Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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Ines

Neues Mitglied

1

25.10.2008, 16:50

Hallo zusammen! edit: leider schlechte news!

Ich bin durch zufall auf diese forum gestoßen,
ich denke es wird mir guttun!

bei meiner mama wurde, 4 tage nach der geburt meines 3.kindes,
bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt... das ist jetzt 3 monate her.

noch in der anfangsphase, aber ihre "chance" steht trotzdem nicht allzu gut, denn dieser krebs ist der schlimmste von allen!
sie wurde schon operiert, er hatte noch keine metastasen gebildet, aber ein lymphknoten war auch schon befallen. seit einigen wochen bekommt nie nun chemo...

es schnürt mir die kehle zu darüber zu schreiben,
sie darf uns nicht verlassen!!!

ich habe solche angst das sie uns verläßt!
ich weiß nicht wohin mit meinen ängsten...
mein mann weiß nicht wie er damit umgehen soll und sagt lieber gar nix wenn ich mich ausheule, meine geschwister verdrängen es... mein papa hat so wie es aussieht die meiste angst von uns allen, er ist so unselbstsändig, der kann nicht mal allein einkaufen...

es wäre die absolute katastrophe... nein:
es I S T die absolute katastrophe!!!

wir verlieren durch sie wirklich ALLES!!!

eine gesprächspartnerin die man in allen lebenslagen anruft,
ein zufluchtsort wenn einem die decke zuhause auf den kopf fällt,
einen ort des zusammenkommens wenn die ganze familie sich mal wieder sehen will,
die beste oma der welt,
der beste babysitter der welt (und auch der einzige, denn wert nimmt sonst gern 3 kleine kinder für ein paar tage?)
die mama dich uns geboren hat,
etc. etc.

sie ist doch noch so jung (62) und wollte noch so viel erleben, ist gerade mal 2 jahre in rente, hat gerade vorgestern ihr 6.enkelkind bekommen, die sie so sehr liebt und die sie so gern aufwachsen sehen will... es ist zu schreien!!!

sie darf uns nicht verlassen!!!

ich weiß nicht wie ich mit meinen ängsten umgehen soll...

danke fürs zuhören!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ines« (23.11.2008, 15:43)

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hertha

Forenmitglied

Beiträge: 159

Danksagungen: 2 / 0

Geburtstag: 13.02.1965 (49)

Wohnort: Österreich

Beruf: Post

2

26.10.2008, 18:48

Liebe Ines!

Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum! Was du ihr alle zur Zeit durchleben müßt ist sicher eine absolute, kräfteraubende Katastrophe! Du schreibst, deine Mutti wurde bereits operiert und bekommt jetzt Chemo und es haben sich noch keine Metastasen gebildet. Ines, ich will dir keine falschen Hoffnungen machen (dazu habe ich nicht das Recht und auch nicht die Ausbildung dafür, um das beurteilen zu können), aber für mich ist das ein Zeichen, das die Ärzte deine Mutti noch nicht aufgegeben haben. Versuche doch, soweit es dir möglich ist, jetzt in dieser schweren Zeit für deine Mutti so oft als möglich da zu sein und ihr immer wieder zu sagen, wie sehr du und die anderen sie brauchen.

Ich hoffe, daß nützt insofern ein bißchen, als daß sie ihren Lebensmut nicht verliert und um ihr Leben kämpft. Sie muß wissen, wie wichtig sie für euch ist!!!!!!! Dir kann ich nur sagen, schreibe so oft und soviel du willst. Hier im Forum ist immer jemand für dich da, der versucht dich zu trösten und dir so gut es geht zu helfen.

Ich wünsche dir sehr,sehr viel Kraft für die kommende Zeit und hoffe, du kannst bald positive Fortschritte von deiner Mutti berichten.

Alles Gute wünscht dir

Claudia
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Christine

Administrator

Beiträge: 2 665

Danksagungen: 7572 / 2017

Geburtstag: 09.03.1971 (43)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Thanatologin und Trauerbegleiterin, Lektorin für Gesundheitsberufe (Thanatologie, Psychologie, Trauerarbeit)

3

26.10.2008, 21:11

Liebe Ines,

sei herzlich willkommen bei uns! So eine Diagnose ist schlimm und wirft die ganze Familie aus der Bahn! Ich finde es sehr stark von dir, dass du dich damit auseinandersetzt und dich darauf vorbereitest, dass auch das Schlimmste geschehen kann, - dass deine Mutter stirbt.

Ich bin froh, dass Chris und Claudia dich schon sehr gut aufgefangen haben hier bei uns! Schreib einfach, wenn dir danach ist!

