Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

1

03.05.2009, 18:02

Vater vor fast 2 Jahren gestorben

Hallo! Ich bin neu hier.

Mein Vater ist vor fast 2 Jahren gestorben, und ich vermisse ihn noch immer ganz schrecklich. Ich war auf seiner Beerdigung und die war sehr sehr traurig. Wie ihr ja wisst, wie eine Beerdigung sein kann. Ich kann nicht so oft auf den Friedhof gehen. Niemals hätte ich gedacht das ich meinen Vater so früh verlier.
Und mir gehen genau die gleichen Dinge im Kopf herum:
Kann er sehen wenn ich glücklich bin? Kann er auch sehen wenn ich traurig bin? Ist er dann in meiner Nähe und passt auf mich auf? Weiss er dass ich ihn unsagbar vermisse?


Ich habe alles und doch nichts!
Ich bin glücklich, und doch bin ich es nicht!
Ich sehe in den Spiegel und erkenne mich nicht!
Ich habe Angst vor dieser Zukunft!
Mein größter Wunsch auf Erden wäre, dich noch einmal zu sehen, dir noch einmal sagen können wie sehr du mir fehlst und wie sehr ich dich liebe!
Doch diesen Wunsch kann mir niemand erfüllen! Kein Mensch auf der ganzen Welt! Und so gehe ich voller Ungewissheit in meine Zukunft! Wenn ich Kinder bekomme zu wem können sie dann Opa sagen? Doch wirst du sie sehen?
Werde ich mit dieser Ungewissheit jemals glücklich werden???
Ich habe alles und doch nichts, denn mir fehlt ein Mensch in meinem Leben!
Mein Vater und den kann nichts und niemand ersetzen! Diese Lücke im Herzen, dieses fehlende Stückchen Glück wird bleiben .... .... ein Leben lang!

Wie oft soll ich mir noch ein Zeichen wünschen? Oder hoffen...

Ich denke mir: "Papa... wann ... meldest du dich...?"

Mahh.... ich wünsche mir so ... nochmal mit Papa reden zu können..
Das Leben geht so enorm rauf und runter... und alles ist so schwer..
.... immer mit der Begleitung und den Gedanken an Papa..
und immer mit den Gedanken.. bei den Menschen.. es könnte das Letzte mal sein..



Ach.. die Zeit vergeht.. und der Schmerz bleibt.. Klar.. hat man immer viel zu tun.. es bleibt nichts aus..
Und ich vermisse dich.. immer und immer mehr... so lange ist es her.., dass wir miteinander geredet haben... auch nachts sehe ich dich nicht mehr in meinen Träumen... Du fehlst mir so... und noch immer.. kann ich es nicht wirklich glauben.. Es fühlt sich an.. als wenn du auf einer Reise wärst...

Ich vermisse dich so..

Ich kann mich noch an alles genau erinnern.. wie wenn es gestern gewesen wäre....
Ich habe gehofft.. irgendwie.... nach deinen Tod.. wenn hier auf der Erde einiges an Zeit vergeht.. irgendwas von dir zu "hören" ... irgendwas.. ich weiß auch nicht...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Melinda« (03.05.2009, 18:37)

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traurigetina

Treues Mitglied

Beiträge: 544

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Geburtstag: 12.10.1980 (33)

Wohnort: Weede

Beruf: Altenpflegehelferin

2

03.05.2009, 19:31

Hallo Melinda,

herzlich willkommen und mein Beileid zum Tod deines Vaters!!

Alle hier wünschen sich ein Zeichen und ab und an haben wir auc schon ein kleines Zeichen erhalten, ein Zeichen, was wir vielleicht jetzt noch nicht war genommen haben!!

Doch irgendwann, werden wir die Zeichen unserer Verstorbenen warnhemen und auch verstehen!!

Sei hier bei uns gut aufgehoben!!


Ich wünsche dir viel Kraft!!


Liebe grüße

traurigetina
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Maki

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Beiträge: 1 409

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Geburtstag: 18.01.1972 (42)

Wohnort: Linz

3

03.05.2009, 19:38

Liebe Melinda!!!



Sei Lieb gegrüßt hier im forum , Mein Beileid!!



