Julius Müller, Jahrgang 1939, war bis zu seiner Pensionierung 28 Jahre für die Bestattung Wien tätig. Er bezeichnet sich selbst als Bestatter mit Leib und Seele, war er doch auch Geschäftsführer des hiesigen Bestattungsmuseums. Seine Erfahrungen und Erlebnisse rund um den Tod sind in seinem Werk Es ist fast ein Vergnügen zu sterben zu lesen.
Auf ironische und humorvolle Weise erzählt Müller die Geschichten von Undingen wie dem „Telefon-Engel“ oder dem HSV-Friedhof für Fußballbegeisterte im Stadion-Aussehen, berichtet von Deutschlands fröhlichster Todesanzeige oder Verwandten, die die Asche ihres Angehörigen versehentlich verspeisten. Das Werk beginnt mit dem Alphabet der letzten Dinge, durch welches der Leser über das Wichtigste von Arangeur bis Zeremonie bescheid weiß.
Aus seinem Buch Es ist fast ein Vergnügen zu sterben (Seifert Verlag, 2007) laß der Autor am Donnerstagabend im Restaurant Bienenkorb in Eisenstadt.
Für ASPETOS: Jan Stogner
(Quelle: orf.at)




