Auch individuelle Wünsche sollten befriedigt werden
Die Strömungen unserer modernen Zeit betreffen längst auch den Abschluss unseres Lebens. Die gewonnene Freiheit schuf unabhängige Menschen die sich fast vollkommen individuell entwickeln. Dies betrifft längst auch den Bereich der Bestattung. Individualität ist auch auf dem letzten Weg ein Thema und wer es sich leisten kann, verzichtet auf das übliche Einerlei.
Wir möchten an dieser Stelle einen Bildhauer und Künstler vorstellen, der diese Individualität auf ganz besondere Weise bedient. Den Bildhauer und Architekten Paul Franz Brenner. In seinem Schaffen hat er sich nun auch dem letzten Geleit gewidmet und seine Werke (Sarkophage und Urnen) sprechen für sich.
„Mit dem Eintritt in den bevorstehenden Wandel unseres Bewusstseins braucht es neue Formen der Bestattung. Darin voranzugehen ist für mich als Bildhauer eine Herausforderung. Die trauerbelastete viereckige Form der maschinellen Fertigung einer noch so "schönen Kiste" hat mit einer spirituellen Einstellung zum Tod keine Verbindung mehr - nur die organische, runde, einmalige Form mit einem Hinweis auf die geistige Ausrichtung des Hinübergegangenen hat die Möglichkeit den "Hiergebliebenen" auf seine Reise mitzunehmen. Den Tod als Übergang zu erleben, ist meine Inspiration bei der Gestaltung eines Sarkophages. Der Lieblings- oder Seelenbaum umhüllt den vergänglichen Teil - Schönheit und Freude stehen am Beginn und am Ende des Lebens. Wenn ich mich selbst daher noch lebend einer Gestaltung des Lebensbaumes widme erreiche ich eine Gewissheit die mir über den Zweifel hinweghilft.“, so Brenner.
Der Bildhauer und Architekt Paul Franz Brenner zählt zu den ungewöhnlichsten Künstlern Österreichs, da er sich nach seinem Architektur- und Botanikstudium einige Jahre lang der Almwirtschaft auf den Alpen in der Schweiz und in Österreich widmete. Dort erforschte er, abgeschnitten von der Welt, die dortige Pflanzenwelt und verschiedene Holzarten und dachte gleichzeitig über die existenziellen Probleme des heutigen Lebens nach. Seine Erfahrungen im Umgang mit der Natur verarbeitete er über Jahre in seinen organischen Skulpturen, die er aus verschiedenen, ausschließlich europäischen Holzsorten wie Nuss-, Kastanien-, Linden-, Kirsch-, Birnen-, Apfel-, Akazien-, Ölbaumholz etc. schafft. Bei der Oberflächenbearbeitung seiner Skulpturen behält er die Erkennungsmerkmale des Holzes bei und nützt die dekorativen Effekte der Naturstrukturen.
Seine Sarkophage und Urnen sind echte Kunstwerke und einen Blick darauf sollte man in jedem Fall riskieren. http://www.urnen-schreine.at




