
Für Leichenasche gilt in Österreich Beisetzungspflicht. Derzeit wird Asche nur auf Friedhöfen in Urnennischen oder Erdgräbern beigesetzt. In den meisten Bundesländern ist es auch möglich die Asche von Verstorbenen mit Genehmigung der zuständiugen Behörde auf eigenem Grund und Boden eines Angehörigen beizusetzen.
In den benachbarten Ländern gibt es bereits die Möglichkeit der Beisetzung in einem Friedwald. Hier wird die Urne bei einem von den Angehörigen ausgewählten Baum beigesetzt. Die Hinterbliebenen haben so einen Ort, an dem sie ihre Verstorbenen besuchen und ihrer gedenken können, die Grabpflege bleibt aber der Natur überlassen. Andreas Waldher, Geschäftsführer der Bestattung Kärnten plant ein ähnliches Projekt für Österreich: Im österreichischen "Friedensforst" darf der von den Anghörigen gewählte Baum erst rund 90 Jahre nach der letzten Beisetzung gefällt werden. Auf dem Baum wird der Name des Verstorbenen in eine Messingplatte graviert.
Die ersten Schritte, das Projekt in die Praxis umzusetzen, sind bereits getan, so Waldher: Die Bestattung Kärnten hat das Waldstück bereits erworben. Wenn der Bürgermeister das Grundstück umgewidmet und diese Art der Bestattung genehmigt hat, wird Klagenfurt die erste Stadt Österreichs mit einem Friedensforst sein.




