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Abstimmung: die schönsten Grabmale

Geschrieben von Jörg Bauer am . Veröffentlicht in Friedhof/Krematorium

Was Wettbewerbe betrifft, neigt Österreich bekanntlich dazu, einiges von den deutschen Nachbarn abzuschauen. Zur Beweisführung mögen die Eigenproduktionen österreichischer Fernsehsender dienen. Doch ein ganz besonderer Wettbewerb schaffte es leider noch nicht über die Staatsgrenze: der Grabmal-TED.

Insgesamt 5 Monate lang hatten Deutschlands Internetnutzer die Möglichkeit, das beste Grabmal zu küren. Das Ergebnis spiegelte einen eindeutigen Trend wider, der sich schon seit mehreren Jahren abzeichnet: Das Grabmal-Einerlei wird langsam aber sicher von einer Vielfalt an Formen und Materialien abgelöst.

Das Grabmal als Ausdruck der Individualität

Dass der Wunsch nach Einzigartigkeit nicht am Grab endet, zeigen schon die alternativen Bestattungsformen, die Jahr für Jahr beliebter werden. Doch auch das klassische Familiengrab darf sich heutzutage gerne vom benachbarten abheben. Und das beweist der mittlerweile neunte Grabmal-Wettbewerb sehr eindrucksvoll. Schließlich bestand die Jury nicht aus den Mitgliedern einer Interessensvertretung, sondern aus ganz normalen Bürgern. Aus diesem Grund darf die Abstimmung auch getrost als Gradmesser für deren Vorlieben angesehen werden.

Auch aus ökologischer und ethischer Sicht setzten die Initiatoren des Wettbewerbs, Aeternitas und die Fachzeitschrift Naturstein, einen Meilenstein: Es durften nur regional verfügbare Materialien verwendet werden. Zusätzlich wollten die Veranstalter damit natürlich auch die Vielfalt heimischer Steinsorten und Materialien aufzeigen.

Vielfalt statt Konformität

Besonders beeindruckend war die Fülle an Materialien, die von den insgesamt 18 teilnehmenden Steinmetzen und BildhauerInnen verwendet wurden. Neben dem Klassiker Stein verarbeiteten sie auch eher ungewöhnliche Rohstoffe wie Glas, Metall und Holz. Nicht zuletzt überzeugten die Formen: Quader, Kreuze und Stehlen waren ebenso vertreten wie Kugeln und sogar ein Grabmal in Form eines USB-Sticks. Wer sich an dieser Stelle gerne inspirieren lassen möchte, findet die Grabmale im Aeternitas-Katalog unter www.gute-grabmale.de.

Angesichts der sich ständig verändernden Bestattungskultur, die natürlich auch nicht vor Österreich halt macht, wäre eine ähnliche Initiative auch dort äußerst begrüßenswert. Österreichische Bildhauer hätten so die Möglichkeit, ihre Künste einem breiten Publikum zu präsentieren und die Menschen für individuelle Grabmale zu begeistern. Und vielleicht würden im Laufe der Zeit unsere Friedhöfe sogar zu Orten der Stille, des Gedenkens und der Kunst werden.

Interessierte Betriebe melden sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weiterführender Link:

Deutschlands Top-Grabmale gekürt – Aeternitas e. V.
http://www.aeternitas.de/inhalt/aktuelles/meldungen/2014_09_05__09_00_04

 

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EWIG NAH – Grabsystem mit Zukunft

Geschrieben von Sue Holl am . Veröffentlicht in Friedhof/Krematorium

Grab

Was halten Sie davon, wenn sich das Grab Ihrer Hinterbliebenen selbst bewässert? Und Ihnen eine SMS schickt, sobald das Wasser im Tank zur Neige geht? Und Sie informiert, wenn Vandalen wüten oder Diebe den Grabschmuck entwenden? Und dazu noch schön, individuell und erschwinglich ist?

Die aktuellen Herausforderungen an Hinterbliebene sind deutlich größer als früher: Lebten noch vor wenigen Jahren zumindest ein paar Verwandte in Friedhofsnähe, trennen uns heute oft weite Strecken vom Familiengrab. Berufliche und private Umbrüche bringen immer wieder unerwartete räumliche Veränderungen in unsere Leben. Wenn das Grab dann vernachlässigt wird, haben viele Menschen ein schlechtes Gewissen. Bisher gab es nicht viele Lösungen für dieses Problem. Entweder wurde ein regionales Unternehmen mit der Grabpflege beauftragt oder aber eine mehr oder weniger dekorative Grabplatte zierte das Grab.

Grabpflege für Vielbeschäftigte

Die deutsche Pusch GmbH hat sich dieser Herausforderung äußerst erfolgreich gestellt; das Ergebnis wurde auf der BEFA 2014 präsentiert: ein Grabsystem aus Naturstein und Metallelementen mit integriertem Wassertank, automatischem Bewässerungssystem und einer ununterbrochen leuchtenden Grabkerze mit LED-Element. Der bepflanzte Bereich wird über mehrere Wochen hinweg optimal mit Wasser versorgt, und sobald der Tank leer ist, wird eine zuständige Person per SMS darüber informiert. Und da diese Technik bereits integriert ist, wird sie gleich doppelt genutzt: Auch in Fällen von Diebstählen oder Vandalismus kommt die Kurznachricht prompt aufs Handy.

Wer hinter dem EWIG NAH-System eine Art „optisches Einheitsgrab“ vermutet, wird auf jeden Fall positiv überrascht sein. Zwar liegt jedem einzelnen Grab die gleiche Technik zugrunde, der Spielraum für Individualität ist dennoch gegeben. Das fängt bei der Gestaltung des Grabsteins an, der aus Naturstein, Metall oder einer Kombination dieser Materialien gefertigt werden kann. Auch die Grabumrandung kann weitgehend nach Wunsch gestaltet werden und die Bepflanzung bleibt ohnehin jedem Einzelnen überlassen.

Alternative zu Naturbestattung

Die Größe des Grabsystems ist variabel: EWIG NAH kann bei Einzel-, Doppel- und Urnengräbern problemlos eingesetzt werden. Für viele Hinterbliebene, die nicht immer vor Ort sein können, ist dieses System ein großer Schritt in Richtung Wahlfreiheit –schließlich entscheiden sich viele Menschen vor allem aus Zeitmangel für eine Naturbestattung, die keine aufwendige Grabpflege erfordert. Nun müssen sie nicht mehr auf die traditionelle Begräbnisstätte verzichten.

Weiterführender Link:

EWIG NAH – Pusch GmbH
http://www.pusch.ws/produkte/ewig-nah-grabsystem/einzelgrab.html

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Der richtige Grabschmuck für Allerheiligen und Allerseelen

Geschrieben von Jörg Bauer am . Veröffentlicht in Friedhof/Krematorium

Allerheiligen Allerseelen

 Der Brauch, Blumenschmuck in die Gräber verstorbener Menschen zu legen und ihrer so zu gedenken, ist schon mehrere Tausend Jahre alt (ASPETOS berichtete: ). In Europa nehmen insbesondere Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) eine wichtige Rolle beim Gedenken an die Toten ein.

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