Der vergessene Tod

Pater Gerhard Lagleder (54)

Bayerischer Benediktiner-Pater kämpft gegen Aids – Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Es war 5. Juni 1981 als der erste Bericht über das Krankheitsbild AIDS in einem amerikanischen Magazin erschien. Seit 1988 erinnert der Welt-AIDS-Tag alljährlich am 1. Dezember an die lebensbedrohliche und unheilbare Krankheit. Der bayerische Benediktiner-Pater und Missionar Gerhard Lagleder, dessen Mutter eine gebürtige Traunsteinerin ist wird damit täglich konfrontiert. Der bayerische Benediktiner-Pater betreibt im Osten Südafrikas, in Mandeni, ein Care Zentrum für Pflege und Hospiz.



Pater Gerhard Lagleder (54) weiß was den Menschen in der Region Mandeni, der „AIDS-Hölle“ Afrikas hilft und was nicht. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Mission tätig und kämpft mit 700 Mitstreitern gegen die todbringende Seuche. Besonders tragisch ist, dass immer mehr Kinder in Südafrika an AIDS erkranken. Im Care-Zentrum der Malteser-Bruderschaft, sind rund die Hälfte der Patienten Kinder.
Mandeni liegt in der Provinz KwaZulu/Natal. Traurige Berühmtheit erlangt die Region durch die Aids-Statistik: zwei Drittel der Menschen die hier leben sind HIV-infiziert – und täglich werden es mehr. „Die Rate der Infizierten steigt weiter an“, erklärt Pater Gerhard Lagleder. Sein Hospiz ist ein kleiner Schritt für die Menschen auf Hoffnung und ein menschenwürdiges Sterben. Dabei kann nur ein kleiner Teil der Erkrankten und Hilfebedürftigen versorgt werden. 600 Menschen betreut das Hospiz, es könnte ein Vielfaches sein. „Manchmal sterben an einem einzigen Tag fünf Menschen im Hospiz des Care Zentrums und manchmal belegen wir ein Bett neu, dass noch gar nicht ganz kalt ist“, berichtet Lagleder. 10.000 Menschen leben allein in Mandeni, im Umland sind es 250.000. Für die meisten gibt es keinen Gesundheitsbasisdienst oder ein Krankenhaus. Trotz der Platznot wird im „Blessed Gérard’s Hospiz“ keiner abgewiesen. „Wir weisen keinen ab, weil wir auch Hilfe bei der häuslichen Pflege anbieten“, sagt Lagleder.

Besonders oft sind Kinder von der tödlichen Krankheit betroffen. In Afrika unterliegen die Männer dem traditionellen Wunsch nach vielen Kindern. Diese werden oft schon in der Schwangerschaft oder beim Stillen mit dem Virus infiziert. Wenn dann die Mutter an der Krankheit stirbt, bleibt das Kind allein. Deshalb hat Pater Gerhard ein Kinderheim für die vielen Aidswaisen gegründet. „Wir haben uns um Menschen gekümmert, um die sich sonst keiner gekümmert hat“, beschreibt Lagleder sein Engagement. Als „Meine Kinder“ beschreibt Lagleder die Waisen, die wie eine Familie für den 54-jährigen sind. Um diesen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen, plant Lagleder eine Erweiterung des Kinderheimes um eine Wohngruppe. Hier sollen die älteren Kinder wie in kleinen Familien zusammenleben.

Bereits heute umfasst die „Brotherhood of Blessed Gérard“, die eine nationale Hilfsorganisation des Malteserordens ist, zwölf Projekte. Neben dem Hospiz und dem Kinderheim sind da zum Beispiel das HIV/Aids-Aufklärungsprogramm, der Krankenfonds, die Nothilfe oder das HAART-Programm. Letzteres bedeutet ‚Hochaktive Antiretrovirale Therapie’ und ermöglicht den erkrankten Menschen das Leben mit dem Virus. „Die antiretroviralen Medikamente töten das Virus nicht, aber die Leute können noch 15, 20 Jahre bei hoher Lebensqualität weiterleben“, hofft Lagleder.

Das Problem: Die Behandlung kostet Geld. Rund 150 Euro kostet es monatlich einen Aidskranken mit Medikamenten zu versorgen und medizinisch zu betreuen. Dieses Geld organisiert die „Brotherhood of Blessed Gérard“ vornehmlich durch Spenden oder Fördermitglieder. Die Malteser im Landkreis Traunstein verbindet seit Jahren eine enge Partnerschaft mit Pater Gerhard Lagleder und den südafrikanischen Maltesern. Wer Pater Gerhard Lagleder und seine Arbeit gegen die AIDS-Pandemie in Südafrika  finanziell unterstützen möchte sowie zu Aufbau und Betrieb des Hospizes in Mandeni beitragen will, kann dies durch eine Spende zugunsten der Bruderschaft des Seligen Gerhard, Konto Nr. 12021 Sparkasse Neuburg-Rain (BLZ: 721 520 70) tun. Weitere Infos über die Projekte der „Brotherhood of Blessed Gérard“ gibt es im Internet unter www.bbg.org.za. oder bei der Kreisgeschäftsstelle der Malteser in Traunstein, Tel. 0861-986600.


Termine Österreich

Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

Trauertänze sind eine Ausdrucksmöglichkeit bei Veränderungen, Trauer oder Verlust. Die fließenden Bewegungen dieser einfachen Kreistänze können in schwierigen Lebenssituationen zur Lösung und Heilung beitragen..

Termine 2012: 19. April., 24. Mai., 28. Juni.

jeweils 19.30 - 20:30 Uhr Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

– keine tänzerischen Erfahrungen erforderlich –

Um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von € 6,--/Abend wird gebeten!

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Allgemein

Feriencamps für Kinder in stürmischen Zeiten

RAINBOWS Feriencamp für trauernde Kinder im Sommer 2012:

Die Kosten von 310€ beinhalten Unterkunft mit Vollpension und „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

Anmeldungen und weitere Informationen:

RAINBOWS-Österreich, Theodor-Körner Straße 182, 8010 Graz, Tel: 0316/688670, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.rainbows.at


Niederösterreich

7. Trauerwandertag

von Altruppersdorf nach Poysdorf

Samstag 14. April. 2012, 15 Uhr, Treffpunkt: Lourdesgrotte in Altruppersdorf

Weitere Infos und Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot: Trauerwandertag Detailinfos (PDF)


Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Tirol

Trauer für verwaiste Eltern (Osttirol)

jeden 4. Donnerstag/Monat,19.30 Uhr, Eltern-Kind- Zentrum Lienz


Tirol

Tirol: „Trau dich zu trauern, Mann!“ - Wochenende für Männer im November

Infos: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=7&detail=50008456&portal=60


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