Wenn dein Mann nicht weiß, wie er mit dir umgehen soll, sag ihm, was für dich gut wäre, was er für dich tun kann. Dann fühlt er sich nicht so hilflos und ihr verliert euch nicht.

Wie geht es dir denn mit dem Baby in dieser schweren Zeit?

Versucht eurem Vater jetzt nicht alles abzunehmen, es ist wichtig, dass er alltägliche Dinge selber erledigt bzw. das lernt. Diese Dinge zu tun bzw. sie erledigen zu können, das gibt Sicherheit und Kontrolle und macht die Angst weniger. Aber: Überfordert ihn nicht damit. Vielleicht kannst du darüber mit deinen Geschwistern reden. Das wäre auch eine Möglichkeit, sie aus der Verdrängung zu holen.

Alles Liebe und viel Kraft!

Christine
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KarlaG

Forenbegleiter

Beiträge: 1 880

Danksagungen: 4257 / 262

4

27.10.2008, 00:04

Liebe Ines!
Herzlich willkommen hier bei uns.Es ist gut, das du zu uns gefunden hast.
Ich will dir den Mut nicht nehmen,aber auch nichts schön reden.Die Ärzte haben leider Recht,und auch Chris hat dir vollkommen korrekt berichtet. Aber ich finde es schon mal gut,das deine Mutti operiert wurde und es keine Metastasen gibt! Man kann mit Chemo´s heute richtig viel erreichen.Dank guter Schmerzmittel ebenfalls.Ich schließe mich Chris Fragen an (schon von Meinem Beruf her).Wie geht es deiner Mutti,wie verträgt sie die Chemo? Kann die Chemo ambulant gemacht werden,wäre ja gut,dann kann sie anschließend zu Hause sein.Das ist allemal das Beste.Wie geht deine Mutti mit all dem um? Ich hoffe,ich bin nicht zu aufdringlich oder gar indiskret,dann musst du natürlich nicht antworten. Ansonsten,schreib,frag,weine;hier ist immer jemand.
Wie geht es dir selbst und dem Baby? Hoffentlich gut.
Ich wünsche deiner Mutti und dir sowie deinem Mann viel Kraft!
Liebe Grüße von Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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Ines

Neues Mitglied

5

16.11.2008, 12:49

hallo!

habe lange nichts geschrieben, konnte mich bisher gut ablenken, habe meine mama jede woche besucht, es geht ihr "den umständen entsprechend" gut, sie muß jede woche nach hamburg zur chemo, und das ist die hölle für sie! sie hat auch überlegt die chemo abzubrechen... donnerstags bekomm sie sie, und freitag, samstag, sonntag geht es ihr so hundeelend. permanente übelkeit, null apetit! jetzt hat sie schon so viel abgenommen, und sie nimmt immer weiter ab weil sie nicht essen kann.
ich fahre mit meinem kleinen sohn immer hin und wir gehen dann meistens in die gastwirtschaft zum essen, da kann sie dann ganz gut essen. leider wohne ich fast 1,5 std. mit dem auto von ihr entfernt, habe auch schon überlegt mit den kindern in ihre nähe zu ziehen, aber mein mann könnte berufsbedingt nicht mitkommen, und so eine trennung wäre das aus für unsere ehe, die leidet durch diese ganze sache eh schon... ich wünsche mir das er mich auffängt und hält wenn ich wieder in ein schwarzes loch falle, und er macht es nicht... er kann es irgendwie nicht. und wenn ich nachts wieder albträume hatte und völlig fertig und heulend auf dem sofa liege kommen von ihm indirekt vorwürfe ich solle mich nicht so gehen lassen, immerhin hab ich eine verantwortung... die kinder schiebe ich oft ab, damit ich "in ruhe" heulen, schreien, weinen etc. kann! klar bekommen die das auch mit, aber ich bin ohnmächtig, ich bin nicht in der lage mit ihnen zu spielen, fröhlich zu sein!!! das macht mich noch trauriger, denn so eine mutter will ja auch keiner, und sie verstehen nicht WARUM ich weine, sie sind zu klein (die mädchen sind 2 und 4 jahre alt).

jetzt ist wieder ein riesenloch in dem ich sitze,
morgen ist die erste nachuntersuchung im krankenhaus in berlin, morgen werden wir wissen ob sie tumorfrei ist, dann ist jubelstimmung, oder ob wieder zellen gewachsen sind, das wäre das todesurteil ;( ;( ;(

ich habe panische angst, würde die zeit am liebsten still stehen lassen!!! ich will sie am liebsten in den arm nehmen und nicht loslassen, ich habe solche angst das sie mir genommen wird!!

ach man!!!
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Linda

Sehr treues Mitglied

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6

16.11.2008, 13:35

Liebe Ines!

