Luckenwalde, Deutschland. Als die 82-jährige Christa B. das Familiengrab am Friedhof Jüterboger Tor besuchen wollte, traute sie ihren Augen nicht: Der Grabstein, die Blumen und sogar die Einfassung waren verschwunden. Übrig blieb nur eine leere Erdfläche.
In der Vergangenheit hegte und pflegte Frau B. das Grab, in dem ihr Mann vor 18 Jahren beigesetzt wurde, regelmäßig. – Bis es nun verwechselt und fälschlicher Weise beräumt wurde.
Tochter und Schwiegersohn der betagten Dame wendeten sich sogleich an das Ordnungsamt Luckenwalde. Dieses leitete die entsetzten Angehörigen an den Steinmetz weiter, bei dem die Verantwortung dafür liege. Wie Tochter Christine und Schwiegersohn Heiko berichten, wurden sie auch mit unzureichender Sensibilität behandelt: „Erst beim Hinausgehen gab es ein Wort der Entschuldigung.“
Der mit der Beräumung beauftragte Steinmetz erklärt, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände sei von seinem Mitarbeiter versehentlich eine falsche Grabanlage beräumt worden. Leider habe er erst ein paar Tage später von diesem Irrtum erfahren. Daraufhin entschuldigte er sich und bot an „umgehend und kostenlos eine bessere Einfassung und den vorhandenen Stein wieder aufzubauen.“ – Dieser Vorschlag sei jedoch abgelehnt worden. Um den Vorfall nicht zu wiederholen, habe er betriebsintern bereits Vorkehrungen getroffen! Christa B. und ihre Tochter sind indessen fassungslos. – Einstweilen wollen sie weder den Friedhof betreten, noch das Grab wiederaufgebaut sehen.
Für ASPETOS: Jan Stogner
(Quelle: www.maerkischeallgemeine.de)




