Ungewöhnliche Fotoausstellung in Kassel
Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kasseler Fotoforum die erste Einzelausstellung des mexikanischen Fotografen Enrique Metinides in Deutschland überhaupt.
Enrique Metinides (* 12. Februar 1934 in Mexiko-Stadt) ist ein mexikanischer Fotograf, international bekannt für seine oft schockierenden Bilder. Er stammt aus einer Familie griechischer Einwanderer und veröffentlichte im Alter von 12 Jahren sein erstes Foto einer Leiche, was ihm den Spitzname „El Niño“ („der Bub“) einbrachte. Ein Jahr später arbeitete er als unbezahlter Praktikant für den Kriminal-Reporter der La Prensa. Von 1949 bis 1979 schoss er für die Nota Rosa („Blutige Nachrichten“), einer mexikanischen Boulevardzeitung, packende Bilder von Verbrechen, Morden, Flugzeugabstürzen und anderen Katastrophen.
Die Faszination dieser Fotografien steckt in ihrer Ungläubigkeit, die Szenen wirken wie Inszenierungen auf einem historischen Gemälde und verunsichern den Betrachter auf ungeahnte Weise. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Galerien und Ausstellungen weltweit gezeigt, unter anderem in der La Casa de América, Madrid, in The Photographers Gallery, London und der Anton Kern Gallery, New York.
Die Ausstellung in Kassel umfasst circa 70 großformatige Fotografien.
Kuratiert von Veronique Ricardoni (Mexiko), Michael Wiedemann und Dieter Neubert (Kasseler Fotoforum) mit Unterstützung der Garash Galeria (Mexiko).
Diese ungewöhnliche Ausstellung ist noch bis 4. September 2011 geöffnet.
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