Mann oh Mann, du machst ja eine schwere Zeit durch!! Das ist doch verständlich, dass du nun keine fröhliche Mama sein kannst. D u bräuchtest dringend Unterstützung von deinem Mann! Schade, dass er sie dir nicht geben kann. Aber Männer gehen halt ganz anders um und wissen oft gar nicht, dass sie schon mit ein paar mitfühlenden Worten od. einer Umarmung helfen könnten.

Du bist ja sicherlich körperlich momentan ohnenhin nicht sehr stark bei drei Kindern. Das braucht viel Kraft und nun die dauernde Sorge um deine Mama. Ich hoffe soo sehr für dich, dass ihr morgen gute Neuigkeiten habt!!!

Wie geht es dir inzwischen mit deinen Geschwistern? Könnt ihr mehr miteinander sprechen? Bist du die Älteste von euch?? Wie kommt dein Papa inzwischen zurecht?

Ich bin in Gedanken bei dir!

Fühl dich umarmt! (Wenn ich darf, bin ja schließlich doch ein Fremde für dich)

Linda
Immer in meinem Herzen, oft in meinen Gedanken!

http://www.youtube.com/watch?v=TPLSMvfviBo
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Ines

Neues Mitglied

7

16.11.2008, 14:23

meinen geschwistern und meinem vater geht es genauso,
einfach nur angst vor dem was kommt!

leider wohnen wir "relativ weit" auseinander,
d.h. mal eben hinfahren ist nicht möglich, und da wir alle kleine kinder haben (meine schwester hat ihr 2.kind vor 3 wochen bekommen) ist das eben eh nicht so einfach. mir fehlt aber jemand "gleichgesinntes" soooooooooooooooo sehr!!! jemand dem es genauso geht! klar, hier hat man eben auch so seine freunde/bekannte aber das einzige was da kommt ist "das tut mir leid!" und dann wird das thema schnell abgehakt, weil keiner so richig weiß wie man damit umgehen soll! verständlich! und die freunde die ich hier hab nenn ich auch nicht sonderlich gute freunde, erstens wohne ich noch nicht sooooooo lange hier, und freundschaften aufbauen wird ja mit den jahren immer schwieriger, und die kennen mich hier eben auch nicht so gut, anders bei meinen alten freunden die eben auch meine familie kennen, mit denen kann man schon gleich besser über die situation reden. aber die wohnen auch wieder in der nähe meiner eltern, sprich: relativ weit weg! grrrr.... völliges chaos... steigt ihr überhaupt durch was ich hier schreibe?

eben kam die sonne durch und schien mir hier im wohnzimmer direkt ins gesicht.... das tut gut!

eben durfte ich mir von meinem mann anhören ich solle doch nich so rumjaulen, irgendwann muß doch mal wieder gut sein! er hat nicht einmal gefragt warum es mir schlecht geht, ich denke er denkt ich sei einfach nur genervt... er fragt nicht einmal nach! er setzt sich nicht einmal zu mir und nimmt mich in den arm! er sagt nicht einmal "mensch, was ist denn bloß los?" N I X ! er weiß das morgen der/ein "Tag X" ist, aber wnn ich sage das ich so angst vor dem ergebnis habe, kommt von ihm "nu laß doch erstmal das ergebnis da sein und dann sehen wir weiter" ,na toll!!! danke für die unterstützung!

gerade hat das wetter umgeschwenkt: weltuntergang! es stürmt und regnet wie aus kübeln!

ich sitze allein im wohnzimmer und mein mann sitzt im büro, geht einem gespräch aus dem weg! ist wohl genervt von meinem gesicht?! ich kann nicht fröhlich, lustig, glücklich sein! ich kann mich nicht über meine kinder freuen, wenn sie laut singend durchs haus laufen würde ich ihnen am liebsten pflaster vor den mund kleben! mach ich natürlich nicht! aber ic h kanns fast nicht ertragen! ich bin verdammt egoistisch! mir geht es furchtbar schlecht, und ich kann es nicht ertragen wenn es den anderen gut geht, ich bin soooooo allein hier mit meiner trauer!

schwiegereltern wohnen gegenüber und unser verhältnis ist miserabel... ich denke manchmal " warum nicht meine schwiegermutter? warum gerade meine über alles geliebte mama????"