Melinda magst uns erzählen was passiert ist?

Wie alt bist du Melinda ?

Schreib wenn du kannst

und

Verzeih wenn ich zu viel frage?





In Liebe Maki mit Abi im Herzen!!!!
mit Abi im Herzen !
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kate

Moderator

Beiträge: 719

Danksagungen: 13 / 0

Geburtstag: 23.07.1979 (34)

Wohnort: Innsbruck

Beruf: Hotelfachfrau

4

03.05.2009, 19:45

Liebe Melinda!

Herzlich willkommen hier bei uns und mein tiefstes Mitgefühl
zum Tod Deines Vaters.

Möchtest Du uns erzählen wie es passiert ist und
hattest Du noch die Möglichkeit eines Abschiedes?

In Deinen Zeilen steckt so viel Gefühl, ich glaube ganz Fest
dass Dein Papa Dich hier "unten" sehen und fühlen kann,
wie es Dir geht...ich glaube unsere Lieben sind uns manchmal
näher, als wir uns das vorstellen können...

Melinda, für Dich hier angenommen - wir können Dir
nichts abnehmen, aber Dich ein Stück begleiten wenn Du
das möchtest!

Alles Liebe,

Kate
Jan *03.08.2002 +13.03.2007
Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!
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Engelsmaus

Forenmitglied

Beiträge: 143

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Geburtstag: 28.07.1979 (34)

Wohnort: Volkach

Beruf: Reinigungskraft

5

03.05.2009, 20:07

Hallo Liebe Melinda!
Sei herzlich bei uns im Forum willkommen mein tiefstes Mitgefühl zum Tod Deines Vaters!
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sili

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 1 443

Danksagungen: 862 / 3

Geburtstag: 11.06.1965 (48)

Wohnort: österreich

6

03.05.2009, 21:26

liebe melinda

ein herzliches wilkommen,und mein beileid,,liebe grüße silvia
Arme kleine Seele leid und Schmerz warn diese Welt.

Kommt ein Engel nun vom Himmel,sanft im Arm,er dich jetzt hält.
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KarlaG

Forenbegleiter

Beiträge: 1 874

Danksagungen: 3827 / 256

7

04.05.2009, 00:27

Liebe Melinda!
Ich möchte dir auch mein Beileid zum Tod deines Vatis aussprechen.Ich verstehe sehr gut wie du dich fühlst.Mein Vati ist seit reichl. einem Jahr nicht mehr bei uns.
Ich möchte mich den Fragen meiner Vorschreiberinnen anschließen.
War dein Vati krank,vielleicht noch jung?
Du schreibst von zukünftigen Kindern,demnach bist du noch jung?
Mit wem tauschst du dich aus? Verzeih die vielen Fragen.Beantworte nur was du magst.
Eine kleine Umarmung
von Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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DarkAngel

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 604

Danksagungen: 818 / 182

8

04.05.2009, 11:27

Liebe Melinda,

herzlich willkommen und mein herzliches Beileid. Ich lese jeden Tag hier im Forum. Meine Mum ist am 17.03.2008 gestorben. Also vor etwas über einem Jahr .Meine Mum wurde nur 54 Jahre alt. Die Erinnerungen werden wach was damals passiert war und der Schmerz ist noch so als ob es gestern war. Komisch, aber immer wen es mir schlecht geht komme ich immer wieder gerne in dieses Forum. Hier sind so viele liebe Menschen die mich immer wiedr aufbauen. Manchmal können Fremde einfach die besseren zuhörer sein. Deinen Schmerz kann ich so gut verstehen.

ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Licht und Wärme, vorallem in den Momenten in denen Du Deinen Papa sehr vermisst, aber er lebt weiter in der Erinnerung, in Deiner Erinnerung und vor allem in Deinem Herzen. Und ich bin mir ganz sicher, dass Dein Vater bei Dir ist und alles sieht was du machst und wie es dir geht.

