Edgar Allen Poe, Meister der Horrorerzählungen starb am 7. Oktober 1849 im amerikanischen Baltimore im Alter von 40 Jahren.
Die Einwohner Baltimores und seine vielen Fans rund um den Erdball wollen ihm noch einmal die letzte Ehre erweisen. Grund für die späte Ehrung ist der 200 Geburtstag des Schriftstellers.
“Dieses Jahr wäre sein 200. Geburtstag gewesen. Doch damit konnten wir nur wenig anfangen. Daher haben wir uns entschieden seine Beerdigung noch einmal zu feiern, da die ursprüngliche Beisetzung sehr schnell vorüber ging. Es waren nur sieben Gäste anwesend. Sein Todestag war nun Baltimores Gelegenheit es diesmal richtig zu machen”, erklärt Jeff Jerome, Kurator des Edgar Allan Poe Museums.
Die tatsächliche Ursache seines Todes war so mysteriös wie seine Bücher. Anfang Oktober 1849 fand man Poe in Baltimore halbtot im Dreck der Straße. Unerkannt wurde er in ein heruntergekommenes Krankenhaus gebracht, wo man ihn erst mal in eine Ausnüchterungszelle sperrte und erst sehr viel später merkte, dass er überhaupt nicht betrunken war. Er wiederholte mehrmals den Namen Reynolds. Anfangen konnte allerdings niemand etwas damit. Danach entstanden viele Thesen rund um seinen Tod. Bewiesen wurde keine. Als offizielle Todesursache gilt bis heute ein Schlaganfall.
Dem Autor, der unter anderen Romane wie „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ schrieb, mit dem er gleichzeitig die Ära der Detektivgeschichten einläutete, wird nun, mehr als eineinhalb Jahrhunderte nach seinem Ableben eine Zeremonie mit allen Ehren eines Autors von Weltruf zuteil. Er findet erneut die letzte Ruhe auf dem Westminster Hall and Burying Ground, wo er bereits damals beigesetzt wurde.




