Gegeneinander oder miteinander trauern?
TrauerHilfe Bestattung Oberhuber lädt zu einem Vortrag mit Dr. Christine Pernlochner-Kügler ein.
Nach dem Verlust eines Menschen ist die Familie ein wichtiges Auffangnetz. Unmittelbar nach dem Todesfall rücken Familienmitglieder in der Regel enger zusammen und versprechen sich füreinander da zu sein: Es entstehen ein tröstendes Gefühl der Verbundenheit und große Erwartungen an die Familie als Ganzes.
Die einzelnen Familienmitglieder entwickeln im Laufe des Trauerprozesses allerdings unterschiedliche Strategien in der Bewältigung des Verlustes: Männer trauern anders als Frauen, Kinder und Jugendliche anders als Erwachsene. Der eine möchte alle Erinnerungsstücke wegräumen, der andere will den Verstorbenen immer präsent haben.Der eine will drüber reden, der andere vermeidet das lieber. Frauen wollen weinen dürfen, Männer suchen oft andere Kanäle, um ihrem Schmerz Ausdruck zu verleihen.
All diese unterschiedlichen Trauer-Strategien einzelner Familienmitglieder führen schlussendlich sehr häufig zu Unverständnis, Verletzungen und Konflikten in der Familie. Oft entsteht auch ein ungesundes Schweigen: Man spricht nicht mehr darüber, um sich gegenseitig nicht zu verletzen. Damit bleiben die einzelnen Mitglieder allein in ihrem Schmerz. Die Familie, die ursprünglich ein Auffangnetz war, entwickelt sich zu einem kränkenden Gefüge. Aus dem Miteinander entsteht Einsamkeit oder sogar ein Gegeneinander.
Das muss nicht sein: Mit Informationen über den Trauerprozess und Wissen um unterschiedliche Bewältigungsstrategien kann man schwere Konflikte auflösen und wieder einen Weg des Miteinanders finden, ohne dass der Einzelne dabei auf der Strecke bleibt.
Inhalte:
- Welche Trauer-Phasen durchläuft der einzelne? Wie wirken sich diese Phasen auf die Familiendynamik aus?
- Welche unterschiedlichen Trauer-Strategien können einzelne Menschen entwickeln?
- Wie reagiert das Gefüge „Familie“ auf einen Verlust?
- Welche Probleme und Konflikte ergeben sich nach einem Todesfall in Familien häufig?
- Wie kann man diesen Konflikten begegnen und sie auflösen?
- Wie trauern Männer, Frauen und Kinder? Wo sind die Unterschiede? Was können wir voneinander lernen.
Termin: Donnerstag, 26. Mai 2011 um 19.30
Ort: Pfarrsaal Niederneukirchen/Oberösterreich
TrauerHilfe Bestattung Oberhuber (Neuhofen, Krems, St. Florian) freut sich auf Ihr Kommen!





