Aspetos Trauerforum - Reden Sie mit!

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Samy

Forenmitglied

Beiträge: 79

Geburtstag: 16.10.1963 (51)

Wohnort: Lörrach

Beruf: Verkäuferin

1

23.12.2009, 23:20

Habe Schuldgefühle

ich habe durch Zufall dieses Forum hier gefunden und möchte euch meine Geschichte erzählen.


Als ich 19jahre alt war,lernte ich meinen Exmann kennen.

Damals schon hatte er es mir auf eine besondere Art angetan,so das er in meinen Gedanken blieb.

Wir verloren uns damals aus den Augen und oft dachte ich an ihn.

Fast 4Jahre später wohnte er nur 2Strassen von mir weg.

Wir kamen zusammen und heiratenten 1988.Er war meine richtig grosse Liebe.

Ein Jahr später bekam ich unseren Sohn,ein Wunschkind.

So gross auch meine Liebe zu ihm war,ich reichte nach 10Jahren Ehe die Scheidung ein.

Er hatte mich sehr oft Seelisch Verletzt und ich konnte einfach nicht mehr damit leben.

Mein Exmann kämpfte 2jahre um mich,aber ich konnte nicht mehr zurück zu ihm,als Ehefrau.

Ich blieb mit ihm befreundet,schon wegen unserem Sohn.

Mein Exmann ging keine neue Beziehung mehr ein,ich hatte 2Beziehungen,die aber scheiterten.

Da mir immer was gefehlt hat,ich habe auch sehr oft,mit meinem Exmann verglichen.

Vor 7jahren wurde ich schwer krank und mein Exmann hatte mir damals geholfen,die Wohnung zu renovieren.

Wir sind seit 12jahren getrennt und seit 10Jahren geschieden.

Und in den ganzen jahren kamen wir eigentlich gut aus und haben viel Telefoniert und uns aber selten gesehen.

Im März 08 verstarb mein Papa nach schwerer Erkrankung und im Juni 08 bekam mein Exmann die Diagnose Lungenkrebs.


Leider schon im Endstadium,man konnte nur noch Leben verlängern,aber nicht mehr heilen.

Für mich ein Schock,und für meinen Sohn erst recht.

Ich rief oft an um meinen Exmann zu fragen,wies ihm geht.

Dann zog er um und hatte lange kein Telefon mehr.

In dieser Zeit hatte ich mir viele Gedanken um den Tod gemacht und wie ich mich damit fühle,meinen Exmann aus meinem
Leben zu verlieren.

Im Februar 09 konnte ich wieder anrufen,und erfuhr das es ihm schlecht geht und es nicht gut aussieht.


Ich wollte ihn nocheinmal sehen,mit ihm reden,Kaffe trinken,einfach nocheinmal bei ihm sein.

Es ging ihm schlecht von der Seele her,er fühlte sich einsam und alleine.

Mein Sohn lebte zu der Zeit bei ihm und seine Mama und seine Schwester waren oft bei ihm.


Gut ich kam auf die Idee,ich möchte für ihn da sein,möchte ihm meine Zeit schenken,ihn ablenken und positiv beeinflussen.

Nach einigem Zögern nahm er mein Angebot an,sagte mir aber dort,das es vieleicht für mich schlimm wird,wenns schlechter wird.


Es könnte sein das er mir die schuld an seiner Erkrankung gibt,da ich mich ja getrennt habe.

Am Anfang ging ich einmal die Woche zu ihm und ging Abends wieder heim,da ich ja Berufstätig bin.

Im Juni ist er zusammen gebrochen und es ging ihm noch schlechter.Von da an,bleib ich jede Freie Minute bei ihm und habe auch
dort übernachtet.

Wir haben viel zusammen gemacht.Spazieren gegangen,einkaufen gegangen,Filme geschaut,Spiele gespielt,zusammen gekocht.

Wie ein altes Ehepaar,nur das wir keine Beziehung hatten.Das sagte er mir immer,ich solle es Oberflächlich nehmen,weil er
ja sterben muss.Ich durfte auch bei ihm keine Gefühle zeigen,das wollte er nicht.

Ich wollte stark sein,auch wenn er sehr verletzent werden konnte.Vorallem nach der Chemo wurde er oft ungerecht und behandelte mich schlecht.

Ich ging immer wieder zu ihm,auch wenns vorkam das er mich raus geworfen hat.Er entschuldigte sich immer wieder bei mir und ich machte mir Vorwürfe.

Die letzen 2Monate hatte er immer mehr ein Problem damit,wenn ich wieder heim musste.Ich habe einen kater und seit einger Zeit lebte auch
mein Sohn wieder bei mir.


Ja dann kam der Verhängnissvolle Tag,der 6November.Mein Exmann hatte wieder Chemo und es ging ihm etwas besser,als bei der Chemo zu vor.

Aufeinmal fing er wieder an,mich zu Provozieren mit allem möglichen Mist.

Ich bat ihn aufzuhören damit,aber dann hat er mich ignoriert.Da meinte ich,es ist denke ich besser nach hause zu gehen,bis sich alles wieder

gelegt hat.Da ist er voll ausgerastet und hat mich rausgeworfen,und ich solle ihn nie mehr anrufen.

Ich war so geschockt,ich habe gar nicht mehr gefühlt und verstanden.Wollte nur noch weg und nicht mehr spüren.


Er rief mich einen Tag später an und entschuldigte sich,meinte aber,er käme nicht mehr klar,wenn ich immer wieder gehen müsste.

es wäre ihm recht gewesen,wenn ich meine katze weg gegeben hätte und bei ihm geblieben wäre,bis zu seinem Tod.

Das konnte ich aber nicht und wollte ich auch nicht.Ich hänge an meinem Kater.Und so meinte er,wir lassen es mit den Besuchen,ich kann ja anrufen.

Und wenn ich will,kann ich ja im Januar wieder vorbei kommen.

Gut ich rief ihn als an,aber er wurde immer kälter zu mir,so auf Abstand.Wenn er Chemo hatte,benahm er sich wie ein Kind und ich konnte nicht richtig mit ihm
reden.

Da habe ich es nicht mehr ausgehalten udn habe ihm meine ganzen Gefühle geschrieben,das ich ihn lieb habe und deshalb bei ihm war.

Nichts böses habe ich geschrieben,nur einen Liebesbrief eigentlich.

Aber da hat er nicht darauf reagiert.Gut ich angerufen,um zu fragen wies geht.Waren kurze Gespräche,wollte ihn aj nicht nerven.

Habe auch nicht nach der Mail gefragt,ob er sie gelesen hat.

Und am Montag den 23 November 09 habe ich einfach nicht mehr gekonnt und habe ihm eine Abschiedsmail geschickt.

Habe Danke für alles gesagt und das ich einfach nicht mehr kann.

Und am 26 November ist er morgens um 10Uhr einfach umgefallen und war tod.So wie er sich das eigentlich gewünscht hat.

Ich hätte dort mein Freien Tag gehabt und wäre bei ihm gewesen.

Seine Familie hat es mich spüren lassen,das ich nicht mehr kommen wollte.Auf die Beerdigung in der Kirche durfte ich noch kommen,aber
die Beisetzung fand im stillen ohne meinen Sohn statt.

Auch die Freunde von meinem Exmann haben mich links liegen lassen.Dabei waren sie nie da,wenns ihm schlecht ging.

Mein Exmann musste immer zu denen,wenns ihm dann gut ging und sie gingen dann schoppen und essen.

Meine Exschwägerin hatte schon mal Dinge aus der Wohnung geholt,dabei ist mein Sohn allein Erbe.

beim Wohnungsausräumen,wurden mein Sohn und ich auch links liegen gelassen,keiner hat mit uns geredet.

