Über die besondere Verbindung zwischen Zwillingen gibt es viele schaurig-schöne Geschichten. Da erzählen Zwillinge, dass sie über tausende Kilometer spüren können, wie es ihrem Zwilling geht und genau wissen, wann sie anrufen müssen, weil es ihm schlecht geht. Oder man hört von Zwillingen, welche über weite Entfernung zeitgleich sehr ähnliche Schmerzzustände entwickeln. Ein Mann hatte über 20 Jahre das Gefühl, dass ihm etwas fehlte. Als er heiratete, tauchte am Standesamt eine Todfallsmeldung des Krankenhauses auf, in dem er geboren wurde, und er erfuhr auf diese Weise, dass er einen Zwillingsbruder hatte, der während der Geburt verstorben war. Für den Mann war das eine wichtige Entdeckung, konnte er sich nun endlich erklären, warum er ständig das Gefühl hatte, dass ihm etwas fehlte. Wie auch immer man dazu steht, ob man nun glaubt, da ist was dran an diesen Geschichten oder ob man der Meinung ist, das sind nur reißerische Storys, die von den Medien aufgeblasen wurden – egal, die Geschichte von den eineiigen Franziskanerpater-Zwillingen geht derzeit um die Welt und macht Schlagzeilen:
92 Jahre alt wurden Julian und Adrian Riester. Sie kamen 1919 nur Minuten nacheinander auf die Welt und verbrachten ihr gesamtes Leben miteinander. Niemals waren sie getrennt, sie bestellten immer das gleiche Essen, wird erzählt. 65 Jahre ihres Lebens arbeiteten sie als Franziskanerpater in New York und verstarben auf natürliche Weise im Abstand weniger Stunden an unterschiedlichen Komplikationen.
Pater Julian erkrankte vor Jahren an Parkinson und stürzte vorletzte Woche mit seinem Gehwägelchen so unglücklich, dass er ins Spital eingeliefert werden musste. Sein Zwillingsbruder Adrian wurde einige Tage später aufgrund von Herzproblemen ins selbe Krankenhaus eingeliefert. Das St. Anthony's Hospital bestätigte nun, dass Julien letzten Mittwoch um 4 Uhr morgens verstarb und sein Bruder Adrian ihm am Abend desselben Tages um 21 Uhr folgte. Wenn das nicht unter die Haut geht.
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