Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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Eva

Neues Mitglied

Beiträge: 5

Wohnort: Wien

1

05.05.2008, 17:02

Jahrestage

Hallo,
ich habe mich im September, als meine Mutter gestorben ist, hier angemeldet.
Damals war alles unglaublich und ich habe wie in einem Nebel agiert.
Mittlerweile hatte ich zwischendurch Geburtstag, es war der Geburtstag meiner Mutter, Weihnachten, Sylvester, Ostern,... es geht weiter und sie fehlt und ich versuche sie zu verinnerlichen.
Jetzt kommt bald der Jahrestag, an dem sie ins Spital eingeliefert wurde - davor fürchte ich mich!
Ich weiß gar nicht, warum ich das eigentlich geschrieben habe - ich wollte es nur loswerden....
Eva
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kate

Moderator

Beiträge: 719

Danksagungen: 13 / 0

Geburtstag: 23.07.1979 (35)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Hotelfachfrau

2

05.05.2008, 17:11

Liebe Eva!

Schön, dass Du wieder bei uns bist!
Wie ist es Dir in der Zwischenzeit ergangen?

Ich glaube, dass es uns allen vor dem Jahrestag so geht.
Die Erinnerungen an diese schlimme Zeit sind sehr stark da -das hat auch mir Angst gemacht...
Es ist aber wieder ein Schritt, den man gemacht hat, wenn man den Tag dann "überlebt" hat.

Du kannst hier immer schreiben, wenn Du was loswerden willst - dafür gibt es das Forum :)!

Alles Liebe

Kate
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!
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Petra

Treues Mitglied

Beiträge: 428

Geburtstag: 03.10.1975 (39)

Wohnort: Tirol

Beruf: Mutter und Bankerin ;-)

3

05.05.2008, 20:29

liebe eva,

schön, wieder von dir zu lesen, das freut mich.

ich habe gerade deine beiträge von damals durchgelesen....
auch mich würde es sehr interessieren, wie es dir in der letzten zeit ergangen ist. vielleicht magst du ja ein wenig erzählen.

ja diese jahrestage.
wie kate schon geschrieben hat, sie sind einfach nur schwer. man wird an alles erinnert, jeder moment kommt wieder hoch. die gerüche, die gefühle, die gedanken, alles, als ob es gestern gewesen wäre. es ist einfach hart und tut unendlich weh.

lass es raus, du kannst hier immer schreiben, wenn dir danach ist, wir sind für dich da und veruschen dich aufzufangen.

alles liebe
deine petra
Und alles was bleibt ist Liebe, diese Liebe lässt euch niemals sterben.
Mama & Papa - ich liebe euch!
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Manuela

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 1 179

Danksagungen: 2704 / 397

Geburtstag: 20.06.1961 (53)

Wohnort: Hessen

Beruf: Storemanagerin

4

05.05.2008, 20:42

Liebe Eva..

auch ich sage Dir, dass es schön ist, dass Du wieder bei uns bist...Du hast damals auf meinen Beitrag "ich bin wie betäubt" geschrieben, ich kann mich gut an Dich erinnern...

Ich kann Dich gut verstehen, was in Dir vorgeht...Diese Tage sind schwer, schwer zu ertragen und schwer durchzustehen... Wir erleben das alle hier..Tag für Tag..und durchleben es auf die unterschiedlichste Art und Weise, aber wir haben alle diesen Schmerz in uns, und wir haben auch die Ängste in uns, wieder so einen Jahrestag zu schaffen...

Liebe Eva...wir sind hier alle da für Dich, einer von uns ist immer hier und wird Dich auffangen...Schreibe Dir alles von der Seele, denn hier hast Du Menschen, die fragen, wie es Dir geht und es auch genauso meinen...

Es tut gut, hier Menschen mit Wärme und Herz zu begegnen...keiner kann den Schmerz des anderen nehmen, aber wir können zuhören und uns in den Arm nehmen...Das ist etwas, was gut tut in vielen Momenten..Wie ich schonmal hier schrieb, wir weinen und lächeln zusammen.
Das ist ein sehr kostbares Geschenk...

Magst Du uns schreiben, wie es Dir in der Zwischenzeit so ergangen ist?