Und geholfen hat man meinen Sohn und mir auch nciht mehr,beim Transportieren von eingen Dingen,die ich bekommen sollte.

Der Schmerz über den Verlust meines Exmannes sitzt tief in mir,aber ich kann nciht mehr weinen.

Ich fühle mich von seiner Familie um die Trauer betrogen,fühle mich schlecht,weil ich ihn im Stich liess

udn mache mir Vorwürfe.

Morgen ist Weihnachten und es bedeutet mir nicht mehr.

Ich trage die T Shirts meines Exmannes und habe sein Bild an meiner Wand hängen.Ich schlafe auf seinem Kopfkissen.

Ich träume jede Nacht von ihm und weiss es am anderen Tag nicht mehr.

Ich denke jede Minute an ihn.

Dieses Nie mehr ,macht mir Angst.

Ich weiss das er meine Mails gelesen hat,sagte nur zu seiner Mutter,ich komme nicht mehr,und das er wohl keine gefühle zeigen konnte.

mehr sagte man mir nicht mehr.Naja seine Familie mochte mich nach der Scheidung eh nicht mehr und sie waren auch ncith begeistert,
das ich für ihn da sein wollte.

Später sagte seine Mama mal,ich würde ihm gut tun.


ja das wollte ich ja,ihm gutes tun und dann habe ich ihn doch alleine gelassen.


Lg Samy
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KarlaG

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2

24.12.2009, 02:53

Liebe Samy!
Willkommen hier bei uns!
Du hast sehr viel für deinen Ex-Mann getan.Du hast ihn geliebt,trotz allen Ausbrüchen während seiner Krankheit.Er hat das in dieser Zeit sicher nicht mit Absicht getan.Wie du schon schreibst,er konnte seine Gefühle nicht zeigen.
Du musst dir wirklich keine Vorwürfe machen!Du warst,so wie es aussieht,als Einzige bis zum Schluss für ihn da.Seine Freunde blieben weg.Schade,das seine Mutter das so nicht sieht.Aber ich denke,sie trauert sehr und hat ein "Ventil" gefunden.
Du hast alles richtig gemacht,er wollte,das du nicht mehr anrufst,schreibst oder zu ihm kommst.Viele schwer kranke spüren wenn "die Zeit gekommen ist".Vielleicht war es ja so,und er wollte allein sein.
Ich wünsche dir und deinem Sohn einen erträglichen weihnachtsabend
Liebe Grüße
Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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Samy

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3

24.12.2009, 11:01

Liebe Karla


Danke dir für deine Worte.

Ich dachte auch schon das seine Mutter mich als Ventil nimmt.Der Schmerz ist für sie sehr gross.

Die letzte Woche als ich bei meinem Exmann war,da sagte er zu mir,er würde am liebsten alleine sein und zu alllen den Kontakt abbrechen.

Denn wenn seine Mama bei ihm war,war es für ihn die Hölle,sagte er.Weil sie immer meinte,er müsse Kämpfen und essen.Aber er wollte da nicht mehr.

Das sagte er auch oft,das ich die einzige bin,die sich ihm gegenüber normal verhält und er hat mit mir auch oft über das Sterben oder Selbstmord geredet.Das konnte er
sonst mit niemand.

Sein Bruder hat ihn nie angerufen,das tat mir auch weh.

Und als am Freitag das ganze Eskalierte,da war seine Schwester nicht unschuldig.Er Bekam von einem Versicherungs Mensch besuch,da kam seine Schwester und sagte,ich bin seine
Schwester.Der Mann fand es toll das sie für ihren Bruder da war.

Sie betonte es auch noch,ja er ist ja mein Bruder.Aber verschwieg das sie Geld dafür bekam.Denn einmal in der Woche kam sie zum Putzen und bekam 50Euro für 3Stunden.
Da war mein Exmann sehr aufgebracht und meinte zu mir,sie kann sich ihren Bruder sonst wo hin schmieren.

Das alles sieht seine Mama nicht,nein bei ihr bin ich und mein Sohn die Bösen.

Mein Sohn konnte mirt seiner Erkrankung und den ganzen Nebenwirkungen nicht umgehen.Was ich selber sehr schade fand,aber da hate ich keinen Einfluss drauf.

Nach dem Streit bekam ich ja noch eine Mail,in der er sich entschuldigt hat.Er schrieb mir,das er mir sehr dankbar ist das ich für ihn da war und mich um ihn gekümmert habe.

Er wünschte mir alles Gute und alles Liebe.

Das lass sich für mich auch wie ein Abschied.Auch sagte er mir,das es nicht mehr lange geht.Er spürt das.

Es bedeutet mir sehr viel,das wir eigentlich die einzigen sind,die sich voneinander verabschiedet haben.

Du hast Recht,er wollte es so.Auch wenn er sagte,ich solle im Januar wieder kommen.Aber der Arzt sagte ihm ja,das es bei 4% liegt ins nächste Jahr zukommen.

Denke das er das mit dem Januar nur sagte,um mir nicht ganz vor den Kopf zu hauen.

Seine Freunde,ja das tut mir sehr weh,das sie so wenig da waren.Er musste immer hin,wenns ihm mal gut ging.Von dem einen die Frau,die wollte nicht so gerne,das ihr Mann
oft zu ihm geht,sie konnte nicht damit umgehen.Sie wollte nur Essen und schoppen gehen mit ihm,wenns ihm gut ging,alles andere wollte sie nicht wissen.

Es traf mich damals sehr,als er mir sagte,er verbringe Weihnachten bei denen.Ich könne ja später kommen wenn ich wolle.

Mein Exmann sagte oft zu mir,die kommen nicht,weil ich da bin und sie dann kein schlechtes Gewissen haben müssen.

Ich habe ihn sehr geliebt,tue ich immer noch,und werde es auch immer tun.Aber ich tat mich schwer damit,meine Katze weg zu geben um nur für ihn da zu sein.

Habe meinen Kater schon 9Jahre.

Ich habe heute Nacht schon weider von ihm geträumt,aber weiss es nie,was es ist.

Als ich das letzte Mal in seiner Wohnung war,und so am Fenster stand,dachte ich ,ich spüre ihn.da war so ein warmes schönes Gefühl..

Für ihn bin ich froh,das er nicht mehr leiden muss,denn er hat gelitten un d das tat mir immer sehr weh.Auch wenn ich es ihm nicht gezeigt habe.

Habe einmal jetzt seine Nummer gewählt,aber da ist kein Anschluss mehr.

Ich habe seine Bilder und schaue sie mir oft an.Nur die Filme schaue ich nicht mehr an.Denn ich dahcte nicht daran,und aufeinmal hörte ich seine Stimme.

Es war als ob mir jemand voll ins Herz haut,das tat weh.

Er hatte mir noch Landschaftsfotos geschenkt,daraus habe ich Engelbilder gemacht um meine Trauer und meine Liebe in diese Bilder zu legen.So habe ich nochmal was gemacht,
das wir zusammen gemacht haben.

Ich wünsche auch allen ein schönes Weihnachtsfest


Lg Samy
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Juttap

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4

25.12.2009, 16:14

Liebe Samy,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Wie Karla schon schrieb - du mußt dir wirklich keine Vorwürfe machen! Du hast deinem Exmann geholfen, so gut du konntest - obwohl es oft sehr schwierig für dich war. Manchmal stößt man dann aber an seine eigenen Grenzen, und ich glaub schon daß es gut ist, diese dann auch (selbst) zu "respektieren".
Außerdem klingt das, was du schreibst für mich wirklich so, als wenn er "gewußt" hätte, daß es nicht mehr lange dauert, und daß er "dabei" alleine sein wollte.

