Kopenhagen/Dänemark: Der Verein „Regnbuen“ gründete einen Friedhof für Schwule in Kopenhagen, Gründervater ist Pfarrer Ivar Larsen, der auch für die Gestaltung hauptverantwortlich ist. Er selbst hat für sich und seinen Partner schon ein Plätzchen reserviert. Derzeit ist Platz für 36 Urnen, die Begräbnisstätten können ausschließlich von schwulen und lesbische Vereinsmitgliedern gemietet werden. Eine Grabstätte kostet 335 Euro und ist mit einem großen Stein markiert, über dem eine Regenbogenflagge weht. Die Errichtung des Schwulenfriedhofs erklärte Pfarrer Lars damit, dass er eine letzte Ruhestätte „im Kreise seiner Familie“ haben will, - so wie es eben auch Schwulenbars gibt.
Mit „Man(n) kann es auch übertreiben: Dänen gründen 'Friedhof für Schwule'. Ein 'Friedhof der Kuscheltiere'?“ titelt ein Artikel auf der österreichischen Plattform www.gayösterreich.at. Vertreter der Plattform kritisieren die Errichtung als Ghettoisierung von Schwulen noch über den Tod hinaus. „Während in Österreich darum gekämpft wird, Homosexualität gesellschaftlich und gesetzlich als der Heterosexualität gleichwertig zu verankern, gehen die sonst so fortschrittlichen Dänen nun offensichtlich wieder einen Schritt zurück.“, lautet der kritische Kommentar von gayösterreich.at.
Quelle: www.gayösterreich.at