Kannst gerne jederzeit schreiben, hoffe ich konnte Dir etwas "geben".

eine vorsichtige Umarmung

Manu
Das Sichtbare ist vergangen - es
bleibt nur die Liebe und die Erinnerung!!!
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

9

04.05.2009, 22:54

danke, für eure antworten. bin bei einer freundin, sag euch morgen alles.

lg melinda
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

10

05.05.2009, 11:27

Danke für eure Beiträge. Ja, Kate du hast Recht, die Liebe geht über den Tod hinaus.
Ich bin 23. Das mit meinen Papa war so. Seine Schwester war am Donnerstag den 19.7.2007 bei ihm zu Hause, er hatte Besuch und war auch etwas betrunken. (hatte viel Alkohol getrunken). Später ist sie dann nach Hause gefahren. Am nächsten Tag, war er arbeiten, da war ihm aber so schlecht und hat gebrochen. Der Mann, wo er arbeiten war, hat die Rettung angerufen. Dann kam er ins Krankenhaus. Niemand wusste was davon. Am Abend haben sie dann meiner Tante (seiner Schwester) bescheid gesagt. Die hat dann ins Krankenhaus angerufen und die haben gesagt, er schläft. Sie hat gesagt, dann lässt ihm schlafen. Am nächsten Tag (Samstag) ist dann von meiner Tante der Mann ins Krankenhaus gefahren, sie konnte nur noch meinen Papa grüßen. Dann mussten sie ihn Notoperiern. Von da an war er dann nur noch im Tiefschlaf. Gewusst hab ich von den ganzen nichts, weil uns niemand was gesagt hat. Er wurde 3 mal operiert. Am 27.7. war mein Geburtstag, da hat mich meine Schwester angerufen, und gesagt, der Papa liegt im sterben. Wir fuhren, dann zu ihm ins Krankenhaus und haben noch mit ihm geredet, aber er war nicht mehr ansprechbar. Am nächsten Tag starb er an einer Gehirnblutung. Verabschiedung gab es keine, weil meine Schwester und ich davon ja nicht gewusst haben. Und mit der Familie kann ich nicht darüber reden. Mit meinen Freundinnen rede ich schon darüber. Mein Papa war 50 Jahre. So, ich hoffe, ich hab alles beantwortet. Wenn ihr Fragen habt, bin ich froh, dass ich mich hier mit euch austauschen kann.

Lg Melinda
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Juttap

Moderator

Beiträge: 1 785

Danksagungen: 3579 / 384

Geburtstag: 02.07.1956 (57)

Wohnort: Wien

Beruf: Sekretärin

11

05.05.2009, 13:59

Liebe Melinda,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum, es tut mir sehr leid, daß du deinen Papa verlieren mußtest.

Melinda, ich finde, du hast dich schon von deinem Papa verabschiedet. Du warst ja bei ihm im Spital - auch wenn du zu diesem Zeitpunkt nicht gewußt hast, daß du ihn leider nicht mehr wiedersehen wirst.
Und ich bin mir sicher, daß er gespürt hat, daß du bei ihm warst, auch wenn er nicht "ansprechbar" war.
Vielleicht hilft es dir, wenn du diesen Besuch als "Verabschiedung" siehst.

Der "Brief aus dem Himmel" den Dark Angel in "Gedichte, Sprüche und Geschichten" (Seite 4) eingestellt hat, beantwortet vielleicht viele der Fragen, die du in deinem ersten Beitrag gestellt hast. Für mich ist er so tröstlich (Manu - danke dafür!!!)

Wenn ich deinen letzten Beitrag lese kann ich mir gut vorstellen, daß für dich viele Fragen rund um den Tod deines Papas "offenbleiben" warum hab ich es nicht früher erfahren....?
Darf ich dich fragen, warum du mit deiner Familie nicht darüber sprechen kannst? Ich weiß, daß es oft sehr schwer ist, solche Gespräche zu beginnen, aber oft wird dann einiges "klarer" und damit leichter.
Doch wenn das wirklich nicht geht - du darfst dir sicher sein, daß hier im Forum immer jemand da ist, der ein offenes Ohr für dich hat. Auch wenn wir dir diese Fragen nicht beantworten können, vielleicht können wir dir helfen, sie leichter zu ertragen.

Alles Liebe
Jutta
Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
die uns Gott geliehen hat.
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

12

06.05.2009, 11:39

Hallo Jutta!