Dieses Gefühl das du hattest, als du zum letzten Mal in seiner Wohnung warst - vielleicht wollte er dir damit zu verstehen geben, daß es für ihn "gut und richtig" war, so wie es eben war.

Und die Filme - hebe sie gut auf. Denn es kommt sicher irgendwann einmal die Zeit, wo du auch sie wieder ansehen kannst und du dich freust, seine Stimme hören zu können. Daß das im Moment noch nicht geht, kann ich gut verstehen.

Wie geht es deinem Sohn? Spricht er mit dir über den Tod seines Vaters? Kannst du ihm helfen, das ein wenig leichter zu verkraften?

Ich wünsche dir viel Kraft.
Alles Liebe
Jutta
Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
die uns Gott geliehen hat.
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Samy

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5

25.12.2009, 23:04

Hallo Jutta


Danke für das nette Willkommen.


Ja das stimmt,ich habe getan was ich konnte.Und eines Tages kam ich wirklich an meine Grenzen.

Mein Exmann wollte ja nicht das ich zu Schaden komme,da er ja wusste das ich eine schwere Herzerkrankung hatte.

Und die durch seelischen Stress durchaus wieder ausbrechen kann und es dann nicht mehr so gut ausgeht,wie die letzten Jahre.

Denke es oft selber,das er wusste das er gehen muss und mich deshalb fortschickte.Beim Letzten Telefongespräch
am Montag wirkte er irgentwie richtig glücklich von der Stimme her.

Ich hebe mir alles von ihm auf,und eines Tages werden beim Anblick seiner Bilder keine Tränen mehr fliessen.

seit den Weihnachtstagen nehme ich Beruhigungstabletten,sonst halte ich die Tage nicht aus.Wenn ich wieder Arbeiten gehe,
dann kann ich auch wieder besser schlafen.

Mit meinem Sohn habe ich selber keine Probleme und rede mit ihm wenn er es möchte.

Es ist nicht so einfach es richtig zu schreiben,denn das verhältniss bei den beiden,war im Grunde kaputt.

Mein Exmann ist vom Carakter schon sehr schwer vor seiner Erkrankung.Wenn mein Exmann dachte,etwas ist so,dann war es auch so.

Und wenn man nicht seinen Erwartungen gefolgt ist,ja dann war es nicht einfach.


Vor zirka 3jahren hat mein Sohn schon mal den Kontakt zu ihm abgebrochen,da er ihn öfters mal ungerecht behandelt hat.

Und er mein Exmann hat immer anderen mehr geglaubt als seinem Sohn.

Mein Sohn wurde auch richtig schlimm von der Art,erst als er mit seinem papa kein Kontakt mehr hatte,war mein
Sohn wieder alte.

Auf mein Drängen hin,hat er den Kontakt wieder aufgenommen.Heute weiss ich das ich das nicht tun hätte sollen.

Mein Sohn wurde wieder schlimm und ich bekam nur noch Stress mit meinem Sohn.Irgentwann sagte er er geht bald,na es
gab ein Wort das andere und er ging dann.

3Wochen später kam mein Sohn wieder zu mir,aber wohnte noch bei seinem Papa.Aber ich konnte echt zusehen,wie sich mein
Sohn immer schlimmer entwickelte.

ich kannte meinen eigenen Sohn nicht mehr.Dann hatte ich nur noch stress mit meinem Sohn weil ich ja bei seinem papa war.

Mein Sohn fühlte sich von mir verraten und im Stich gelassen,auch von allen anderen.

Mein Exmann stand im Mittelpunkt,keiner fragte mehr nach meinem Sohn wies ihm geht damit.

Ich hatte mir aber in der Zeit alles genau angeschaut,wie mein Exmann zu meinem Sohn ist und zu seinen Nichten.

Ja das tat mir selber weh und ich fing immer mehr an meinen Sohn zu verstehen.

Mein Exmann wünschte sich immer eine Tochter und deshalb hat er vieleicht seinen kleinen Nichten so betüttelt.

Das tat er niemals mit seinem Sohn.Mein Exmann brüllte meinen Sohn auch nur noch an.Und wenn er von seinem Sohn redete,nannte er
seinen Sohn nur noch der Arsch.

Das tat mir so weh,das ich meinem Sohn erlaubt habe,im August wieder bei mir einzuziehen.

Sagte meinem Sohn ich kann ihn verstehen und respektiere seine Entscheidungen,ich werde ihn zu nichts mehr drängen.

Ich lasse ihn machen,was für ihn gut ist.Er hat seinen papa nicht mehr lebend gesehen oder gesprochen.

Ich weiss das er seinen Papa im grunde seines Herzens lieb hat,aber er ist noch wütend auf ihn.

Er sagte nur immer,er gab mir geld und teure Geschenke,aber er war nie für mich da.

bei der Beerdigung habe ich meinem Sohn ein Strauss rote Rosen gegeben,die er seinem papa auf den Sarg gelegt hat.

Als ich mal so geweint habe,sagte mein Sohn zu mir.Mama er war froh das du für ihn da warts,er hat auch nie mehr was schlechtes von dir
gesagt,und dann sagte er noch.Mama und weisst was,ich denke,wenn du nicht gewesen wärst,wäre er bestimmt schon eher gestorben,durch dich hatte
er noch eine schöne Zeit.

Da wusste ich das mein Sohn ihn noch lieb hat,aber es seine Art ist,damit klar zu kommen.Er ist auch nicht zuhause,er ist immer
bei seinem Freund.Denke er braucht den Abstand zu allem.

Er ist auch so was von wütend auf seine Oma und Tante,sie haben auch ihm nichts von der Beisetzung gesagt.

Mein Sohn will keinen Kontakt mehr zu ihnen,wenn alles über die Bühne ist,mit dem Erben und Bank,dann sagt er ihnen die Meinung.

Ich telefoniere oft mit ihm und wir sagen uns immer,wie leib wir uns haben.

Wenn er reden will,höre ich zu und bin einfach da für ihn und vorallem habe ich ihm gesagt,egal was ist und kommt,
ich stehe hinter ihm und seinen Entscheidungen.

Wir hatten auch offen über die letzten Monaten geredet,was das Verhalten von allen so bedeutet hat.mein Sohn sagte nur zu mir,mama
du glaubst gar nicht wie froh ich bin,das du mich verstehst.

Mein Sohn war einfach mit der Erkrankung überfordert.Zumal er vor 6jahren Angst um mich hatte,da man nicht wusste,ob ich die
Krankheit überlebe.

Dann sind 2Opas gestorben und dann sein Papa so krank,das war zuviel für ihn.Er ist grade mal 20Jahre alt.Und eh ein Mensch
der Angst hat verlassen zu werden.

Er hat zum Glück einen sehr lieben Freund der ganz für ihn da ist und ihm über den Verlust seines Papas zu helfen.

An Silvester kommen die beiden zu mir und wir feiern zu dritt Silvester.

Mein Sohn hat einiges mitgenommen von seinem Papa,aber er wollte es dann doch nicht behalten.Ich kann ihn verstehen,die
Erinnerungen tun ihm einfach zu weh,das braucht Jahre bis er drüber weg ist,wenn überhaupt.

Ich hätte das alles so gerne meinem Sohn erspart,aber man kann sich leider nichts was das Leben angeht aussuchen


LG Samy
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Juttap

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6

26.12.2009, 13:50

Liebe Samy,

gut, daß du mit deinem Sohn über alles reden kannst. Burschen in diesem Alter sind doch sehr oft ziemlich verschlossen, da dringt man oft nur sehr schwer durch.
Klar, daß er wütend ist, und das darf er ruhig auch sein (wenn es nicht gar zuuu lange dauert ;) ). Je mehr wir zu allen unseren Gefühlen stehen, umso leichter fällt es uns, alles zu verarbeiten.

