Diese Frage wird sehr oft an Bestattungsunternehmen zur Beantwortung gestellt. Mit dieser Art der Fragestellung verhält es sich in etwa so, als ob man in ein Autohaus ginge und dort nachfragt, was denn ein Auto kostet. In dieser Form ist die Frage also nicht beantwortbar: So unterschiedlich wie Autos sind auch die Möglichkeiten bei der Durchführung der Bestattung. Die entstehenden Kosten hängen von verschiedenen Wünschen und Bedürfnissen ab, wie etwa der Wahl der Bestattungsart und der Gestaltung der Trauerfeier, aber auch von der Frage, ob bereits ein Grab vorhanden ist und ob man den Leichenschmaus mit den Trauergästen auch noch zu den Bestattungskosten rechnen möchte.
Tatsächlich machen oft bis zu 60% der Rechnung eines Bestattungsunternehmens die sogenannten „Fremdleistungen“ aus. Das sind Leistungen, die nicht vom Bestatter erbracht werden, die aber der Bestatter im Namen der Hinterbliebenen bezahlt und die er dann an die Angehörigen über seine Rechnung weitergibt. Hierunter fallen Kosten wie die Kremation, der Erwerb oder die Verlängerung eines Grabes, die Friedhofsgebühren, die Nutzung der Einrichtungen im Krankenhaus und auf dem Friedhof (z.B. Trauerfeierhalle, Aufbahrungsmöglichkeit), aber auch die Zeitungsanzeige, der Blumenschmuck für den Sarg, die Gebühren für die Sterbeurkunden und anderes mehr.
Doch was ist eigentlich der Grund, dass die Frage nach den Bestattungskosten so oft gestellt wird? Eine Familie hat laut der nüchternen Statistik alle 15 Jahre eine Bestattung auszurichten. Da über den Tod und das mögliche Ableben der eigenen Familienangehörigen nur ungern nachgedacht wird, ist auch der Informationsstand der Bevölkerung eher gering. Viele Mythen überziehen den ganzen Bereich bis hin zu den Kosten für ein Begräbnis oder eine Feuerbestattung. Tatsächlich ist diese Frage aber sehr berechtigt, sind es doch nicht unbeträchtliche Kosten, die in einer an sich schon emotional schwierigen Situation auf die Angehörigen zukommen.
Den einzigen wirklich guten Rat, den ich Menschen geben kann, die nach den Kosten für eine Bestattung fragen, ist der, dass Sie sich einen Bestatter des Vertrauens suchen und sich in einem individuellen Beratungsgespräch die Kosten berechnen lassen. Der Bestatter kann auch darüber informieren, welche Vorsorgemöglichkeiten es gibt, sodass im Fall des Falles die Kosten nicht zu einer erdrückenden Last werden.
Mit dem letzten Weg des verstorbenen Menschen wollen wir sein Leben ehren und mit der Trauerfeier auch der Gemeinschaft außerhalb der Familie die Möglichkeit geben, sich von diesem Menschen in einer angemessenen Form zu verabschieden. Die Anerkennung der Öffentlichkeit unserer Trauer tut uns gut – und doch hängt die Ehrerbietung gegenüber dem jeweiligen Menschen nicht von einer Mahagoni-Vollholztruhe für EUR 4000.- ab. Viel wichtiger ist, dass wir es schaffen, dem Leben und dem Ausdruck des Verstorbenen eine passende Feier auszurichten, die sich an unseren Möglichkeiten orientiert. Heute sind verschiedene individuelle Möglichkeiten bei der Trauerfeier gegeben, wenn wir uns frühzeitig damit auseinandersetzen, können wir für uns selbst auch immer wieder ein paar Sachen notieren, die dann spätere Entscheidungen erleichtern.
Jeder Bestatter wird gerne bereit sein, die verschiedenen Möglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften in einem Gespräch zu erklären. Nutzen Sie diese und erfahren Sie, was eine Beisetzung nach Ihren Wünschen tatsächlich kosten wird.




