In den israelischen Hilazon-Höhlen in Galiläa wurden Überreste eines Leichenschmauses gefunden, der vor 12.000 Jahren stattgefunden hat. Es handelt sich um den ältesten Leichenschmausfund überhaupt. Die Reste von 71 Schildkröten und 3 Auerochsen lagen um den Leichnam einer Frau, die rituell verabschiedet wurde. Das Festmahl reichte nach Angaben der Forscher für eine Gruppe von mindestens 35 Menschen und beweist, dass es schon vor dem Sesshaftwerden der Menschen mit Beginn der Landwirtschaft rituelle Feste in Gruppen gab. Mit dem Ackerbau begannen Menschen erst 500 Jahre später - vor ca. 11.500 Jahren in der frühen Jungsteinzeit.
Rituale und rituelle Feste hatten damals wie heute die Funktion Gemeinschaften in Übergangssituationen zu stärken und starke Gefühle zu kanalisieren. Sie schaffen Struktur und Sicherheit in Situationen des Abschiedes, des Neubeginns und der Unsicherheit, sie helfen Ängste in Schach zu halten und zu reduzieren.
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