Kannst du die Sachen die er jetzt doch nicht behalten wollte für ihn aufheben? Könnte gut sein, daß es ihm irgendwann mal leid tut, und er sie doch gerne haben möchte.

Schön, daß du mit deinem Sohn und seinem Freund Silvester verbringen kannst, und nicht alleine bist. Da wünsche ich euch einen schönen Abend.

Alles Liebe
Jutta
Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
die uns Gott geliehen hat.
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Samy

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7

26.12.2009, 14:20

Hallo Jutta


Danke


Nein leider kann ich die sachen nicht für ihn aufheben,er gibt sie alle weg und mir will er sie nicht geben.Ich denke nämlich auch,das es ihm eines Tages leid tut.

Wenn er nämlich Älter und ruhiger geworden ist.

Er wollte die Persönlichen Gegenstände auch nicht,wie den Ausweiss meines Exmannes.

Denke es ist sein Selbstschutz,vor den negativen Gefühlen.Er will dem aus dem Weg gehen,deshalb auch die Extreme Wut.

Neulich sagte er mir,er hätte sich seinen Papa immer so gewünscht,wie früher,wo sie mit dem Lastwagen unterwegs waren.Da war das Verhältniss noch gut.Ist aber schon 8jahre her.

Je älter mein Sohn wurde,desto schlimmer wurde es.

Für beide hätte ich es mir auch für die anderss gewünscht,aber ich konnte nichts daran ändern.Sind beide nämlich gleich stur:)

Ich habe mir gestern Abend nochmal meine beiden letzten Mails durchgelesen,auch seine letzte Mail an mich.Obwohl er sich in der Mail nur Entschuldigt hat,klang es doch wie ein

Abschied.Und ich habe ihm in den letzten beiden Mails nur meine ganzen Gefühle und Gedanken geschrieben,warum ich wie gehandelt habe.

Auch das ich praktisch aus Liebe zu ihm nicht mehr komme im Januar,weil ich ja weiss das er sehr grosse Probleme hat,wenn ich nicht immer bei ihm sein kann.

Und ich schrieb ihm auch,wie sehr ich ihn vermisse und gerne wieder bei ihm wäre.Und es mir nur gut gehen würde,wenn ich bei ihm bin,aber ihn nicht mehr belassten will.

denn dann würde es mir nicht gut gehen,ich hätte immer ein schlehtes Gewissen,wieder heim zu gehen oder mal nicht kommen zu können.

Hoffe nur er hat alles richtig verstanden,denn am Donnerstag Morgen verstarb er ja.

Richtig heftige Schuldgefühle haben mir erst seine Kollegen und seine Mutter samt Schwester gemacht.Dabei waren die ja nicht dabei und sie wissen auch nicht,wie das
Gespräch war.Ich hatte an dem Sonntag wo er sich entschuldigt hat,das Gefühl er will ja nicht mehr das ich komme.

Und zum Schluss gab er mir ja Zeit zum Überlegen,aber nach 2Tagen nahm er mir die Entscheidung ab,und meinte wir lasen das mit dem Besuch,ich kann ja im Januar wieder kommen.

Das kam mir komisch vor,weil es nur 4%waren,die es wahrscheinlich machten,das er da noch lebt.

Ich habe viel geträumt von ihm und wusste es nie am Morgen.

Letzte Nacht träumte ich von ihm,war ein schlechter Traum.

Er wollte zu mir kommen,aber ich wollte ihn nicht sehen,schickte ihn weg.

Dann ging ich doch zu ihm und wir schauten Tv,aber etwas das mich kränkte und ich nicht gut fand.
Er schmuste dann mit mir.

Dann wollte ich wieder zu ihm,aber er war gar nicht zu hause.Ich telefonierte dann in seiner Wohnung mit meiner Mama und sagte das er mich geärgert hat.

Da stand er aufeinmal neben mir,hatte seine Anwesenheit nicht bemerkt und dann redete er nicht mehr mit mir und ging einfach weg.

Es regnete und ich ging dann heim.Dann wurde ich wach und fühlte mich erst recht verlassen.

Vermisse ihn heute am schlimmsten,denn heute vor einem Monat verstarb er


LG Samy
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Regenbogen

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8

26.12.2009, 17:15

Liebe Samy,

auch von mir ein herzliches Beileid; auch ich bin der Meinung, dass du viel für deinen Ex-Mann gemacht hast.

Er weiß genau, was du für ihn getan hast und er wird es sehr zu schätzen gewußt haben.

Ich weiß es tut weh, wenn andere dann so gemein reden, aber distanziere dich davon. Du bist ihnen keine Rechenschaft schuldig und meistens wollen die Leute nur von sich ablenken!! Das sind mir schon die Liebsten, die im nachhinein groß reden....

lg
Regenbogen
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Maki

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Geburtstag: 18.01.1972 (42)

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9

26.12.2009, 20:37

hallo Samy!

willkommen im Forum und mein Beileid!

lese gerade ein Buch das heißt Zwischen Trauer und Versöhnung, da drinn hab ich herausgelesen das Wut und Schuldgefühle uns vor dem KERN Traurigkeit beschützen in der art weil wennn wir Traurigkeit puur erleben uns das soviel kraft nimmt , unvorstellbar . und gerade wenn alles noch so vor kurzer zeit geschah, bei dir ist es erst 1Monat das heiß am 26 November, dieses Datum haben wir gemeinsamm

liebe sammy die schuldgefühle sind ein begleiter in der trauer

du hast alles in deiner macht liegende getan vieleicht auch zuviel von dir gegeben

das mit den träumen ist auch in ordnung im schlaf verarbeiten wir einiges

alles liebe und viel kraft, maki
mit Abi im Herzen !
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Samy

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10

26.12.2009, 23:51

Danke euch.


Ja vieleicht habe ich zuviel gegeben,ich war noch niemals zuvor in so einer Situation,jemand ein Stück seines Weges zubegleiten,wo das Ende schon absehbar ist.

Wollte alles richtig machen ,für ihn ,für mich,meinen Sohn.

Aber mittlerweile gestehe ich mir selber ein,nur ein Mensch zu sein,der auch mal schwäche und Fehler machen darf.


Zu seiner Familie werde ich eh keinen Kontakt mehr halten,muss ich mir nicht antun.

Damals nach der Trennung hat seine Mutter mich auch 3jahre nicht beachtet und später tat es ihr leid.

Diesmal aber will ich kein Kontakt mehr,nach den ganzen Vorkommnissen.


Mein Chef sagte neulich zu mir,ich solle mir mit meiner Trauer Zeit geben,das braucht Zeit.Und wenn was ist,seine Tür steht mir offen.

Er fragte mich erst die Tage wies mir geht.Bin froh das ich auf meiner Arbeit auf Verständniss stosse und da keinen Kummer habe.


Danke euch für eure Antworten,es hilft mir sehr.

Habe meinem Exmann heute eine Mail geschreiben,wiesehr er mir fehlt und es mir so verdammt weh tut,das er nicht mehr da ist.Und was ich gerne mit ihm tun würde,wenn er
noch da wäre.
Aber das ich auch weiss das er jetzt nicht mehr leiden muss


Ich rede ja oft mit ihm und habe sein Bild neben meinem Bett.Sage ihm jede Nacht ,wie lieb ich ihn habe und wünsche ihm eine gute Nacht.

Heute habe ich Wäsche gewaschen und ohne zu überlegen seinen Weichspüler genommen.Toll ,meine ganze Wohnung roch nach ihm.Das gab mir einen dicken Stoss ins
Herz.

