Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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kate

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1

09.09.2007, 22:40

Wenn Kinder vor den Eltern sterben

Ich habe meinen Sohn am 13. Maerz 2007 verloren.
Er ist einer Lungenentzuendung erlegen.
Es ist nun fast 6 Monate her und dennoch ist es, als waere es erst
gestern passiert.
Ich habe mich die letzten Monate fast ausschliesslich mit der
Trauerarbeit beschaeftigt, und bin erst seit 2 Wochen wieder berufstaetig.
Falls jemand mit mir seine Erfahrungen austauschen moechte,
kann er es hier gerne tun.

Lg
Kathi
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kate« (09.09.2007, 22:40)

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Zeraphine

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2

24.09.2007, 14:06

Hallo Kathi!

Wir haben schon mal ein wenig dieses Thema gestreift, bin an erfahrungsaustausch interessiert.
Ehrlihc gesagt weiß ich jetzt auch nicht wie ich den einstieg meistern soll. Hoffe aber, dass du noch kraft hast diesen schmerz zu tragen, leicht ist es sicher nicht, ich kann mir nichts schwierigeres vorstellen.
Manche sagen, dass Zeit wunden heilt, ich seh das nicht so, der schmerz ist geblieben, manchmal mit der gleichen intensität wie am anfang, allerdings "gewöhnt" man sich an ihn, er ist wie ein teil von einem, empfinde ich jedenfalls so.
Wir sind vertriebene von der insel der seligen *seufz*
schicke dir ganz viel kraft
Zera
Nur wer sich öffnet für den Schmerz, lässt auch die Liebe mit hinein!
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Markus

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3

25.09.2007, 15:30

Austausch

Liebe Zera, liebe Kathi,

zuerst muss ich mich bei Dir, Kathi, entschuldigen, dass ich mich noch nicht bei Dir gemeldet habe. Nach einer etwas schwierigen Phase im Geschäft habe ich nun die Geschäftsführung vor einer Woche übernommen und bin noch schwer in der Orientierungsphase...

Bezüglich Eurem Austausch gibt es ja auf der einen Seite die Möglichkeit, dass Ihr Euch via "PN - PrivatNachricht" austauscht oder eben durch offene Postings im Forum.

Ich möchte Euch sehr ermutigen (aber nicht dazu drängen!) dieses offen zu tun, denn ich weiss, dass hier viele trauernde Menschen mitlesen. Diese profitieren von Euren Erfahrungen, finden sich wieder in Euren Emotionen und verlieren so ein gewisses Stück der Isolation, des "Sich-allein-fühlens". Viele trauen sich nicht, eigene Beiträge zu verfassen, weil sie glauben, nicht gut genug zu schreiben oder weil sie vielleicht einfach noch etwas Zeit brauchen.

Ich danke Euch für Eure Offenheit und wünsche Euch auf Eurem weiteren Weg viel Kraft,

Markus
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Zeraphine

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4

26.09.2007, 09:56

Lieber Markus!
danke für deine Zeilen, ich stimme dir zu, dass es gut wäre offen über unseren Verlust zu reden.
Bei mir ist es jetzt 3 jahre her, dass mein kleiner Prinz uns verlassen hat, vielleicht fällt es mir deshalb auch leichter damit offen umzugehen, die erste "gelähmtheit" hat sich gelegt.
Für mich persönlich ist es wichtig über meinen Sohn zu sprechen, von ihm zu erzählen, mit anderen Betroffenen mich auszutauschen.
Dieser erfahrungsaustausch hilft gefühle zu ergründen, vor allem die schuldfrage quält betroffene, selbst wenn man bestätigt bekommt, dass man nichts dafür konnte, bleibt ein fünkchen "schuldgefühl" übrig, im austausch mit betroffenen hab ich erkannt, dass es wohl fast allen so geht. Das Sterben eine Kindes ist so unbegreifbar, dass man unbedingt eine "ursache" finden möchte.
@Kathi
Wie gesagt, ich würde mich sehr freuen mich mit dir unterhalten zu können, hier oder per PN, gemeinsam geht sich dieser weg zwar nicht leichter, aber wenigstens nicht einsam.
glg
Nur wer sich öffnet für den Schmerz, lässt auch die Liebe mit hinein!
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kate

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5

30.09.2007, 21:43

Hallo Markus!

Kein Problem und herzlichen Glueckwunsch zur Befoerderung!
Ich dachte mir schon, dass etwas dazwischengekommen ist.