Einen lieben Gruss
von Manuela
Memento
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
doch mit dem Tod der anderen muss man leben.
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Darina

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 726

Geburtstag: 08.10.1976 (38)

Wohnort: Wien

5

06.05.2008, 07:58

Liebe Eva,


Danke, dass du wieder da bist und mit uns schreibst.

Du hast geschrieben: Davor fürchte ich mich...

Wovor genau? Vor den Bildern, die wieder kommen, die Erinnerungen? Den Schmerz wieder ganz stark zu fühlen, gell?

Wir kennen das alle, du bist hier nicht alleine, wir sind alle mit dir, und teilen die Angst mit dir.

Schön, dass du da bist ;)

in Gedanken bei dir
deine
www.kleinerengel.at
gekämpft, gehofft und doch verloren
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chris

Treues Mitglied

Beiträge: 423

Wohnort: Innsbruck

6

06.05.2008, 22:50

Liebe Eva

Auch von mir ... schön das du wieder hierher gefunden hast!

Du schreibst

ch weiß gar nicht, warum ich das eigentlich geschrieben habe - ich wollte es nur loswerden....
Ich habe für mich gemerkt...
alles was man hier niederschreibt, hilft bei der Verarbeitung!

Es ist doch erst so kurz her das deine Mutter gestorben ist... du hast schon so viele "besondere" Tage ohne sie erleben müssen.
Man vergisst sie ja nie... aber an diesen "besonderen" Tagen tut es auch besonders weh das wir sie nicht mehr um uns haben, das wir nicht mehr mit ihnen sprechen dürfen... sie nicht mehr fragen, mit ihnen lachen oder schweigen kann.

Schön das du da bist
Magst ein bisschen über diese 8 Monate erzählen?
deine Chris
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Eva

Neues Mitglied

Beiträge: 5

Wohnort: Wien

7

07.05.2008, 11:29

Hallo,
vielen Dank für Eure lieben Worte.
Wie es mir in der Zwischenzeit gegangen ist? Hmmm - schwierige Frage für mich...
Als meine Mutter gestorben ist, war ich grad beim Umziehen in eine neue Wohnung. Ich habe meiner Mutter noch so viel davon erzählt: dass ich mich darauf freue, wenn sie mich dann besuchen wird und so... Das war schwer am Anfang - aber die Wohnung kann ja nichts dafür und ist wirklich schön :) Aber es war auch sehr viel Arbeit zu einer Zeit zu der ich absolut kraftlos war...
Seit Jänner geh ich (wieder) regelmäßig zu meiner Therapeutin - das tut gut und hat viel aufgelöst. Die hässlichen Bilder sind in den Hintergrund getreten und ich sehe wieder die schönen Erinnerungen. Ich habe meine Mutter ja bis zum Schluss begleitet und da hab ich schon einiges an hässlichen Dingen mitgenommen.
Sonst hatte ich (vorsichtshalber) nicht sehr viel Zeit für mich und wenn ich so über die vergangenen Monate nachdenke, fällt es mir schwer Worte zu finden oder Anhaltspunkte ?(
Vielleicht kommt noch was - derzeit bin ich (glaube ich) mitten im Trauern...
Liebe Grüße an Euch alle, Eva
Eva
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Manuela

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 1 179

Danksagungen: 2704 / 397

Geburtstag: 20.06.1961 (53)

Wohnort: Hessen

Beruf: Storemanagerin

8

07.05.2008, 20:29

Liebe Eva...

lass Dir Zeit mit der Trauer..das ist wichtig..., denn es ist ja alles immer noch frisch, auch wenn viele Menschen da draussen denken, dass man wieder "normal" sein muss...

Du hast soviel durchlitten, und Du musst Dir nun die Zeit geben, für Dich und für Deine Gefühle und Deine Trauer.

Die Gefühle, die Du beschreibst, die kenne ich auch..Man hatte noch soviel vor, man freute sich auf das eine oder andere Ereignis, was man noch zusammen erleben wollte..., und dann ist es nicht mehr möglich...Das tut verdammt weh...Und es kommen diese Momente immer wieder...

Es ist schön, dass Du bei uns bist...wir können Dich hier alle sehr gut verstehen, haben wir hier doch alles jemanden verloren, den wir so schmerzlich vermissen...

Ich sende Dir einen lieben Gruss
Deine Manuela
Memento
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
doch mit dem Tod der anderen muss man leben.
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