Ich versuche mit der Trauer klar zu kommen und dem Schmerz an die Erinnerungen.

Ich schlafe auf seinem Kopfkissen,schlafe in seinen T-Shirts,gehe bewusst zu Stellen wo wir zusammen waren.Als ich neulich in die Tiefgarage musste,habe ich tapfer
stand gehalten.
Nur in der Stadt,wenn ich die Bank sehe,sehe ich ihn noch dort sitzen und jedesmal gibts mir einen Stich.


Die ganzen 8Monate die ich bei ihm war,habe ich alle Lieder gesammelt,die immer im Radio liefen,wenn ich bei ihm war,um Erinnerungen zu sammeln.

Habe sie alle aufm Pc,aber kann sie nicht anhören.Auch unser spiel aufm pc kann ich nicht spielen,da ich dann immer an ihn denke,wie er was getan hat.

Dachte schon,man ich bin ja schon verückt.

Aber denke es ist normal,da ich ja wusste das er gehen muss


Hoffe das er bis zum Schluss froh war das ich da war.Er sagte es sehr oft,das er froh ist,weil er mit mir eben über alles reden konnte.Aber er sagte auch schon,er wünschte
ich wäre nie gekommen,da er ja sehr grosse probleme hatte,wenn ich weider heim ging.Er hat mich dann sehr vermisst,aber ich ihn auch.Nur ich war abgelenkt durch meinen Job.

Er nicht.War jetzt umgedreht.Früher ging er Arbeiten,auch viel ins Ausland und ich war alleine.Er sagte vor ein paar Wochen noch,jetzt endlich weiss er,wie ich mich gefühlt habe,als
er mich so oft alleine liess.Er sagte,es war die Hölle.Ja das wars auch für mich damals,aber ich habe ihn zu sehr geliebt und habe ihn gelassen.

Glaube ich habe ihn einfach zu sehr geliebt.Auf seinem Pc fand ich ein Lied.Mein Sohn gab mir alles von ihm,was auf der Festplatte war.Das Lied heisst,zuviel Liebe vertrage ich nicht.

Passt genau zu meinem Exmann.

LG Samy

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »KTKecfHM« (27.12.2009, 00:12)

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KarlaG

Forenbegleiter

Beiträge: 1 881

Danksagungen: 4670 / 264

11

27.12.2009, 02:08

Liebe Sammy!
Dein Ex-Mann hat dich offenbar mehr geliebt als er zugeben und zeigen konnte.
Dann hast du noch das große Glück,einen Chef zu haben,der dich in deiner Trauer versteht.
Das du zum schlafen seine Sachen trägst,ist normal.Du möchtest seine Nähe noch spüren,seinen Geruch einatmen.Daher die "Verwechslung" mit dem Weichspüler.
Seine Lieder wirst du irgendwann hören können.
Sei lieb gegrüßt von
Karla
Mein Kind Juliane,
Mein Bruder Rene,
Mein lieber Vati,
Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:
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Maki

Sehr treues Mitglied

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Geburtstag: 18.01.1972 (42)

Wohnort: Linz

12

27.12.2009, 09:24

hallo Sammy!

ich finde es ist ein schönes gefühl geliebt zu werden, er hat dich geliebt

glg maki
mit Abi im Herzen !
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Samy

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13

27.12.2009, 11:51

Hallo Karla und Maki

Tief in meinem Herzen wusste ich das,das er mich geliebt hat.

Es gab viele Anzeichen dafür.

Musste gestern Nacht an all die dinge denken.

Er sagte oft,andere haben ein Haustier,er hat einen eigenen Troll(weil ich so kleine Spitze Ohren habe und Morgens Haare,die abstehen in
alle Richtungen.Ich war sein Haustroll.Auch weil mir oft dummes Zeug passiert ist,das ihn auch schon zum Lachen
brachte ,obwohls ihm nicht gut ging.


Ich hatte im Oktober Geburtstag und durfte mir einen Anhänger für mein Bettelarmband aussuchen.

Er suchte es dann aber doch aus,ein Kleeblatt und einen Schlüssel,oben mit einem Herzen.

Zuhause hätte ich fast vor Freude geheult,sagte ihm ob er denn die Bedeutung von dem Schlüssel kennt.

Sagte ihm,das es bedeutet,er schenkt mir den Schlüssel zu seinem Herzen.Er meinte nur,dann ist es schon okay so,ich sei ihm ans Herz
gewachsen.


Er wollte leider nie,das ich Gefühle habe und habe sie schön versteckt,aus Angst ,ich darf nicht mehr kommen,wenn er
es merkt.Für ihn war es auch keine Beziehung,das wollt er nicht.

Sein Kumpel und dessen Frau meinten mal,wir Heiraten wieder.Da hat er sich aufgeregt drüber,erstens weil er ja sterben muss,
und zweitens weil ncihts ist.Da sagte er doch zu mir,er müsse es echt mal bei allen klar stellen,das da nichts ist bei uns beiden.

Mir hats mein Herz umgedreht.Ich sagte nur,egal was andere denken,wir wissen was ist.Aber ich hätte weinen können.

Dann kamen Tage da nannte er mich nur noch seine Exalte.Da bekam er aber was von mir zu hören,zumal er wusste,das ich es nicht ausstehen
konnte,wenn man mich alte nannte.

Zu dieser Zeit habe ich mich immer mehr verschlossen und hatte Angst,das er mir noch mehr weh tut.Auch wenn ich wusste,er will
mir nicht weh tun,es ist diese Krankheit und sein Frust darüber.

Ich hatte Angst um mich,das ich es nicht mehr aushalten und schaffen kann.Ich hatte niemand der für mich da war,musste
mit allen Gedanken darüber alleine durch.

Klar meine Freundinen,aber sie konnten mit dem Thema Krebs nicht umgehen,da sie wie ich keine Ahnung hatten.

Habe dann viel gelesen drüber,aber trotzdem war mir oft weh ums Herz.

Er Hatte sich die letzten Wochen sehr verändert,er sah wie ein Greis aus und wurde immer dünner.

Ich wusste nicht wohin mit meinem Schmerz,denn ich wusste das er jetzt dann gehen muss.

Denn letzten Freitag mit ihm vergesse ich nie,der war so schlimm.

Wir waren zur kleinen Chemo,dann zuhause und dann einkaufen,weils ihm soweit gut ging.

Am Morgen bekam er von einem Versicherungsmann Besuch,der mich gerne kennen lernen wollte.

Seine Mama und Schwester waren auch da.Der Mann sagte zu seiner Schwester,das findet er toll,das sie für ihn da ist.

Sie gleich,ja ist ja mein Bruder,sagte aber nichts von dem Geld das sie dafür bekam.
Das hat mir mein Exmann am Abend auch an den Kopf geknallt,das sie sich aufspielt wie ein Samariter,die kann sich ihren Bruder sonst
wo hinstecken.

Nun wir haben dann gegessen.Dann war er komisch und schaute was im Tv,das er sonst nie anschaut.Er fragte mich sonst immer,was
wir anschauen.Ich ging dann an den Pc,das war auch nicht recht.

Spürte langsam die dicke Luft,versuchte abzulenken,schlug ihm einen Film vor,den er dann mitanschaute.

Es ging um einen kranken und einen Gesunden.Der Kranke hat Unfälle provoziert,damit er den Unverletzlichen finden kann.

mein Exmann sagte es ist ein guter Film,ich kannte ihn nicht.Nachdem der Film zu Ende war,fragte er mich ob ich den
Film verstanden hätte.Ja ich bin ja nicht blöd.

Da wollte er doch von mir wissen wie die Pointe von dem Film ist,sagte ihm,er solle den Blödsinn lassen,wir sind nicht in der
Schule.Nein er gab keine Ruhe.

