Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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Letterschming

Neues Mitglied

Beiträge: 3

Geburtstag: 09.10.1983 (31)

1

06.05.2007, 21:31

Albträume nach dem Tod meines Vaters

Hallo zusammen,

mein Dad ist am 20.01. diesen Jahres gestorben und ich habe immer noch ganz schlimme albträume und hoffe das ich hier menschen finde mit denen ich reden kann und die mich verstehen wollen

liebe grüße

euer letterschming
*I dont believe in heaven because i am living in hell*
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Diana

Neues Mitglied

Beiträge: 11

Geburtstag: 24.09.1973 (41)

Wohnort: Tirol

Beruf: Hausfrau

2

06.05.2007, 22:51

Hallo!

Mein Papa ist am 28.02. dieses Jahr verstorben. Ich kann also gut nachvollziehen wie es dir geht. Bis jetzt habe ich erst einmal von ihm geträumt, war aber auch ein Alptraum. Verstehen und helfen kann einem in dieser Situation sowieso nur schwer jemand. Ich kann auch nicht sagen, dass mir mein Mann eine grosse Stütze ist, obwohl er mir immer zuhört und immer für mich da ist. Mit der Trauer und dem Schmerz muss man einfach ganz alleine zurecht kommen.

LG
Diana
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Zeraphine

Forenmitglied

Beiträge: 120

Geburtstag: 19.08.1974 (40)

Wohnort: Tirol

Beruf: med.sozialen Bereich tätig

3

07.05.2007, 12:23

Hallo Diana,

ich habe auch sehr lange von meinem Sohn geträumt, es waren auch keine schönen Träume, wir verarbeiten vielleicht so unsere Trauer, unsere Ängste.
Ich schicke dir ganz viel Kraft
glg
Zera
Nur wer sich öffnet für den Schmerz, lässt auch die Liebe mit hinein!
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sugerbaby

Forenmitglied

Beiträge: 157

Geburtstag: 04.02.1985 (29)

Wohnort: Tirol

4

08.05.2007, 14:05

Hallo!

Mein Vater ist vor 2 1/2 Jahren gestorben. Ich kann verstehen wie es dir geht. Jemanden zu finden der das vesteht ist sehr schwierig. Ich habe heute noch Tage wo ich zu Hause sitze und weine, weil er mir so fehlt.

LG
Sugerbaby
Wenn man einen geliebten Menschen verliert, gewinnt man einen Schutzengel dazu.
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Christine

Administrator

Beiträge: 2 685

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Geburtstag: 09.03.1971 (43)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Thanatologin und Trauerbegleiterin, Lektorin für Gesundheitsberufe (Thanatologie, Psychologie, Trauerarbeit)

5

08.05.2007, 22:24

Hallo Letterschming!

magst du ein bisschen mehr erzählen?

Liebe Grüße
Christine
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Letterschming

Neues Mitglied

Beiträge: 3

Geburtstag: 09.10.1983 (31)

6

10.05.2007, 14:59

Hallöchen

also dann fang ich mal an zu erzählen was mir so wiederfahren ist.

Also in August 2005 haben Ärzte bei meinem Dad Leber und Bauschspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Die Diagnose damals 3 Monate zu leben mehr nicht.
Schon damal hab ich das gefühl gehabt mir sei der Boden unter den Füßen weggerissen worden. doch mein Vater kämpfte wie ein Löwe und schaffte es den Krebs zunächst noch zu bekämpfen. Es ging ihm immer besser bis zum 13. Oktober 2006 also vier tage nach meinem 23. Geburtstag.
Er wurde untersucht und der Azrt stellte fest das der Tumor wieder gewachsen war weil die scheiß krebszellen dagegen resistent geworden sind.
Die einzige möglichkeit die uns blieb war eine Leberembolisation, bei der die chemo direkt in die leber gespritzt wird. und vom ersten eingriff an ging es bergab. Ein Satz der sich in mein Hirn eingebrannt hat, den mein dad sagte war Angst fressen Seele auf...... und die Angst hat nicht nur die Seele sondern meinen ganzen Dad aufgefressen. Weihnachten konnte er schon kaum noch ne stunde aufrecht sitzen und erversuchte immer tapfer für uns zu sein aber ich kannte ihn besser als jeder andere ich war er und er war ich . Dann zwei tage vor dem Orkan Kyrill streikte seine Niere. Er ging jämmerlich zu grunde vor meinen augen siechte er drei tage vor sich her und ich konnte nix für ihn tun und das ist das aller aller schlimmste, seinen vater leiden zu sehen ohne etwas für ihn tun zu können. am 19.1.2007 hat er sich selber ins krankenhaus eingewiesen weil eer sein MOrphium nicht mehr nehmen konnte. am 20.1. morgens war ich noch im Krankenhaus und habe mich von meinem vater der schon dort nicht mehr wirklich bei sich war verabschiedet. Am abend des 20.1. verstarb er.
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Christine