Und nun zum Thema:
Es ist fuer mich auch nicht schwer, oeffentlich ueber mein Schicksal zu sprechen, da ich den Tod meines Sohnes nicht verschweigen moechte.
Nach nun fast 7 Monaten, ist das Geschehene immer noch taeglich praesent und ich finde das in Ordnung fuer mich.
In unserer hektischen Welt kommen die Trauer um unsere Lieben und die Zeit fuer Verarbeitung ohnehin schon zu kurz.
Ich schaffe mir deswegen taeglich Raum, um mich besonders mit dem Tod meines Sohnes auseinander zu setzen. Wenn ich das nicht tun wuerde, haette ich ein schlechtes Gewissen.
Dies hilft mir, nicht in den Verdraengungsmechanismus abzudriften.
Der Schmerz ist nicht weniger geworden, aber vielleicht habe ich mich auch daran gewoehnt.
Es ist oft auch situationsbedingt, wie heftig alles wieder nach oben kommt.
Leider habe ich sonst keine Kinder, und ich fuehle mich oft, als ob mir jemand etwas amputiert haette. Manchmal kommt es mir auch vor, als waere die Zeit als Mutter nur ein Traum gewesen und ich habe wieder das Leben wie vor 5 Jahren.
Um nicht in mein "altes Leben" zurück zu fallen, habe ich sehr viele Gewohnheiten beibehalten. Auch Jan's Kinderzimmer ist so, wie er es verlassen hat und wird auch so bleiben. Das "Gute Nacht" Ritual ist auch jeden Tag ein Muss. Ich weiss nicht, manche Leute finden das schraeg, aber ich lasse mich nicht beirren, denn ich weiss mittlerweile, was mir gut tut und was nicht.
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
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muki

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6

30.10.2007, 18:10

Liebe Kate!!!!


Hab Gestern den Beitrag in Thema gesehen.Ich bewundere Dich zutiefst.Habe drei Kinder und es ist bestimmt das allerschlimmste was passieren kann,wenn ein Kind stirbt.So komisch das klingen mag,aber in dieser Hinsicht hatte meine Mama das Glück,vor uns gehen zu dürfen.Ich wünsche Dir viel Kraft.

Liebe Grüße Margit
:-(
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Petra

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7

30.10.2007, 19:14

liebe kate,

auch ich hab den beitrag gestern gesehen und war sehr berührt! auch heute morgen musste ich dran denken, da ich selber einen sohn von 2 jahren habe.

und ich muss gestehen, gestern abend bin ich heulend vorm fernseher gesessen.

ich wünsche dir erdenklich viel kraft und finde es wahnsinnig fazinierend, wie du damit umgehst. weiter so, lass dich dich beirren, ich wünschte manchmal, dass ich das könnte.

alles liebe!
petra
Und alles was bleibt ist Liebe, diese Liebe lässt euch niemals sterben.
Mama & Papa - ich liebe euch!
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Christine

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8

30.10.2007, 22:15

Liebe Kate!

Von mir als Mutter: Hut ab, dass du dieses Interview nach so kurzer Zeit gegeben hast! Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte! Ich hoffe, du warst mit der Reportage zufrieden!?

Von mir als Christine: Ich habe von allen möglichen Leuten heute ganz supertolle Feedbacks zu deinem Beitrag bekommen, weil du es geschafft hast, euren Abschied - und die Bedeutung des Abschiedes für euch - in so kurzer Zeit so klar und für alle verständlich - zu erzählen. Ich hätte dir mehr Redezeit gegönnt!

Alles Liebe und Danke, dein Beitrag ist für unsere Arbeit sehr wichtig!

Christine
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Monica

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9

02.11.2007, 08:12

Hallo Kate,

auch ich habe meinen Sohn verloren, er war 18 Jahre und ich habe ihn eines Morgens tot im Bett gefunden, einfach so. Er war mein Liebling, und obwohl das schon letztes Jahr passiert ist, hört der Schmerz niemals auf. Kommenden Montag wäre er 20 Jahre alt geworden... Aber das Leben geht weiter, auch wenn das so nach Redensart klingt. Und getern war Allerheiligen...

LG
Monica
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kate

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10

02.12.2007, 15:55

Liebe Christine, liebe Petra und muki!

Sorry, dass ich erst jetzt antworte!
Vielen Dank für Eure lieben Rückmeldungen!

War danach selbst überrascht, dass ich das gemacht habe!
Aber die Zusammenarbeit mit Martina Wolf war angenehm und hat
es mir sicher erleichtert.

Liebe Monica!

Es tut mir leid, dass auch Du Deinen Sohn verloren hast.
Ich habe meinen Kleinen Mann auch morgens tot aufgefunden,
und wenn ich an diese Situation denke, dann schnürt es mir die Kehle zu.
Das Leben geht leider unaufhaltsam weiter, aber ich weiss dass es nicht ganz ohne Ihn weitergehen muss!
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
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chris

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11

14.01.2008, 19:14

Hallo Kate

ich wollte dir in deinem Posting direkt antworten...