Ich bin ein Mensch mit sehr viel Humor und denke leider nie bevor ich rede.Da rutschte mir doch raus,ja die Kranken sind
immer die bösen und die Gesunden die lieben.

Na da hatte ich was gesagt,er gleich,ich sei ja selber krank.Sagte ja und,weiss ich doch,hat doch nichts mit uns zu tun.

Da sagte er ich sei zu kompliziert und solle in Zukunft mein Hirn anschalten bevor ich was sage,ich hätte ihn sehr verletzt
mit meiner Aussage.Da sagte ich nur,das genau war ja warum ich ihm gut tat,weil ich mich nie verstellt habe und immer ich war.

Und wenn ich mir jetzt jeden Satz überlegn muss,dann ist es besser ich komme nicht mehr.

Dann hat er kein Wort mehr mit mir geredet und mich links liegen lassen.

Ich hatte die ganze woche Urlaub und wollte keinen Streit,sagte ihm ich gehe morgen lieber Heim.

Da sagte er,ich solle alles mitnehmen und ganz gehen und ihn ja nicht mehr anrufen.

Konnte in der Nacht nicht mehr heim,weil ich keinen schlüssel hatte,wegen meinem Kater.

Dachte am Morgen wirds wieder.Er sagte,ich solle mir überlegen was ich amche,wenn ich jetzt gehe,brauche ich nciht mehr kommen.

Gut ich sagte,ich bleibe bei ihm,aber muss am Sonntag um 18uhr gehen,weil ich frühschicht habe.

Da sagte er,nein er kann es nicht mehr,ich solle gehen.

Dann wurde er wie ein kleines Kind und man konnte nicht mehr reden mit ihm.Ich war wie vor den Kopf gehauen,verstand nichts mehr.

Er fing an zu weinen und sagte,er ruft jetzt seine Mutter an.Dachte nur noch,ich will weg,einfach nur noch weg,

Gut seine Mutter kam und fragte gleich ob wir uns gestritten haben.Ich sagte ihr was los war und sie sagte ihm,er solle
nichts tun was er später bereut.

Da sagte er,er fühlte sich einsam und alleine.Seine Mutter meinte,aber sie ist doch sehr oft bei dir,da kam von ihm nur,die kann das nicht,
die hat keine Zeit ,er braucht jemand der immer da ist.

Seine Mutter war entrüstet,weil sie auch immer bei ihm war.

Kurz vorher sagte ich irgentwas von wir haben ja keine Beziehung.Da sagte er doch,wenn ich ihm kann an den Füssen rumfummeln,dann
haben wir eine Beziehung und er kann keine gefühle zeigen,aber jetzt zeigt er sie.Er hat mich dabei angeschrien.

Ich war ganz durcheinander.

Seine Mutter konnte auch nichts mehr ausrichten,da brüllte er mich nochmals an,ich solle gehen und ihn nie mehr anrufen.

Ich ging,und war durcheinder,hatte Angst vor allem und verstand nichts mehr.

Er rief mich Sonntag an,hatte mir eine Mail geschickt und sich entschuldigt,auch bedankt bei mir,das ich bei ihm war und wünschte mir alles
Liebe und Gute.

Da habe ich aber schon vom Herzen her zu gemacht.

Ich habe lange mit ihm geredet,er wollte das ich immer bei ihm bin,und meine Katze weg gebe.Das konnte ich nicht.

Ich bot ihm an,nur noch am Tag zu ihm kommen,das wollt er auch nicht.Er sagte da,wir lassen das,ich soll im Januar wieder kommen.

Zu dieser ganzen Zeit hatte ich auch sehr viel Stress auf der Arbeit und mein Haushalt sah wie ein Schweinestall aus.

Ich war einfach am Ende angekommen.

Brauchte fast 2Wochen bis ich mit dem Vorfall klar kam und es irgentwie verdaut habe.Habe ihn aber sehr oft
angerufen.Am Anfang gings noch,dann bekam er Chemo und man konnte gar nicht mehr reden mit ihm.

Ich hatte Angst um ihn,denn er sagte mir auch,er hat Angst davor.Als ich noch bei ihm war,sagte er mir,die nächste Chemo bringt ihn um.

Ich dachte es auch.Nach dem Streit,meinte er er gehe eh ins Krankenhaus,was soll er denn tun,wenn ich nicht da bin.

Seine Mama war doch da.

Am Telefon erzählte er mir noch,er war 4tage im Bett,weil er wartet,bis es ihm besser geht.Dachte oje jetzt legt er sich schon isn Bett,das tat
er nie.Aber so ganz stimmte es gar nicht.Erfuhr ich später.

Er war sehr kühl zu mir am Telefon,musste ihm alles aus der Nase zeihen,so wie wenn man mir zeigt,es geht dich nichts mehr an.

Da habe ich ihm meine Gefühle geschrieben,eben das ich aus Liebe bei ihm war,aber Probleme habe,sie nicht zeigen zu dürfen.Und es
egal ist wie lange man hat,die Hauptsache man hat was und trägt die Erinnerungen im Herzen,in schlechten Zeiten.

Und am Montag ist mein Herz übergelaufen und ich schrieb ihm den Abschiedsbrief.

Ich konnte nicht mehr,kam mit der ganzen Situation nicht mehr klar,wusste nicht mehr was richtig und falsch ist

Oje das ist aber lange geworden

Stelle meine Abschiedsmail mal hier rein,vieleicht könnt ihr mir sagen,obs okay ist.denn gelesen hat er sie noch
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Samy

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14

27.12.2009, 11:55

Meine Abschiedsmail

Hi


Es tut mir von ganzem Herzen leid,das alles sowas von daneben ging.
Glaube ich habe manchmal Gehirninsolvents:)

Dachte sehr viel nach,naja wäre dann ja wieder nicht ich:)

Warum ich auf die Idee gekommen,zu dir zu kommen?

Die Frage hast du mir schon oft gestellt,versuche dir nun die Antwort drauf zu geben.

Seit ich 19 Jahre alt bin,schwirrst du durch mein Leben.Ich kenne keinen anderen Menschen solange.

Mit dir habe ich schöne Dinge erlebt ,aber auch schmerzhafte.Sooft wollte ich dich schon auf den
Mond schiessen.Aber du wirst mir trotz allem verdammt fehlen.

Du hattest aber immer einen Platz in meinem Herzen,du warst meine grosse Liebe.Und aus dem Grunde
wollte ich für dich da sein.

Muss ehrlich zu geben,habe es mir einfach vorgestellt.So von wegen schöne Zeit erleben,nur dabei vergessen,
das ich ich bin und du du bist.Irgentwas verbindet uns beide,aber es gibt auch was,das uns trennt.Wenn ich nur wüsste was es ist.


Du sagtes mal,ach dir wäre es lieber gewesen,ich wäre nie gekommen.Ja das dachte ich auch schon,hätte dir einiges
erspart.



Ich bereue es nicht,das ich gekommen bin.

Konnte lange nicht verstehen,warum du ein Problem damit hast,wenn ich wieder gehen musste.
Dachte immer,ist doch oft jemand bei dir,bist ja nicht alleine,und lieben tust mich ja nicht.

Aber die Gewohnheit ist es ,die uns da einen Streich gespielt hat.Dazu lebte ich zulange alleine,um
daran zu denken.


Auch ich habe die grössten Probleme,mich wieder bei mir einzuleben.Aber das ist egal.

Normalerweisse würde ich jetzt dazu neigen,mir die Augen aus dem Kopf zu heulen,dich bequatschen,ich
will wieder zu dir.Aber ist das wirklich Liebe???

