Klagenfurt: Projekt "Friedensforst" kurz vor Umsetzung

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Seit Andreas Waldher die Geschäftsführung der Bestattung Kärnten übernommen hat, setzt er sich für das Projekt „Friedensforst“ in Klagenfurt ein. Und nun ist es bald soweit: In einem Waldstück im Süden von Klagenfurt in der Nähe der Sattnitz am Wörthersee wird in naher Zukunft ein Friedensforst eröffnet.

In Deutschland gibt es 40 Friedwälder, in der Schweiz 24. In Österreich hat sich die Möglichkeit der Baumbestattung erst vereinzelt durchgesetzt, insgesamt entwickelt sich diese Idee in Österreich sehr zögerlich, was zu einem guten Teil an den bestehenden Bestattungsgesetzen der einzelnen  Bundesländer liegt, welche Beisetzungen von Asche meist lediglich auf dafür vorgesehenen Bestattungsanlagen erlauben. In manchen Bundesländern ist auch die Beisetzung auf eigenem Grund und Boden erlaubt, sofern man dafür die Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde einholt.

„Andreas Waldher hat das Projekt Friedensforst dem Senat der Stadt Klagenfurt präsentiert, der sofort begeistert war und dieses Projekt auch forciert hat“, so der Klagenfurter Friedhofsreferent Wolfgang Germ. Die Stadt hat daraufhin eine Anregung an das Land Kärnten geschickt, da das Kärntner Bestattungsgesetz geändert werden musste: Bis dato ist eine Beisetzung der Asche nur auf einem traditionellen Friedhof möglich. Ein Friedhof ist nach dem bestehenden Landesgesetz eine eingefriedete Bestattungsanlage, auf der nach Größe, Lage und Widmung erforderliche Betriebsgebäude, sanitäre Anlagen, Abfallplätze, Versorgungsleitungen und Wasserentnahmestellen vorhanden sein müssen.

Das neue Gesetz wird  nun auch Aschenbeisetzungen auf dafür vorgesehenen Waldstücken erlauben. Alle rechtlichen Schritte sind bereits durchgeführt, derzeit wird nur noch auf den Formalakt der Novellierung des Bestattungsgesetzes gewartet, dann kann die erste Urne beigesetzt werden, erläutert Germ den Stand der Dinge. Er geht davon aus, dass der Friedensforst in circa einem Jahr eröffnet werden kann.


Die Verpflichtung zur Grabpflege entfällt

Andreas Waldher erklärt, dass man mit dieser naturnahen Bestattungsform dem Wandel in der Bestattungskultur Rechnung trägt: Die Tendenz geht eindeutig in Richtung Feuerbestattung. In Kärnten wählen bereits zwischen 60 und 70 Prozent diese Bestattungsform. Für diese starke Tendenz zur Feuerbestattung gibt es viele Gründe, einer davon liegt aber sicherlich in der entfallenden Grabpflege, sind sich Waldher und Germ einig. Die Verpflichtung zur Grabpflege entfällt nämlich, wenn eine Beisetzung in einer Urnennische oder in Zukunft auch im Friedwald gewählt wird. Familien wohnen heutzutage nicht mehr auf engem Raum in der Nähe des Friedhofs, sondern verstreut – teilweise über den ganzen Erdball verteilt – und so ist die Regelmäßigkeit der Pflege, die ein Erdgrab benötigt, oft nicht möglich, erläutert Waldher. Dennoch möchten die Angehörigen die Urnen ihrer Verstorbenen gut aufgehoben wissen. Das ist in einer Urnennische der Fall, eine Beisetzung bei einem Baum ist allerdings auch eine sehr schöne Alternative, ist Waldher sicher.


Die Natur ist Schmuck genug

Anders als am Friedhof werden die Bäume im Friedensforst lediglich mit Nummern versehen, sodass die Angehörigen ihren Baum leicht finden können. Die Namen der Verstorbenen und die Geburts- und Sterbedaten stehen auf einer Gedenktafel beim Eingang des Friedensforstes. Auf Schmuck und Kerzen muss verzichtet werden: Kerzen sind wegen der Brandgefahr nicht zulässig, auf „Grabschmuck“ soll aber auch verzichtet werden, denn die Philosophie in Friedwäldern und auch im Kärntner Friedensforst ist, dass die Natur selbst Schmuck genug ist. Die Trauerfeier richtet sich wie in jedem Friedhof nach der Weltanschauung des Verstorbenen bzw. der Hinterbliebenen, hier wird es keine Änderungen geben: So sind hier Trauerzeremonien aller Konfessionen und natürlich auch unkonfessionelle Abschiedsfeiern möglich.

Sowohl Andreas Waldher als auch Wolfgang Germ können sich gut vorstellen einst im Friedensforst beigesetzt  zu  werden: „Die Vorstellung, dass meine Familie um einen Baum wieder vereint wird, erzeugt einfach ein warmes Gefühl“, so Waldher.

Das „Stadtgespräch“ mit Andreas Waldher und Wolfgang Germ (Moderation Miriam Techet) können Sie unter folgendem Link verfolgen:

http://www.kt1.at/stadtgespraech/video/die-letzte-ruhestaette/




Termine Österreich

Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

Trauertänze sind eine Ausdrucksmöglichkeit bei Veränderungen, Trauer oder Verlust. Die fließenden Bewegungen dieser einfachen Kreistänze können in schwierigen Lebenssituationen zur Lösung und Heilung beitragen..

Termine 2012: 19. April., 24. Mai., 28. Juni.

jeweils 19.30 - 20:30 Uhr Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

– keine tänzerischen Erfahrungen erforderlich –

Um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von € 6,--/Abend wird gebeten!

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Allgemein

Feriencamps für Kinder in stürmischen Zeiten

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Die Kosten von 310€ beinhalten Unterkunft mit Vollpension und „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

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RAINBOWS-Österreich, Theodor-Körner Straße 182, 8010 Graz, Tel: 0316/688670, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.rainbows.at


Niederösterreich

7. Trauerwandertag

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Samstag 14. April. 2012, 15 Uhr, Treffpunkt: Lourdesgrotte in Altruppersdorf

Weitere Infos und Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot: Trauerwandertag Detailinfos (PDF)


Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Tirol

Trauer für verwaiste Eltern (Osttirol)

jeden 4. Donnerstag/Monat,19.30 Uhr, Eltern-Kind- Zentrum Lienz


Tirol

Tirol: „Trau dich zu trauern, Mann!“ - Wochenende für Männer im November

Infos: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=7&detail=50008456&portal=60


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