Ist das nicht eigenartig das Männer - auch wenn sie so direkt betroffen sind - nicht darüber reden können?
Ich habe nach 8 Jahren erfahren müssen das der Vater meines Sohnes sich unglaublich schuldig fühlt. So schuldig das er nicht mehr fähig war eine Familie zu gründen. Dabei waren wir, als mein Sohn gestorben ist, auch schon lange getrennt.
Aber er hätte nie die Kraft gefunden mit mir das Gespräch zu suchen.

Ich habe deine Postings gelesen und habe. wie ich schon geschrieben habe, erkannt, das Trauerarbeit unheimlich wichtig ist. Nur, und auch das hast du schon geschrieben, aktzeptiert unsere Gesellschaft keine Trauernden.

Heute noch erzähle ich von meinem Kleinen... stell mir vor wie er groß und größer geworden wäre und doch bleibt er immer mein Zwerg.

Nach sovielen Jahren merke ich, ich habe nichts, aber auch gar nichts verarbeitet. Und genau das habe ich so toll bei dir gefunden.

Bist mir ein großes wichtiges Vorbild :) und mit kleinen Schritten gehe ich auch den schmerzhaften Weg

schön das es dich gibt
ich umarm dich
deine Chris
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Markus

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12

14.01.2008, 19:21

Hey Chris,

danke für dieses ehrliche Posting, welches Dir bestimmt nicht leicht gefallen ist! Ich denke, Kate freut sich über Dein Kompliment.

Und natürlich Dir liebe Monica, ein herzliches Willkommen in unserem Forum!

Liebe Grüße,
Markus
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Petra

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13

14.01.2008, 19:40

hallo ihr lieben,

dieser beitrag ist für mich besonders schwer, aber ich schaue immer wieder rein. nein, kind habe ich keines verloren, aber das ist leider meine allergrößte angst.
für mich gibt es nur noch meine kleine familie und darum meide ich dieses thema unbewusst sehr.

ich bewundere euch, und chris, ich wusste nicht, dass du deinen sohn verloren hast, das tut mir unendlich leid. mir fehlen die worte..... aber ich umarme dich von ganzen herzen.

ich finde euch alle wahnsinnig stark und wünsche euch weiterhin viel kraft für diese schwere zeit.

alles liebe
petra
Und alles was bleibt ist Liebe, diese Liebe lässt euch niemals sterben.
Mama & Papa - ich liebe euch!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Petra« (14.01.2008, 19:41)

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kate

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14

14.01.2008, 19:54

Liebe Chris!

Vielen Dank für Deine lieben Worte! Die tun sehr gut nach einem Tag, an
dem mich meine Selbstzweifel wieder fast mit Haut und Haaren aufgefressen hätten.

Ich habe auch noch lange nicht alles verarbeitet und oft hab ich noch das Gefühl,
ich schaffe das alles nicht!
Gestern waren es 10 Monate seit mein Kleiner mich verlassen hat, und heute hatte ich
wieder das Gefühl, als wäre es erst gestern passiert!

Ich wusste gar nicht, dass wir das selbe Schicksal teilen.
Du kümmerst Dich in Deinen Postings immer so rührend um alle – ich bin gerne für Dich da,
wenn Du über Deine Geschichte schreiben möchtest!
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
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chris

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15

14.01.2008, 20:12

Liebe Petra

danke für deine Umarmung... ich nehme sie - aber, bitte hab keine Angst... leider regelt das jemand anderer für uns.. genieße lieber die Zeit mit deinem Kleinen.. ich freu mich immer wenn ich spüre das es dir und deiner kleinen Familie gut geht!

Liebe Kate

Bei mir ist das unendlich lange her. Damals war es noch "nix besonderes wenn ein Kind stirbt"
"ist ja nur ein Kind"

Trauerarbeit gab es damals nicht. Oder es ist vielleicht nicht darüber gesprochen worden. Durch einen neuerlichen Todesfall ist so viel in mir aufgebrochen und ich hab für mich gemerkt... alles was ich mir die vielen Jahre zusammengedichtet habe (von wegen "überwunden" "verarbeitet") war nur eine Farce. Ich hab durch das Forum - auch durch deine Postings und die von vielen anderen - erkannt
Trauerarbeit ist so unglaublich wichtig

Warum hast du Selbstzweifel? Du bist doch schon soviele Schritte gegangen!
Kate, wen hattest du an deiner Seite?