Nein ist es nicht,es ist egoismuss von mir,nur damit es mir wieder gut geht.Aber würde es mir gut gehen???

Nein,weil ich wüsste es ginge dir nicht gut damit.

Geht es dir jetzt gut,wenn ich dich anrufe???

Bestimmt nicht ,und mir auch nicht.Es tut mir weh.


Habe wirklich sehr lange gründlich nachgedacht und mir auch gut überlegt was ich schreibe.


Ich hätte einmal unter der Woche bei dir übernachten können und dann noch das Wochenende.
Aber das reicht nicht aus,denn kaum bin ich da,musste ich wieder gehen und du???


Und du meintest am Telefon,ich kann ja im Januar wieder kommen,wenn ich Urlaub habe.

Ja ob das gut ist,denke ich nicht.Klar du hast Abstand bekommen von mir und ich von dir.Aber ist es dann noch das Vertraute Gefühl?

Nein.

Ich habe mir viele deiner Gespräche wieder ins Gedächniss zurück geholt.Und egal wie ich es jetzt anstelle,ich kann dir das nicht geben,
was du brauchst.Du brauchst Sicherheit,Geborgenheit und Liebe.Wie sollte ich das anstellen zwischen Tür und Angel???

Traurig gemacht hat mich oft,das du auf grunde von meinem doofen Gesichtsausdruck,dachtest ich wolle nicht mehr kommen und suche nur ein Grund,
zum gehen.Nee sowas tue ich nicht.Wenn ich gehen will,weil mir was nicht gut tut,dann sage ich es auch und gehe.


Nun gut,auch wenns mir jetzt verdammt weh tut und sowas von schwer fällt,ich muss dir leider sagen,das ich dich nicht mehr
anrufen werde,weils mir einfach nicht gut geht dabei.Ich darf auch mal ein Ego sein.In Gedanken werde ich immer bei dir sein und mich um dich
Sorgen.Aber ich kanns einfach nicht.

Ich wäre auch im Januar nicht mehr gekommen,hätte ich nicht mehr gekonnt.Entweder mache ich was ganz oder gar nicht.Aber mit sowas komme
ich nicht klar.Und damit ist dir auch nicht mehr geholfen dann,denn ich wäre nicht mehr die die ich war oder bin.Und ich kann mich dann
nicht schon wieder umstellen.


Ich gäbe was dafür das der scheiss Tag nie war,wo das ins Rollen gebracht hat.Aber es sollte wohl so sein,warum auch immer.

Aufjedenfall möchte ich mich bei dir bedanken,das ich ein paar Monate bei dir sein durfte und dich ein Stück begleiten durfte.

Ich danke dir auch für die schönen zeiten,die ich mit dir hatte.

Wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit und noch einige Glückliche Tage,mit lieben Menschen.


Vieleicht kannst du mich verstehen,ich weiss es nicht.Es kommt alles auf einen zurück,auch ich leide jetzt wie ein Hund,
fühlt sich nicht gut an.Ich vermisse dich sehr....

He im nächsten Leben denke dran,wenn ich komme,dann hau ab.(Ist nur Spass)


PS: Du hast mir den Schlüssel zu deinem Herzen geschenkt,aber du weisst doch,ich bekomme nichts auf

Machs gut
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Maki

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15

27.12.2009, 15:04

Hi samy!

habe das bedürfniss dir zu schreiben und immer wieder fehlen mir die worte wie ich es am besten ausdrücken soll

die email hab ich ein paar mal gelesen

ich finde du hast das richtig gemacht ihm deine Liebe gestanden, deine grenzen aufgezeigt, deine ohnmacht und ganz wichtig sah ich das du dich bedankt hast

ich habe vor einigen Jahren einen vortrag bei Dr A.Höglinger er beschrieb die 7 schritte des Losslassens es heißt auch "Loslassen ohne zu vergessen". mir half es damals von meinem exmann losszukommen - ist jetzt nicht zu deiner situation bitte versteh mich nicht falsch.

du hast einige schritte in deinme abschiedsmail gatan

1.Ich nehme dir übel 2.ich danke dir 3.ich verzeihe dir 4.es tut mir leid 5.ich vergebe mir 6.ich vermisse dich 7. ich liebe dich - ich habe dich geliebt

ich habe damals ein ganzes Heft voll gebekommen, ich konnte damals durhc die schritte richtig abschied von meinem verstorbenen Bruder und von meinem ersten Baby es tat gut.

was ganz wichtig ist, lass dir ZEIT, habe Geduld mit DIR und denk daran Du hast dein BESTES gegeben

du kannst mir auch PN schreiben wenn du magst

:30: maki
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Christine

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16

27.12.2009, 17:50

Hallo Samy,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier und mein herzliches Beileid zum Tod deines Ex-Mannes. Ihr hattet ja eine sehr ambivalente Beziehung, ein Gemisch aus Liebe und Hass bzw. Aggression ... zumindest lese ich das aus deinen Schilderungen heraus. Ich muss Maki zustimmen, das mit dem Abschieds-Mail hast du gut gemacht!

Ich möchte dir noch etwas sagen: Sterbende sind häufig aggressiv, weil sie frustriert sind: Sie wollen weiterleben, aber sie wissen, dass es zu Ende geht. Da kann man schon Wut auf die Krankheit bekommen oder auch auf die, die gesund sind und weiterleben dürfen. Außerdem sind Schwäche und Hilfsbedürftigkeit, aber auch Schmerzen Zustände, die uns aggressiv machen, wenn sie lange andauern oder überhaupt nicht mehr "gut" werden. Ich denke, zusätzlich zu eurer grundsätzlich sehr schwierigen Beziehung, hast du etwas von dieser Art Aggression stellvertretend abkriegt. Aggression oder Wut verdecken auch oft große Trauer von Sterbenden. Gerade Männer können Gefühle wie Trauer nicht leicht zulassen. So wie du deinen Ex-Mann beschreibst, war er einer, der sich mit Gefühlen besonders schwergetan hat. Wahrscheinlich hat es ihm selber furchtbar weh getan, dir mit seiner Aggressivität so weh zu tun, vielleicht hat er dich auch deshalb weggeschickt, um dich zu schützen. Vielleicht aber auch, um sich selbst zu schützen: Er wollte nicht, dass seine Trauer aufbricht.

Alles Liebe
Christine
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Samy

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17

27.12.2009, 18:51

Hallo Christine

Danke für dein Willkommen

Du hast mit allem Recht,was du schreibst

Ja mein Exmann konnte noch nie mit Gefühlen umgehen,war auch in unserer Ehe ein grosses Problem.
Auch schon zur Zeit unserer Ehe wollte er sich alle 6Monate scheiden lassen,weil mal dieses oder jenes nicht so gepasst hat.Irgentwann hat ich es satt und ging.

Er hatte überhaupt nie lange eine Beziehung,schade eigentlich.Denn er hatte sehr viele Positive Eigenschaften.
Und durch die Erkrankung wurde sein schlechtes Benehmen,sage ich mal so,noch schlimmer.Auch seine Mama bekam schon mal was ab

Auch sein Frust über die Hilflosigkeit stimmt.

Konnte es ihm aber nachfühlen,als ich so schwer krank war und auf Hilfe angewiesen war,es war für mich schlimm.Diese Hilflosigkeit.Es handelte sich auch um eine Krankheit,die
normalerweisse Tödlich endet.Aber mir scheint,ich hatte meine Aufgaben auf dieser Welt noch nicht erfüllt,deshalb habe ich es geschafft und der Krankheit ein Schnippchen geschlagen.

