Deutsche Schüler von österreichischer Bestattungskultur begeistert

Schülerinnen präsentieren Ihre EindrückeSchülerinnen präsentieren ihre EindrückeFRIEDRICHSHAFEN (ans) "Pflege auf wienerisch" heißt eine Ausstellung, die gestern in der Kitzenwiese eröffnet worden ist. Neun Altenpflegeschüler aus der Gotthilf-Vöhringer-Schule haben ihre Eindrücke zum Themenkreis "Alter, Pflegebedürftigkeit, Tod" aus einer Studienreise nach Wien künstlerisch in Szene gesetzt.

Die Gotthilf-Vöhringer-Schule bietet ihren angehenden Altenpflegern im zweiten Ausbildungsjahr stets die Möglichkeit, eine Studienreise nach ihren eigenen Ideen und Vorstellungen zu erarbeiten, die dann im dritten Ausbildungsjahr durchgeführt wird. Ziel dieser Studienreise ist es, die Situation der Altenpflege in anderen Ländern sowie moderne Konzepte und Modellprojekte in der Altenhilfe kennenzulernen und neue Ideen für die eigene Arbeit zu entwickeln. Während es ihre Vorgänger in die Türkei und nach Berlin gezogen hat, haben sich die diesjährigen Abschlussschüler für eine Reise nach Wien entschieden.

Vieles von dem, was die Gruppe im benachbarten Österreich gesehen hat, hat sie begeistert. So vor allem die in jedem Wohnbezirk angesiedelten Beratungszentren und Netzwerke für alte Menschen, die als unabhängige Anlaufstellen niederschwellige Hilfestellungen anbieten und in denen eine Vielzahl von verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeitet. Geboten werden dort Antworten auf alle Fragen, die im Zusammenhang mit den Themen "Alter und Altenpflege" stehen. Infos gibt es etwa zur Pflegebedürftigkeit, zur Wohnraumanpassung und zu finanziellen Möglichkeiten.

Auch Gesprächskreise für pflegende Angehörige werden angeboten. "Während sich in Deutschland die Umsetzung der Pflegestützpunkte, die Beratungsaufgaben übernehmen, sehr schwierig gestaltet, funktioniert das System dort sehr gut", sagte Doris Heldmaier, Dozentin und Begleiterin der Schüler auf ihrer Studienfahrt. Auch seien die Tagespflegezentren in Wien nicht, wie in Deutschland, an stationäre Einrichtungen angegliedert, sondern eigene Einrichtungen und regelmäßig für 50 Gäste ausgelegt.

Allerdings habe sie in Sachen "Wiener Bestattungskultur" mehrmals "erst einmal schlucken" müssen. "Die Wiener haben ihre ganz eigene Art, offen und humorvoll mit den Themen "Alter, Sterben und Tod" umzugehen", meinte sie. Über diesen Themenkomplex haben die angehenden Altenpflegerinnen Gwendolyn Dunkenberger und Cornelia Weinmann für die Ausstellung Texte und Bilder zusammengestellt.

Leichen wird Wecker verpasst

So gibt es etwa beim Bestattungsunternehmen "Bestattung Wien" jedes Jahr einen Tag der offenen Türe, bei dem unter anderem ein Probeliegen im offenen Sarg angeboten wird. Im Jahr 1967 gründete die "Bestattung Wien" das weltweit einzige Bestattungsmuseum, das auf über 300 Quadratmetern Fläche mit rund 1000 Objekten einen einzigartigen Gesamtüberblick über Totenkult und Bestattungsrituale anbietet. Aufgeführt werden auch die im Jahr 1830 eingeführten "Vorsichtsmaßnahmen für etwaige Scheintote": Damit sie sich während ihres 48-stündigen Aufenthalts im offenen Sarg nicht verkühlen konnten, wurde der Raum geheizt und zusätzlich ein Rettungswecker am Finger befestigt, der bei Bewegungen des mutmaßlich Toten laut schrillte.

Der neueste Wiener Trend in Sachen Bestattung geht dahin, den Toten zu einem Diamanten zu transformieren zu lassen und sich mit ihm zu schmücken.

Mit Rosen bedankte sich Heimleiter Ulrich Gresch bei den angehenden Altenpflegern, auf die in Zukunft ein krisensicherer Job warte. Er zeigte sich aufgeschlossen dafür, neue Denkansätze und Ideen in die Pflegelandschaft einzubringen, verwies jedoch auf einen Grundsatz des Apostels Paulus, der gesagt hat: "Prüfet aber alles und das Gute behaltet". Denn nicht alles, was in Österreich glänze, lasse sich übertragen und nicht alles, was es in Deutschland gebe, sei schlecht.

Termine Österreich

Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

Trauertänze sind eine Ausdrucksmöglichkeit bei Veränderungen, Trauer oder Verlust. Die fließenden Bewegungen dieser einfachen Kreistänze können in schwierigen Lebenssituationen zur Lösung und Heilung beitragen..

Termine 2012: 19. April., 24. Mai., 28. Juni.

jeweils 19.30 - 20:30 Uhr Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

– keine tänzerischen Erfahrungen erforderlich –

Um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von € 6,--/Abend wird gebeten!

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Allgemein

Feriencamps für Kinder in stürmischen Zeiten

RAINBOWS Feriencamp für trauernde Kinder im Sommer 2012:

Die Kosten von 310€ beinhalten Unterkunft mit Vollpension und „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

Anmeldungen und weitere Informationen:

RAINBOWS-Österreich, Theodor-Körner Straße 182, 8010 Graz, Tel: 0316/688670, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.rainbows.at


Niederösterreich

7. Trauerwandertag

von Altruppersdorf nach Poysdorf

Samstag 14. April. 2012, 15 Uhr, Treffpunkt: Lourdesgrotte in Altruppersdorf

Weitere Infos und Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot: Trauerwandertag Detailinfos (PDF)


Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Tirol

Trauer für verwaiste Eltern (Osttirol)

jeden 4. Donnerstag/Monat,19.30 Uhr, Eltern-Kind- Zentrum Lienz


Tirol

Tirol: „Trau dich zu trauern, Mann!“ - Wochenende für Männer im November

Infos: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=7&detail=50008456&portal=60


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