Ja, ich weiß, dass ich mich bei Papa im Krankenhaus verabschiedet hab. Und ich bin mir auch ganz sicher, dass er mich gehört hat, aber ich hätte auch gerne so noch mit ihm geredet, von Angesicht zu Angesicht. Werd das Gedicht, Der "Brief aus dem Himmel" mal lesen. Ich kann mit meiner Familie, deshalb nicht darüber spreche, weil wir so wenig Kontakt haben und die sich fast nie melden. Und meine Mama und meine Schwester wolln nicht so darüber reden. Meine Mutter hatte es nicht leicht mit ihm, und ist auch jetzt noch denk ich sehr wütend. Vielen Dank, für dein Angebot. Ich schreibe gerne hier rein.
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

13

06.05.2009, 11:43

Ps: Hab mir das Gedicht durchgelsen, dass ist sehr schön und rührend. Werde auch die anderen lesen.

Lg Melinda
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

14

08.05.2009, 23:52

Darf ich nicht über meine Trauer reden?

Hallo!

Einige haben schon gelesen, dass ich über meinen Vater geschrieben habe. Ich "streite" auch mit meiner besten Freundin. Ihre Mutter hat mir eine E-Mail geschrieben, in der stand, Sandra (meine Freundin) kann es nicht verstehen, dass ich nach so langer Zeit noch immer trauer. Und ihr Tipp ist, ich sollte loslassen und leben. Darf man die Trauer nicht zeigen? Die Eltern von meiner Freundin haben auch ihre Eltern verloren und müssten eigendlich wissen, was ist gerade durchmache. Was sagt ihr zu den ganzen?

Lg Melinda
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chrisu

Sehr treues Mitglied

Beiträge: 862

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Geburtstag: 18.08.1963 (50)

Wohnort: wien

15

09.05.2009, 00:59

Liebe melinda!

Mir tut es von Hezen leid,mit Deinem Papa,meiner starb vor 27 Jahren.

Du hast das RECHT zu trauern,wann wo .wielange,wie,und wie oft du willst. Weil es war ja schliesslich Dein PAPA,nicht der Papa Deiner Freundin,nicht der Papa deren Mutter,DEIN PAPA.

Leider muss man im Leben lernen,das Menschen wenn es sie nicht gerade unmittelbar betrifft,einen gewissen Schutzpanzer mit sich tragen.

Habe es lange genug abgecheckt.Hauptsache nicht mein Vater,Mama,Bruder,Schwester und so wie in meinem Fall,Hauptsache nicht mein Kind.

Natürlich ist der Mensch ein Egoist,sonst könnte er nicht überleben,Ego bedeutet ja schon ICH,nein ich meine im Ernst,das was uns hier allen im Forum passiert ist,die aussenstehenden wissen es,das ALLES Ihnen auch passieren kann.

Diese Angst schiebt jeder vor sich her,bis der Moment gekommen ist.Es gibt keine Familie wo ein Trauerfall nicht alle erschüttert.

Nur der eine Trauerfall ist weit weg,der andere zerreisst einem persönlich die Seele.Ich kam hunderte Male mit unsensiblen Menschen in Berührung,sie können nichts dafür,weil sie in das Tal des Schmerzes noch NIE eingetaucht waren.

Vielleicht hätten wir früher auch so reagiert? Ich kann aus Überzeugung und ohne Lüge sagen,Ich war immer selbst betroffen,wenn jemand gesgt hat der,oder jener seiner Lieben ist gestorben.Ich habe es nie weggewischt,ich brauche nicht stolz sein auf das,aber Mitgefühl hat man oder man hat es nicht.