Was es für meinen Exmann schwer machte,er wusste ja davon und war noch vor ein paar Wochen mit mir beim Doc zur Kontrolle.

hatte ein schlechtes Gewissen das es mir wieder so gut geht,freute mich nicht wirklich darüber


Ja auch das ich einiges Abbekam stimmt.Als ich ihm das Angebot machte,sagte er zu mir,er würde mich nur benutzen und es für mich hart werden würde.

Egal ob ich jetzt schuld an der Krankheit bei ihm habe oder nicht,er wird es an mir auslassen.Denn tief in seinem inneren gab er mir die schuld,weil ich mich scheiden liess.Und er danach soviel geraucht hat.

Ich sagte ihm gut,ich bleibe bei dir,aber wenn es mir nciht gut geht,dann nehme ich mir eine Auszeit.

Ja und mir gings mit meiner Last nicht mehr gut,aber es war auch nicht mehr möglich mir eine Auszeit zu nehmen.


Mein Exmann und ich haben echt nicht zusammen gepasst vom Gefühlsmässigen.Sonst lagen wir auf einer Wellenlänge und verstanden uns gut.

Er wollte noch nicht sterben,er wollte noch so viel tun und erleben,er war nicht bereit diese Welt zu verlassen

Alles gäbe ich dafür,wenn er nur nie diese Krankheit bekommen hätte. :33:

Mir fiel grade noch was ein.
Er hatte die Abscheidsmail noch gelesen,hat wohl mit seiner Mutter drüber geredet.Sie sagte mir nur,er sagte ich komme nicht mehr und sonst nichts schlechtes.
Na vieleicht auch gut,wenn ich nichts weiss was er dazu sagte


LG Samy

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »KTKecfHM« (27.12.2009, 20:38)

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angela0807

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18

28.12.2009, 10:37

Liebe Samy,



auch ich möchte dir mein herzliches Beileid aussprechen. Ich denke du hast mehr gegeben als so manch anderer Mensch bereit zu geben gewesen wäre. Ich kann mir vorstellen wie viel Kraft und Energie es dich gekostet haben muss!



Woher hast du diese Kraft geholt oder "aufgeladen"???? Hattest du in dieser Zeit auch jemanden an dem du dein "Ventil" öffnen konntest??? Tief in deinem Inneren weißt du, dass du alles und mehr getan hast, was die anderen denken, die keinen wirklichen Einblick in eure Beziehung hatten ist nicht wirklich wichtig. Du brauchst dich doch nicht zu rechtfertigen, das Wichtigste ist dein Sohn und du, ihr wisst was wirklich war und das war vollkommen in Ordnung.



Dein Exmann hat sich dir gegenüber oft nicht so gut verhalten, weil du seine engste Vertrauensperson warst und wusste bei dir kann und darf er sich gehen lassen und sein Leid ausdrücken. Er wollte keine Gefühle mehr zeigen und annehmen weil es sicher sehr sehr schwer ist gehen zu müssen wenn man noch an so vielen Dingen sein Herz hängen hat und Menschen verlassen muss die man liebt und von denen man geliebt wird.



Höre in dich hinein und du weißt dass du dein Bestes gegeben hast und nur das zählt!



Ich wünsche dir und deinem Sohn trotz allem schöne und nicht allzu traurige Sylvester und ein gutes 2010!!!!



Liebe Grüße Angela
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Samy

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19

28.12.2009, 21:15

Danke Angela

Freut mich deine lieben Worte zu lesen.

Woher habe ich die Kraft genommen?Von mir selber,und durch meine Liebe zu meinem Hobby.Das zwar total zurück tretten musste,aber nach der Arbeit habe
ich mir doch mal ein paar Stunden gegönnt,mich damit zu beschäftigen.Ich mache mit dem Pc 3D Bilder selber.Engel,Feen und Fantasie Bilder.Ich lege alles
was ich fühle in meine Bilder und habe so ein Brunnen für mich.

Das habe ich angefangen als ich so schwer krank war und nichts mehr machen konnte.

Ja ich habe ihm alles gegeben was ich geben konnte,und wollte nichts dafür,einfach nur da sein.Ich wollte als er mich fragte,was ich denn als Andenken will.
Ich wollte nur die Würfel und ein T shirt von ihm,mehr nicht.Mit den Würfeln haben wir oft gespielt und die T shirts habe ich alle genommen.Sie richen noch nach ihm.

Ach und sein Kopfkissen habe ich noch genommen.


Stimmt er hat sich bei mir als einzige gehen lassen und ich kannte ihn vieleicht so,wie andere ihn nicht kennen.Ich weiss als einzige wie er immer rülpsen musste.

Das kennt niemand.Ist ein dummer Vergleich,aber mir fiel nichts passenderes ein.


Ich wünsche auch allen einen guten Start ins neue Jahr

Mir graut es vor Sylvester,ich arbeite den halben Tag noch,aber dann kommt mein Sohn.Und trotzdem habe ich Angst davor,ich wäre normal bei ihm gewesen an diesem Tag


LG Samy
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Samy

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20

28.12.2009, 23:33

Heute war ein voll verückter Tag


Musste ja wieder arbeiten,und ich bin im Einzelhandel.Ihr glaubt nicht wie mich die menschen nerven.

Ob was 5Euro kostet oder 3Euro,da konnte ich schreiend weg laufen.

Dann sind die Menschen so sauer und böse,denke dann schlimme dinge.Die können doch froh sein das sie leben man.

Naja da muss ich durch,war damals nach dem Tod von meinem Papa auch so.


Selbst bei uns im Laden erinnert mich viel an meinen Exmann.Er kam ja mal vorbei oder holte mich ab.

Dann die Lieder,die mich an ihn erinnern.

Kam doch heute auf die Blöde Idee,ich denke jetzt einfach er ist mit einer 20Jährigen Blondine
Nach Mallorca durchgebrannt und es geht ihm gut.Mit diesen Bescheuerten Gedanken geling es mir
dann weiter zu arbeiten.

Und dann sass ich weider an der Bushaltestelle und wollte in die andere Richtung zu ihm.

Ich sehnte mich danach,bei ihm ankommen und Kaffee zu trinken und erzählen,von meinen
Blöden Gedanken.

Ich habe mir mühsam die Tränen unterdrückt.


Es gab Zeiten da dachte ich wirklich,wenns vorbei ist,bin ich sicher erleichtert,wenn ich mein
Leben wieder habe,und habe mich für solche Gedanken geschämt.

Es kam schon vor wenn ich gleich nach der Arbeit zu ihm bin,habe ich ja immer gemacht.
Ich war müde und wollte gerne mal schlafen,aber ging ja nicht.

Bin mal eingeschlafen,das fand er nicht gut.Da kam der Blöde Spruch,ich sei doch gekommen,das
es ihm gut geht und nicht zum Schlafen.

Mit der Zeit habe ich es dann geklärt,das auch ich mal ein bisschen Kaputt bin und eine Stunde ruhen will.

Sonst kann er noch zuerst auf meine Beerdigung kommen,da mein Herz seine Pausen braucht.

Aber es vergeht keine Sekunde wo ich nicht an ihn denke und mir mein Herz so weh tut.

Möchte manchmal vor dem Schmerz davon laufen.

Wie einfach ist es doch jemand zu vermissen,der noch am Leben ist.Man kann einfach zum telefon
greifen oder vorbei gehen.Und schon geht es einem besser.

Unter welcher Nummer kann ich ihn noch anrufen???

Wo kann ich ihn nochmal sehen???

Wo kann ich ihn nochmal in den Arm nehmen???

Wo kann ich ihn einfach nochmal anschauen???


Wo kann ich ihm nochmal in seine Augen sehen???

Wo kann ich nochmal mit ihm lachen???


Nur in meinem Herzen und meinen Erinnerungen


LG Samy
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