielleicht bin ich auch ganz wIRR von meiner Leserei!? Aber Fakt ist:  wir wissen so gut wie nichts über den Tod und das danach!
Nahtodforschung steckt noch in den Kinderschuhen ...

Es hilft! wenn Du an etwas (das für Dich richtig ist) glauben kannst!
Ich glaube fest an ein Wiedersehn und dass ihre Energie auch noch "da"  ist...

Und  Du? Was denkst Du, wo Patrick jetzt ist... Wie es ihm geht...
Was bedrückt Dich wegen seiner Organspende?

Alles Liebe Luanda

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33

27.01.2012, 09:02

Liebe Renate,

ich wünsche dir im Nachhinein ein herzliches Beileid.

Mein Sohn wird bald 19 und ich denke mir manchmal auch, warum das Leben oft so ungerecht ist und junge Menschen vor den Eltern gehen müssen. Die Frage WARUM kann leider niemand beantworten; man darf gar nicht darüber nachdenken, man wird nur verrückt.... ;(

Wir, mein Sohn und ich, haben meinen Mann an einer schweren Krankheit verloren. Trotzdem denke ich, der Verlust eines Kindes ist das Schlimmste, das passieren kann.

Hier im Forum verstehen dich alle und wir sind immer da.

Ich schicke dir ein großes Kraftbündel! :30:

lg
Regenbogen

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34

27.01.2012, 16:50

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Hallo Regenbogen!
Ganz lieben Dank für deine lieben Worte, und für das Kraftpaket.
Liebe Grüße Renate

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35

27.01.2012, 17:08

Mein schrecklichster Tag in meinem Leben

Liebe Luanda!
Wo Patrick ist weis ich nicht wirklich.
Ich rede mir zumindest ein dort wo er ist geht es ihm gut, wo immer das auch sein mag.
Die Vorstellung auf ein widersehen ist wunder schön aber ob es so sein wird weis keiner .
Darum nur ein kleiner Trost.

Auf Deine Frage der Organspende: Ich habe keine Ahnung ob man Patrick Organe entnommen hat es wurde mir nichts gesagt.

Liebe Grüße Renate

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27.01.2012, 20:28

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Hallo!
Möchte gerne etwas erzählen das mich sehr verärgert, gekränkt und schockiert hat.
Die Art und Weise wie Patricks Zwillingsbruder vom Tod seines Bruders erfahren hat.
Es war im AKH der Portier bei der Aufn. und Entl. :Auf die Frage wo sein Bruder zu finden sei(in der annahme Patrick lebt) nahm man den tel. Hörer kurzes gespr. Hörer auflegen und dann eine sehr einfühlsame Antwort :"DER LIEGT IN DA PATH" mein Sohn stand da und wußte nicht wie ihm geschiet.Gott sei Dank waren die Eltern von Patricks Freundin dabei denn ich und mein anderer Sohn mußten im SMZ-Ost auf die Polizei warten und haben zur selben Zeit vom tod meines Sohnes erfahren aber auf schonende und einfühlsame weise .Es gibt auch noch Menschen die Gefühl zeigen!
Ich weis das für die Personen die Täglich mit dem Tod zu tun haben es Routine ist, aber etwas Respekt wäre angebracht gewesen.
Das tut weh, einem jungen Mann der total durcheinander ist die Nachricht so hin zu knallen, das muß ja wirklich nicht sein!
Ganz Liebe Grüße Renate

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27.01.2012, 21:57

Mein schrecklichster Tag in meinen Leben

Liebe Luanda!
Leider sehe ich Patricks Freunde nicht aber ich denke oft an sie.
Kontakt habe ich zu seiner Freundin und ihren Eltern, es ist eine Freundschaft geworden.

Seit kurzem habe ich das Gefühl das mich viele Leute etwas nervös machen, oder ich total lustlos bin und mich manchmal zwingen muß um irgendwas zu tun .Oder ich komm nach Hause kaum ist die Tür zu heule ich auch schon los. Hab es momentan nicht leicht, es gibt noch Propleme die mich zur Zeit beschäftigen.