Will Dir damit nur sagen,wenn Du heute für Deinen PAPA einen Regentanz machen würdest,dann tu es.Es ist Dein einziger Papa,niemand gibt ihn Dir wieder,lass Dich von anderen Leuten nicht konfus machen.Wenn ich Dir diese verrückten Zeilen schreibe,denk ich auf meinen Papa,27 Jahre kann es kaum glauben,alles Gute Chrisu
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KarlaG

Forenbegleiter

Beiträge: 1 874

Danksagungen: 3827 / 256

16

09.05.2009, 01:21

Liebe Melinda!
Du hast völlig recht,wenn die Eltern deiner Freundin das Gleiche erlebt haben,müssten sie dich eigentlich verstehen.
Jeder von euch hat einen bzw beide Elternteile verlohren.Vielleicht verdrängen die Eltern deiner Freundin ihre Trauer?
Es gibt keine " Vorschrift" wie lange man trauern "muss" oder darf.Jeder trauert auf seine Weise,völlig egal wie lange.Das kann Jahre dauern,in unterschiedlicher Intensität.Es war dein Vati!! Du hast mit ihm so viel erlebt.Da kann man keinen Schalter umlegen!
Trauere wie du es für wichtig und richtig hälst,lass dich nicht beirren!
Viel Kraft und liebe Grüße
von Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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Manuela

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Geburtstag: 20.06.1961 (52)

Wohnort: Hessen

Beruf: Storemanagerin

17

09.05.2009, 08:57

Liebe Melinda...

etwas verspätet möchte ich Dich noch bei uns Willkommen heissen, es ist gut, dass Du zu uns gefunden hast....denn hier versteht Dich jeder. Natürlich können wir Dir den Schmerz nicht nehmen, aber wir reichen Dir unsere Hände, und wir begleiten Dich, hören Dir zu und sind für Dich da.

Liebe Melinda, es ist "erst" 2 Jahre her, dass Du Deinen geliebten Papa verloren hast. Ich finde es ganz schlimm, wenn Menschen Trauer "an Zeit" messen....Leider gibt es solche Menschen, die meinen, sie können uns vorschreiben, wie lange wir trauern dürfen, indem sie sagen, " Nun ist aber so und soviel Zeit vergangen, jetzt muss es aber endlich mal gut werden"
Das geht nicht. Wir tragen Gefühle in uns, wir haben einen geliebten Menschen verloren, den wir vermissen in zig tausend kleinen und grossen Momenten in unserem Leben. Diese Lücke wird sich nicht schliessen, egal wieviel Zeit vergangen ist. Wir können nicht mehr erzählen was wir erlebt haben, wie unser Tag war, die vielen kleinen und grossen schönen Dinge, die passiert sind und die Sorgen die wir haben, es werden keine Tränen mehr getrocknet von diesem Menschen, der immer an unserer Seite war..., die vielen Dinge, die man gemeinsam erlebt hat, wenn man zusammen gelacht und geweint hat.... All das ist nicht mehr.

Wenn der Tod eines geliebten Menschen in unser Leben einbricht, dann ist nichts mehr wie es einmal war. Wir vermissen diesen Menschen, wir sind traurig, wir weinen, und immer wieder ist da dieses Vermissen... Das alles fällt unter das Wort "Trauern"....

Liebe Melinda, lass Dir nicht sagen, wie lange Du das alles darfst....Du hast Deinen Papa verloren, Du darfst traurig sein, Du darfst darüber reden, Du darfst weinen und Du darfst trauern!!!!!!

Bei mir ist es auch bald 2 Jahre her, dass ich meine Mami von der einen auf die andere Sekunde völlig überraschend verloren habe.Glaube mir...ich trauere auch immer noch, ich weine auch noch oft, ich habe eine ganz tiefe Sehnsucht nach ihr, sie fehlt mir in so vielen Momenten in meinem Leben....Sie war meine Mami, ich darf trauern, und ich darf sie vermissen....
Auch ich habe mir solche "Sprüche" anhören dürfen, ich habe mich von diesen Menschen distanziert....solche Menschen mag ich nicht mehr in meinem Leben haben. Sie fügen mir dadurch zusätzliche Schmerzen zu, und ich mag nicht noch mehr Schmerzen haben als ich eh schon habe...

Es ist schön, dass Du bei uns bist. Wir sind für Dich da, wir verstehen Dich!

Deine Manuela
Memento
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
doch mit dem Tod der anderen muss man leben.
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

18

10.05.2009, 21:34

Vielen Dank, für eure Antworten.

@Chrisu

Ja, aber ich denke mir, auch wenn Leute dass noch nicht durchmachen müssten, wissen sie wie schlimm so etwas ist und da erwartet man schon Trost und nicht, dass man dann weggeschickt wird. Oh, schon 27 Jahre bei deinen Papa, eine sehr lange Zeit, unvorstellbar.