Ich umarme euch beide mal ganz vorsichtig
danke für eure lieben Gedanken
eure Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »chris« (14.01.2008, 20:17)

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Petra

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16

14.01.2008, 20:46

liebe chris,

mir ist schon öfters aufgefallen, dass es dir gut tut, wenn du uns hier so toll unterstützt. immer wieder hab ich mich gefragt, wie groß dein päckchen wohl ist, was du zu tragen hast, aber zum fragen war ich dann doch wieder zu feige.

ich hab dich hier im forum wirklich ein klitzeklein wenig kennengelernt, du hast aber doch einen sehr großen platz in meinem herzen gefunden.

ich bin sehr froh, dass es dich gibt. und ich hoffe, du weißt, dass auch wir für dich da sind, denn für uns bist du ein ganz wichtiges glied in dieser kette.

und wenn ich ehrlich bin, ich würde so gerne viel viel mehr von dir erfahren, ich bin mir aber sicher, sobald es die zeit will, wird es so sein.

alles liebe
deine petra
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Petra

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17

14.01.2008, 21:10

liebe chris,

ehrlich, wir haben uns hintereinander hier angemeldet? na, da wären wir ja wieder bei den zufällen :)) . das sollte wohl so sein, dass wir uns hier treffen.

ohja, die besichtigung ist am donnerstag *freu*. sigi hat vorhin schon angerufen, ob er mich überrumpelt hätte, ich könne wirklich sehr gerne kommen. aber ohne meinem mann traue ich mich nicht und somit haben wir donnerstag abend ausgemacht. ich bin jetzt schon total aufgeregt und freue mich aber schon sehr drauf.

ich werde natürlich dann sofort berichten, welche gefühle mich begleitet haben und wie es mir gegangen ist.

dank dir nochmal von ganzen herzen für alles!
ich bin froh, dass es euch hier gibt!

alles liebe
petra
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kate

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18

14.01.2008, 21:32

Liebe Chris!

Es tut mir leid, dass der Tod Deines Sohnes verschwiegen und gar als Nichtigkeit
abgetan wurde.
Das muss sicher sehr hart für Dich gewesen sein. Wie hast Du es trotzdem geschafft,
weiterzumachen, wo Du doch keine Hilfe hattest?

Die wichtigste Person an meiner Seite ist meine Mutter, aber auch Sie kann nicht
immer verstehen, wie ich mich fühle, wenn mich meine Zukunftsängste plagen.
Ich hab vielleicht schon viele Schritte gemacht, aber es liegen noch viele vor mir und
ich brauch dafür viel Kraft und Mut. Davon hat man aber nicht jeden Tag gleich viel zur Verfügung.
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
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chris

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19

14.01.2008, 21:59

Liebe Kate

Früher war das anders. Man ist mit Todesfällen im Allgemeinen und mit Todesfällen von Kindern im Besonderen einfach anders umgegangen.
Ich habe jetzt einmal miterlebt wie behutsam mit einer Mutter die ihr Kind im 6. Schwangerschaftsmonat verloren hat umgegangen wird.
Das hat mich unglaublich berührt und irgendwie hab ich mich gefreut das sich in dieser Beziehung "die Zeiten geändert" haben.

Damals hab ich habe viel gelesen. Irgendwann hab ich beschlossen, es gibt irgendwas nach dem Tod und wenn ich mein Leben selbst beende, werde ich auf einer anderen Ebene sein wie mein Sohn.
Das war der Grund warum ich weitergemacht habe ( :) gutes Wort... "weitergemacht")

Kate, du hast Zukunftsängste? Warum? Haben wir nicht gelernt das wir die Zukunft nicht planen können?

Der Tod von deinem Jan ist erst 10 Monate her - wie bei allen Trauernden - eine viel zu kurze Zeit.
Die Wunden die bei dir aufgerissen sind, die sind noch nicht mal vernarbt, gib auch du dir die Zeit.

Stimmt, es gibt die "guten" und die "schlechten" Tage... wie Christine es einmal beschrieben hat...
das Meer mit seinen Wellen
und dann gibt es wieder "Sturm" am Horizont..
so ohne Vorwarnung
..
ich wünsche dir heut einen ruhigen Wellengang
und
Kate, du hast mir mehr geholfen als du ahnst
ich denk an dich
deine Chris
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kate

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20

14.01.2008, 22:15

Liebe Chris!

Den Gedanken mit der anderen Ebene kenne ich. Ich hätte auch Angst, dass ich nicht bei
ihm sein dürfte, wenn . . .

Wenn man sein Kind verliert, verliert man auch ein Stück weit seine eigene Zukunft – oder?
Wieder eine sinnvolle Perspektive zu finden ist nicht so leicht. Auch das Gebrauchtwerden fehlt einfach.
Ich bin heute, als mich wieder der „Sturm“ erfasste, meiner Freundin mit Ihren Zwillingen (2 Jahre) zur Hand gegangen. Das hat mich wieder ein bisschen ins Gleichgewicht gebracht.

Ich werde mir Deinen Rat, mir wieder mehr Zeit zu geben, zu Herzen nehmen!

Lg
Kate
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
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