Administrator

Beiträge: 2 685

Danksagungen: 8614 / 2062

Geburtstag: 09.03.1971 (43)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Thanatologin und Trauerbegleiterin, Lektorin für Gesundheitsberufe (Thanatologie, Psychologie, Trauerarbeit)

7

12.05.2007, 19:44

Hallo Letterschming,
ich war ein paar Tage weg, deshalb meine verspätete Antwort.
Dein Vater und du, ihr habt eine schwere letzte Zeit gehabt, er hat gekämpft, aber du hast zusehen müssen, wie er trotz allem stirbt. Das zu verarbeiten, das braucht Zeit. Solche schlimmen Erfahrungen steckt man nicht einfach so weg (die wenigsten tun das), deine Albträume würde ich zunächst einmal als Belastungsstörungen sehen, die an sich normale Reaktionen sind, wenn du bedenkst, was du an Belastungen erlebt hast. Mich würde aber interessieren, wann diese Albträume begonnen haben und wie oft du sie zur Zeit hast. Hast du den Eindruck, es wird besser oder schlechter in der Häufigkeit oder was die Inhalte der Träume betrifft?

Du schreibst, es hat sich der Satz "Angst fressen Seele auf" in dein Hirn eingebrannt. Heißt das, dass dir der Satz (oder bestimmte Bilder, Erinnerungen) immer wieder in den Sinn kommt und dass du das Auftauchen von diesem Satz (bzw.damit verbundenen Bildern) nicht kontrollieren oder stoppen kannst? Was genau belastet dich an dem Satz, hat er mit deinen Träumen zu tun?

Ich wünsche dir alles Liebe
Christine
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Letterschming

Neues Mitglied

Beiträge: 3

Geburtstag: 09.10.1983 (31)

8

14.05.2007, 12:53

Also mit den Albträumen wird auf alle Fälle immer besser und vielleicht stimmt der abgedroschene Spruch Zeit heilt alle Wunden ja doch, in meinem Fall ist es so.

Denn hatte ich zu Beginn meiner Trauerphase noch wirklichjede nacht albträume so vergehen jetzt manchmal schon ne woche oder zwei oder drei bis wieder einer kommt und auch die inhalte werden kontinuierlich besser, oder besser gesgat weniger schlimm. Zum Glück habe ich freunde und einen partner, die immer für mich da sind und auch menschen verloren haben die noch viel zu jung waren.

Also frag mich ruhig was du wissen magst vielleicht kann ich andern damit auch helfen wenn sie merken das das nicht abnormal ist
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Markus

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9

14.05.2007, 16:28

Liebe Letterschming,

mit Deinem letzten Satz hast Du eine ganz wichtige Sache in der Trauerarbeit angesprochen: Viele Trauernde haben das Gefühl, dass Ihre Reaktionen abnormal sind, dass sie langsam verrückt werden oder krank sind. Nicht zuletzt kommt das wohl auch daher, dass unsere "schnelle Gesellschaft" sehr rasch wieder die Integration des trauernden Menschen in die normalen Abläufe des Lebens verlangt und gelebte Trauer nur selten befürwortet und auch geschätzt wird. Ich sage das bewußt, denn die gelebte Trauer ist eine wichtige Verbindung zu dem verlorenen Menschen und aus diesem Grund gefällt mir auch der von Fritz Roth geprägte Begriff "Trauerliebe" so gut.

Gut ist, dass Deine Albträume von der Frequenz her weniger und vom Inhalt und vom Erleben her weniger angsteinflössend sind.

Ich wünsche Dir alles Gute,
Markus
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giggi

Neues Mitglied

Beiträge: 12

Wohnort: karlsruhe, Deutschland

10

21.06.2007, 15:17

hallo,
das tut mir sehr leid mit deinem vater ich weiß genau wie du dich fühlst ich habe mein vater vor 9 monaten(12.09.06) verloren. es tut verdammt weh!!! versuche nach oben zu schauen und behalte die schönen erinnerungen die du noch hast bei dir, die kann dir niemand nehmen. wenn ich wie des öfteren ein tief habe und es dunkel geworden ist,dann schaue ich in den himmel und suche mir meinen persönlichen stern aus und auf dem sitz dann mein paps und schaut runter zu mir!!! das hilft mir ein bischen weniger traurig zu sein. wie sagt mein mann immer zu mir: wenn dir danach ist zu weinen dann lass es raus egal wo du bist lass es raus, denn wer dafür kein verständnis hat dem kann man nicht helfen, seinen vater kann keiner ersetzen!!!
lg giggi
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