@Karla

Ja, ich denke die Eltern, meiner Freundin verträngen die Trauer, meine Freundin hat mal gesagt, die Trauer in der Familie nicht. Vielen Dank für deine Aufmunderten Worte, lass mir eh von niemanden vorschreiben, wie lang ich trauern darf.

@Manuela

Danke, ich sehe das ich hier super mit euch reden kann. Ich weiß, durch den Schmerz müssen wir selbst durch, aber das hier zu schreiben, ist schon sehr hilfreich. Ja, leider hab ich solche Leute auch kennen gelernt, die Trauer an "Zeit messen". Ja, du hast Recht, was du schreibst. Wie oft wünscht ich mir, ich könnte zu Papa fahren und mit ihm reden. Ich glaub, dir das du um deine Mutter weinst, ich kenn das ja und ich weiß, dass ich weinen und trauern darf, nur oft hab ich das Gefühl, den Leuten wird das zuviel. Ja, ich denke auch, es wäre besser wenn ich die Freundschaft mit meiner Freundin aufgebe. Als es bei meinen Papa 3 Monate her war, hat sie schon gesagt, ich soll mich zusammenreißen. So was sagt ja eine Freundin nicht.



Lg Melinda
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Light

Neues Mitglied

19

11.05.2009, 01:40

Hallo Melinda,

schön dass du auch da bist.

Ich verstehe die Eltern deiner Freundin gar nicht.
Wieso mischen sie sich denn eigentlich ein? Hattet ihr, du und die Eltern, so ein gutes Verhältnis miteinander, dass sie sich nun in die Sache zwischen dir und ihrer Tochter einmischen?
Und das per Mail auch noch, finde ich nicht so okay...

Ich finde auch, jeder hat das Recht zu trauern, und wenn es 10 Jahre lang ist...da braucht sich keiner einmischen, oder "gute" Tips geben, wann man loszulassen hat....

hm, jeder geht anders mit dem Thema Tod um.
Als meine Mutter im Spital lag, lag sie am Ende für kurze Zeit in einem 2 Bett Zimmer, mit einer alten Dame, der es die ersten Tage um ein vielfaches besser ging als meiner Mutter.
Ich weinte oft im Spital, nicht vor meiner Mutter aber draussen, und einmal sprach mich die Tochter der alten Frau an.

Und erzählte mir auch, ich solle meine Mutter loslassen, und sie wäre froh wenn ihre Mutter bald erlöst werden würde... (!)
Tja, ich schätze der Wunsch ging ihr in Erfüllung, der Zustand der alten Frau verschlechterte sich rapide von Tag zu Tag, und irgendwann haben sie die Frau aus dem Zimmer meiner Mutter in ein anderes Zimmer verlegt.

Wie man aber so über seine Mutter oder auch Vater sprechen kann, obwohl es gleichzeitig noch gar nicht so schlecht aussah, versteh ich nicht.
Vielleicht muss ich sowas aber auch nicht verstehen...


Lass dich durch solche Ratschläge, wie die der Eltern deiner Freundein nicht verunsichern!


LG
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Melinda

Treues Mitglied

Beiträge: 392

Geburtstag: 27.07.1985 (28)

20

11.05.2009, 02:04

Hallo Light!

Schön, dass du dich freust, dass ich hier bin. Naja, meine Freundin hat ja oft die Phase, wo sie sich einfach nicht meldet und ich hab ihrer Mutter mal eine sms geschrieben. Sie hat dann geschrieben, machts das mal unter euch aus. Dann hat sie mir nach ca. 2 Wochen eine Mail geschickt, ob sich Sandra schon bei mir gemeldet hat, (wundert mich warum sie mir das schreibt, denn ich denke die wird ja wohl mit ihrer Tochter reden). Ich hab geschrieben, dass sie sich nicht gemeldet hat und meine Meinung. Daraufhin hat sie die Mail geschickt, die ich dir geschickt hab. Ja, ich weiß, auch nicht was die Leute mit den loslassen haben. Was bedeutet das eigendlich, wirklich fragt man sich?!

Lg Melinda
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