Erde weicht dem Feuer: Wandel in der Bestattungskultur

/028_20080410_krematorium.jpgIn den letzten Jahren ist ein merkbarer Wandel in den religiösen Weltanschauungen und auch in der Wahl der Bestattungsformen spürbar. Immer mehr Menschen wünschen sich moderne Riten und neue individuellere Möglichkeiten der Aschenbeisetzung.

In Österreich und Deutschland war über Jahrhunderte die Erdbestattung üblich, welche sich an der biblisch beschriebenen Grablegung Jesu orientierte. Die Ritualik wurde durch den katholischen oder evangelischen Trauergottesdienst beziehungsweise den katholischen Einsegnungs- und den evangelischen Aussegnungsritus vorgegeben. Wer kein christliches Begräbnis wollte, hatte die Möglichkeit einen weltanschaulich neutralen Trauerredner zu beauftragen. Und dann war es aber meist schon vorbei mit den Angeboten an alternativer Gestaltung. Im Auftrag des  Bundesverbandes Deutscher Bestatter in Düsseldorf hatten die Meinungsforscher von TNS-Emnid im Februar und März diesen Jahres insgesamt 1001 Personen zu ihren Vostellungen und Bestattungswünschen befragt:

An ein Weiterleben der Seele glauben laut der Umfrage nur mehr 25 Prozent. 27 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage «Was kommt nach dem Tod?» mit «Nichts». Jeder Fünfte gab an, keine Vorstellung davon zu haben, was nach dem Ableben komme.

1964 wurde im katholischen Kirchenrecht das Verbot der Feuerbestattung aufgehoben, die Kirche propagiert aber nach wie vor die Erdbestattung nach dem neutestamentarischen Vorbild.

Die Lösung oder Lockerung der Bindung an die christlichen Kirchen, deren Ideologien, Regeln und Empfehlungen hat auch Konsequenzen für die Wahl der Bestattungsformen, denn man hält sich auch als Mitglied nicht mehr automatisch an das, was die Kirche empfiehlt. Demnach wollen immer mehr Menschen nach dem Tod eingeäschert werden:

Während laut der deutschen Studie aus dem Jahr 2008 39 Prozent eine Einäscherung wünschten, sind es 2011 bereits 48 Prozent der Befragten. Eine klassische Beerdigung in einem Sarg wollen heute nur noch 28 Prozent, 2008 waren es immerhin noch 33 Prozent. 12 Prozent überlassen die Entscheidung zwischen Feuer- oder Erdbestattung den Hinterbliebenen. 7 Prozent der Befragten möchten ihren Körper der medizinischen Forschung zur Verfügung stellen.

Eine zwischen 2007 und 2009 durchgeführte österreichische Online-Befragung von 514 Personen via www.begraebnis.at ergab, dass 68 Prozent der Befragten eine Feuerbestattung einer Erdbestattung vorziehen und nur mehr 20 Prozent zu einer Urnenbeisetzung am Friedhof tendieren. 32 Prozent wünschen sich alternative Bestattungsmöglichkeiten, wie die Beisetzung unter einem Baum, das Verstreuen der Asche in der Natur oder eine Seebestattung. 11 Prozent möchten die Urne mit nach Hause nehmen. 3 Prozent möchten ihren Leichnam der Anatomie zur Verfügung stellen und lediglich 2 Prozent der Befragten ist es völlig egal, was mit ihrem Körper nach dem Tod geschieht.

Quellen:

www.sueddeutsche.de

www.begraebnis.at

Termine Österreich

Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

Trauertänze sind eine Ausdrucksmöglichkeit bei Veränderungen, Trauer oder Verlust. Die fließenden Bewegungen dieser einfachen Kreistänze können in schwierigen Lebenssituationen zur Lösung und Heilung beitragen..

Termine 2012: 19. April., 24. Mai., 28. Juni.

jeweils 19.30 - 20:30 Uhr Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

– keine tänzerischen Erfahrungen erforderlich –

Um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von € 6,--/Abend wird gebeten!

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Allgemein

Feriencamps für Kinder in stürmischen Zeiten

RAINBOWS Feriencamp für trauernde Kinder im Sommer 2012:

Die Kosten von 310€ beinhalten Unterkunft mit Vollpension und „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

Anmeldungen und weitere Informationen:

RAINBOWS-Österreich, Theodor-Körner Straße 182, 8010 Graz, Tel: 0316/688670, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.rainbows.at


Niederösterreich

7. Trauerwandertag

von Altruppersdorf nach Poysdorf

Samstag 14. April. 2012, 15 Uhr, Treffpunkt: Lourdesgrotte in Altruppersdorf

Weitere Infos und Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot: Trauerwandertag Detailinfos (PDF)


Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Tirol

Trauer für verwaiste Eltern (Osttirol)

jeden 4. Donnerstag/Monat,19.30 Uhr, Eltern-Kind- Zentrum Lienz


Tirol

Tirol: „Trau dich zu trauern, Mann!“ - Wochenende für Männer im November

Infos: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=7&detail=50008456&portal=60


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