Ist Asche giftig?

„Bestattungsgesetze“ sind in Österreich landesrechtlich geregelt. Das heißt, dass es in den einzelnen Bundesländern Unterschiede gibt. Für Tirol ist die Bestattung Verstorbener im Gemeindesanitätsdienstgesetz geregelt, wonach Verstorbene, aber auch Leichenasche beisetzungspflichtig sind. Verstorbene müssen auf einem Friedhof beigesetzt werden, Asche kann außerhalb von Friedhöfen mit Genehmigung der Bezirksveraltungsbehörde auch auf Privatgrundstücken beigesetzt werden. Derzeit darf Asche privat nicht in Wohnungen aufbewahrt oder in der Natur verstreut werden.

Das Gemeindesanitätsdienstgesetz wird derzeit überarbeitet. Die TrauerHilfe Bestattungen unterstützen Änderungen des Gesetzes hinsichtlich der freien Aschenverwendung:  „Grundsätzlich möchten wir auch in Tirol die Möglichkeit schaffen, dass die Asche wie auch in der Schweiz, den Niederlanden und Teilen von Deutschland an anderen Plätzen als dem klassischen Friedhof beigesetzt werden kann. Da es Anfragen bezüglich dieser Möglichkeiten auch von Menschen gibt, die entweder keinen eigenen Grund und Boden zur Verfügung haben bzw. eine naturnahe Beisetzung außerhalb des klassischen Friedhofs wünschen, möchten wir die grundsätzliche Freistellung von Asche erwirken“, erklärt Dr. Markus Ploner, Geschäftsführer der TrauerHilfe.

Voraussetzung dafür ist natürlich ein Nachweis über die grundsätzliche „Ungefährlichkeit“ von Asche. Aus diesem Grund wurde von den TrauerHilfe Bestattungen eine Aschenanalyse am Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Universität Innsbruck durch Univ.-Prof. Dr. Hubert Huppertz in Auftrag gegeben, aus der wir Auszüge zusammenfassen:

Die Unterschiede in den Gesetzgebungen der einzelnen europäischen Länder zeugen von großer Unsicherheit im Umgang mit der Asche, wobei es weniger um moralische Bedenken als vielmehr um ihre Umweltverträglichkeit geht. Die Angst der Bevölkerung vor Gefahrstoffen gab den Anstoß die Inhaltsstoffe der Kremationsasche wissenschaftlich zu untersuchen. Der Mensch sammelt im Laufes seines Lebens eine beträchtliche Anzahl von Schadstoffen in seinem Körper. Diese werden während des Verbrennungsprozesses aufgrund der hohen Temperaturen (800-1200°C) größtenteils thermisch zersetzt. Die Abgase werden durch hochentwickelte Filteranlagen gereinigt, der Filterabfall dem Sondermüll zugeführt. Zurück bleibt grobe Verbrennungsasche, aus der alle Metallteile (Prothesen und Sargbeschläge) entfernt werden. Dann werden die Rückstände verfeinert und in die Urne gegeben. Hier stellt sich die eigentliche Frage: Handelt es sich bei der granulatförmigen Asche um eine ungefährliche oder toxische Substanz?

Bereits im August 2006 wurde von der Technischen Abteilung der Gartenbau-Berufsgenossenschaft eine Untersuchung von Kremationsasche aus 11 verschiedenen Krematorien veröffentlicht. Es wurden sowohl die Inhaltsstoffe der Kremationsasche bestimmt als auch die Gefahren beim Ausstreuen auf Grünflächen untersucht, wobei den krebserregenden Schwermetallen besondere Aufmerksamkeit galt: In den Proben waren Beryllium, Zink, Cadmium, Blei, Antimon, Chrom(Vl), Kobalt und Nickel nachweisbar, allerdings in Mengen, die weit unter den gesetzlich festgelegten Grenzwerten liegen.
Die interessanteste Untersuchung betraf das Aschestreuen mithilfe einer „Streuurne“, bei der die Asche aus einer Höhe von ca.1 Meter auf die Rasenfläche gestreut wurde. Hier wurde vor allem die Belastung für die streuende Person durch Feinstäube untersucht. Auch hier zeigten die Ergebnisse keine Überschreitung der gesetzlich zulässigen Grenzwerte.
Bezüglich der anorganischen Inhaltsstoffe konnten die Werte des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz (BGIA) in St. Augustin durch die Untersuchung an einer durch die TrauerHilfe Bestattungs GesmbH zur Verfügung gestellten zufällig ausgewählten Ascheprobe eines ausgewachsenen Menschen bestätigt werden.

Nach Meinung von Univ.-Prof. Dr. Hubert Huppertz ist die Beisetzung einer aus einem biologisch abbaubaren Material wie Holz, gepresstem Maismehl oder ungebleichtem Zellstoff bestehenden Urne an ausgewählten gekennzeichneten und geschützten Plätzen in der Natur völlig unbedenklich. Dies gilt insbesondere, wenn man selbige Vorgehensweise mit der Beisetzung eines Verstorbenen in einem Sarg vergleicht, was ein ungleich größeres Umweltrisiko darstellt. Durch den Verbrennungsvorgang bei hohen Temperaturen werden nahezu die gesamten organischen Gefahrstoffe des Sarges und des Verstorbenen vernichtet, wogegen bei der Erdbestattung im langsamen Verwesungsprozess eine ungeahnte Menge toxischer Substanzen entsteht, die für die Umwelt sehr gefährlich sein können. Der Schwermetallanteil ist natürlich bei beiden Bestattungsmethoden identisch, da ja beim natürlichen Verwesungsprozess, die Schwermetalle auch nicht verschwinden. Ein Vergleich des Gefahrenpotentials bei beiden Bestattungsprozessen lässt mich daher zum Schluss kommen, dass die fachgerechte Beisetzung von Kremationsasche wesentlich umweltfreundlicher ist als die eines Verstorbenen in einem Sarg mit anschließendem Verwesungsprozess.

Link: Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Universität Innsbruck
http://www-c724.uibk.ac.at/aac/

Termine Österreich

Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

Trauertänze sind eine Ausdrucksmöglichkeit bei Veränderungen, Trauer oder Verlust. Die fließenden Bewegungen dieser einfachen Kreistänze können in schwierigen Lebenssituationen zur Lösung und Heilung beitragen..

Termine 2012: 19. April., 24. Mai., 28. Juni.

jeweils 19.30 - 20:30 Uhr Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

– keine tänzerischen Erfahrungen erforderlich –

Um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von € 6,--/Abend wird gebeten!

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Allgemein

Feriencamps für Kinder in stürmischen Zeiten

RAINBOWS Feriencamp für trauernde Kinder im Sommer 2012:

Die Kosten von 310€ beinhalten Unterkunft mit Vollpension und „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

Anmeldungen und weitere Informationen:

RAINBOWS-Österreich, Theodor-Körner Straße 182, 8010 Graz, Tel: 0316/688670, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.rainbows.at


Niederösterreich

7. Trauerwandertag

von Altruppersdorf nach Poysdorf

Samstag 14. April. 2012, 15 Uhr, Treffpunkt: Lourdesgrotte in Altruppersdorf

Weitere Infos und Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot: Trauerwandertag Detailinfos (PDF)


Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Tirol

Trauer für verwaiste Eltern (Osttirol)

jeden 4. Donnerstag/Monat,19.30 Uhr, Eltern-Kind- Zentrum Lienz


Tirol

Tirol: „Trau dich zu trauern, Mann!“ - Wochenende für Männer im November

Infos: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=7&detail=50008456&portal=60


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