Du hast es gemerkt das das Foto eine wichtige bedeutung hat.
Dieses Foto wurde am 22.05.2010 also einige Wochen vor seinen Tod gemacht.
Er war eingeladen vom Bruder seiner Freundin zur Firmung.
Diese Kleidung hat er sich Extra dafür gekauft und war sehr stolz auf sich.(er ging nähmlich nicht gerne Schoppen ist nur was für Mädls)
Die Krawatte borgte er sich von seinen Zwillingsbruder aus.
Und so wurde er auch beerdigt mit seinem lieblings Klamotten wie er sie nennen würde!
LG. Renate :33:

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38

30.01.2012, 14:02

Liebe Renate,
Mit welchen Worten der Portier Deinem Sohn gesagt hat, wo sein Bruder ist, ist einfach UN FASS BAR, schockierend ..................!!!
wenn man die Kraft hätte müsste man soetwas eigentlich im Spital melden !!!


Als ich das Foto gesehn hab, habe ich wirklich an eine Firmung gedacht :)
- und kaum sieht man solche Fotos hat man den ganzen Tag vor sich, all die Erinnerungen ....
Ich kann mir nur selten Fotos von David ansehn.....

Der Kontakt zu den Freunden geht irgendwie verloren... Ich glaube das ist normal, sie wissen oft auch nicht was sie zu uns Eltern sagen sollen, denken bestimmt ganz ganz oft an deinen Patrick aber Ihr Leben geht weiter......

Dass Dir alles schwer fällt und Dir oft zum heulen ist, kann ich soo gut verstehn!!!
(Für die anderen sind sie schon lange gestorben aber was sind schon 2, 3, 5 Jahre!? bei diesem Verlust!!)
Mit dem Tod eines unserer Kinder müssen wir irgendwie lernen zu leben.... aber es ist SO VERDAMMT HART!

Wünsche Dir, dass Du bald wieder bessere Tage hast!
AL Luanda

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27.02.2012, 20:33

Mein schrecklichster Tag in meinem Leben

Hallo Ihr Lieben!
Meine Gefühle fahren wieder mal Achterbahn.
Der Geburtstag meiner Söhne rückt näher und Patricks Bruder feiert das zweite mal allein IHREN Geburtstag.
Um so näher der Tag rückt um so mehr trübt sich meine Welt ein.
War eigentlich stolz auf mich da es mir in den letzten Tagen ein ganz kleines bischen besser ging ,und sei es nur ein Paar Tage man freut sich über jeden nicht so schlimmen Tag,doch nun hat mich das geschehene wieder voll im Griff.
Man fühlt sich total hilflos und niemand kann einem helfen.
Leider muß man da ganz alleine durch.
Aber ich hoffe mit jedem Rückfall das es irgendwann nicht mehr so weh tut,und so vergeht ein Tag nach dem anderen und man wartet und wartet..........?(
Danke fürs zuhören Liebe Grüße Renate

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Luanda

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27.02.2012, 21:47

Liebe Renate!

Ich kann Dich sooo gut verstehn! 
Die meisten Tage sind schwer, aber der Geburtstag Deiner Söhne....
Da ist es kein Wunder wenn Deine Welt zur Zeit finster ist, denn Du möchtest ja best. Klaus zu Liebe .....

Du hast geschrieben: "Man fühlt sich total hilflos und niemand kann einem helfen.
Leider muß man da ganz alleine durch."
Das empfinde ich auch genauso,  wenn es einem ganz besonders schlecht geht, man ganz tief unten im schwarzen Loch ist!

Aber du wirst sehn, Du überstehst auch diesen schweren Tag  und den nächsten und übernächsten.....
Ganz bestimmt!

Ich weiß ja auch nicht was ich Dir schreiben könnte, das hilft... klingt alles so abgedroschen....
Ich bin oft einfach nur froh, dass ich noch meine zwei kleinen Söhne, Familie habe ..... und lachen kann ich auch wieder - das hilft mir

Schreib hier im Forum, vielleicht kann das ein klitzekleinwenig Deinen Schmerz lindern ?!?

.... und denk immer daran: DEIN PATRICK LIEBT Dich/Euch und ist immer da!
Glaub einfach daran!!! 

Alles Liebe! :30:
Monika

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