dann bin ich wieder froh das ich sie ja "noch" habe und sie sehen, anfassen, in den arm nehmen, mit ihr reden, sie anrufen, sie spontan besuchen kann... dann kommt die panik: ruf sie JETZT SOFORT an, wer weiß ob du sie morgen noch anrufen kannst... es ist ein albtraum!!! psychisches chaos!

die sonne schielt zwischen den wolken durch, in mein gesicht, trotzdem stürmt es! komisches wetter!!!

ich habe angst das die sonne bald gar nicht mehr scheint, ich habe angst krank zu werden vor schmerz und trauer! ich kann nicht mehr an gott glauben wenn meine mama stirbt... das habe ich ihm in meinen gebeten schon gesagt... immer wenn ich meinen sohn anschaue frag ich mich wie er auf der einen seite so etwas wunderschönes schaffen kann, und auf der anderen seite so schreckliche sachen tun kann... kriege, tod, misshandlungen, krankheiten etc...

ich schweife ab, aber es tut gerade so gut das alles zu schreiben, habe auch gerade ruhe, die kinder sind alle in der mittagsstunde... eine herrliche stille hier momentan!

ich danke euch das ihr das alles lest!!! das tut mir gut!
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kate

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Geburtstag: 23.07.1979 (35)

Wohnort: Innsbruck

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8

16.11.2008, 16:57

Liebe Ines!

Gut dass Du die Kraft gefunden hast, Deine Ängste, Sorgen und
Gedanken niederzuschreiben.
Ich hoffe, es hat Dir ein wenig geholfen...

Eigentlich fehlen mir die Worte...ich kann mir gut vorstellen,
wie belastend die Angst um Deine geliebte Mama für Dich sein muss.
Ich wünsche Dir nichts mehr, als dass die morgige Untersuchung
positiv verläuft und all die Aufregung umsonst gewesen ist.

Dass Dein Mann mit dieser Situation irgendwie nicht umgehen kann,
ist glaub' ich nichts ungewöhnliches - meine Schwägerin hat auch
einen bösartigen Tumor am Bein, der nun innerhalb von 2 Wochen nach der letzten
Operation wieder gewachsen ist....mein Bruder versucht die Situation mit flapsigen
Bemerkungen und zum Teil üblen Scherzen "beiseite" zu schieben...*seufz*

Sag' Deinem Mann doch mal einfach ganz klar, was Du im Moment
von ihm brauchst - wir neigen auch oft dazu von anderen Leuten zu
erwarten, dass sie unsere Gedanken lesen können...

Alles Liebe!

Kate
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!
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Ines

Neues Mitglied

9

23.11.2008, 15:43

.... leider schlechte nachrichten! ;(

am montag war meine mum in berlin zur nachuntersuchung, und es wurden per ultraschall (ein spezielles US-gerät, einzigartig in deutschland) 2 vergrößerte lymphknoten und ein tumorherd in der leber festgestellt ;(

so eine riesenverdammte sch....!!! wir sind alle in ein tiefes schwarzes loch gefallen, denn es sah alles doch so gut aus, sie hat sich (mal abgesehen von den chemo-strapazen) so "gesund" gefühlt :(

ich habe ein ganz schlechtes gefühl, irgendwie habe ich eine vorahnung das sie das weihnachtsfest nicht mehr mit uns verbringen wird...

habe gestern erst in einer zeitung von patrick swayze gelesen das bei ihm im januar ´08 bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt wurde, und jetzt sollen sich auch metastasen geb ildet haben... in der zeitung steht was von "nur noch ein paar wochen lebenserwartung" ;(

oh man, was für ein albtraum!!!

ich hoffe nur das es alles nicht so schlimm wird und sie nicht schlimm leiden muß!!! :rolleyes:

ich bin so unendlich traurig!!!
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hertha

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10

23.11.2008, 16:30

Ach Mensch Ines puhhhh! Was soll man da noch sagen. Da fehlen einem wirklich die Worte!!!!!!!! Du hast es wirklich jetzt schon mehr als schwer und mußt bereits alles das tun, was wir leider alle nachdem ein geliebter Mensch von uns gegangen ist, tun - du mußt irgendwie funktionieren - und das ist mehr als schwierig. Weiß deine Mutter die Untersuchungsergebnisse und wie hat sie sie in dem Moment aufgenommen? Ist deine Mutter eine große Kämpfernatur? Das sind jetzt alles Fragen Ines, die dir vielleicht fürchterlich erscheinen mögen (dann bitte verzeih mir), aber ich denke mir, es spielt vielleicht für den weiteren Verlauf der Erkrankung doch noch eine Rolle.

Haben die Ärzte den etwas gesagt, ob für deine Mutter doch noch irgendeine Chance auf Heilung oder Besserung besteht? Und noch etwas Ines, ich glaube (ohne mich einmischen zu wollen), daß du unbedingt in Ruhe mit deinem Mann versuchen mußt zu sprechen. Du kannst jetzt nicht nur eine gute Mutter und Ehefrau sein!!!!! Du mußt auch die Gelegenheit haben, Mensch zu sein, dich mal fallen lassen zu können (und dein Mann sollte dir dann eine Stütze sein und dich auffangen) - du mußt auch mal ein bißchen Zeit für dich haben - du mußt auch mal weinen können.

Ines, mir bleibt leider nicht viel anderes übrig, als dir viel,viel Kraft für die nächste schwere Zeit zu wünschen und nochmals zu sagen, schreibe dir alles von der Seele, was dir gut tut - wir hören dir zu und versuchen so gut es geht zu unterstützen.

Viel Kraft und alles Liebe wünscht dir

Claudia
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Ines

Neues Mitglied

11

23.11.2008, 17:39

ja, meine mutter weiß von allen untersuchungsergebnissen,
und sie ist aus allen wolken gefallen weil es ihr sooo gut ging... sie dachte das sie nach der op wieder gesund war...
sie ist eine große kämpfernatur, ihre ganze familie (ihre geschwister, ihre mutter) sind absolute optimisten und haben sich nie aufgegeben, egal was schon schlimmes passiert ist... meine oma hat damals im krieg bei einem bombenangriff ihre mutter verloren und hat sie damals mit einer schubkarre zum friedhof gefahren und eingebuddelt... das soll erstmal einer schaffen... ich habe meine oma (die mittlerweile schon 93 ist) noch nie traurig, schlechtgelaunt o.ä. gesehen, sie hat immer in allem das gute gesehen, und so ist meine mutter auch...
sie bekommt nun eine härtere chemo, ihr wurde gesagt das es ihr nach der chemo wohl noch schlechter gehen soll, und ihr wohl auch die haare ausgehen sollen... oh man oh man... und außerdem wird dieser tumorherd wohl irgendwie verödet... dazu muß sie wieder für 3 tage nach berlin ins kh... hoffentlich kann man den ollen krebs dadurch stoppen!
mein mann nimmt sich aber nun auch mehr zeit für uns, und ich kann mich auch mal gut bei ihm ausheulen!

schön das ich mich hier ausheulen kann!

ich danke euch!!!
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Markus

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Geburtstag: 26.03.1972 (42)

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Beruf: Thanatologe & Trauerpädagoge

12

23.11.2008, 19:51

Liebe Ines,

es tut mir so leid von den schlechten Entwicklungen in Bezug auf die Erkrankung Deiner Mutter zu lesen. Gut, dass Ihr in der Familie Euch gegenseitig stützen könnt und zusammen haltet. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für die kommende Zeit - Möge die Behandlung anschlagen und Deiner Mutter Besserung bringen - aber auch Euch wünsche ich viel Kraft mit der Situation umzugehen, so wie sie sich entwickelt!

Liebe Grüße,
Markus
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Linda

Sehr treues Mitglied

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Wohnort: Tirol

13

23.11.2008, 20:40

Liebe Ines!

Tut mir leid, dass ihr nun mit solch einer Nachricht umgehen müsst.

Wünsche dir alles Gute für deine Mama! Gutes Gelingen beim Veröden! Ich habe herausgelesen, dass deine Mama eine Kämpfernatur ist!! (Von der Oma "geerbt"). Wirst sehen, sie schafft auch diese Chemo. Und du bist ihr sicher eine Stütze.

Gut, dass du dich auch Mal bei deinem Mann ausweinen kannst. Man kann ja nicht nur immer stark sein.

Von Herzen alles Liebe

Linda
Immer in meinem Herzen, oft in meinen Gedanken!

http://www.youtube.com/watch?v=TPLSMvfviBo
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kate

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Geburtstag: 23.07.1979 (35)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Hotelfachfrau

14

23.11.2008, 21:33

Liebe Ines!

Es tut mir einfach nur leid, dass die Untersuchungen nicht das
von Euch allen so erhoffte Ergebnis gebracht haben...mann, da habt Ihr nun
wirklich zu Schlucken...

Was sagen denn die Ärzte? Gibt es denn irgendeine Prognose, wie
die nächste Chemo anschlagen wird?

Schön, dass Dein Mann jetzt für Dich da sein kann...

Ich wünsche Deiner Mama ganz viel Kraft für die Therapie und
Dich nehm' ich jetzt einfach mal ganz fest in den Arm, wenn ich darf!

Kate
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!
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