Wer die Universum-Dokumentation „Es lebe der Zentralfriedhof“ gesehen hat, weiß, dass der Friedhof nicht nur Ort für die Toten und die Hinterbliebenen ist, - auch allerhand Getier ist auf dem Friedhof gern zu Gast und dabei meine ich nicht die allseits gefürchteten Würmer, von denen man sagt, sie würden uns einst fressen, was ja gar nicht stimmt. Nein, die Rede ist von Raben, Amseln, Insekten, aber eben auch echt wilden Wildtieren.
Und so machen derzeit Wildschweine aber eben auch Rehe ordentlich „Sauerei“ auf zwei Friedhöfen in Deutschland.
In Plauen in Ostdeutschland verdächtigen Angehörige vorerst die Bestatter (wen sonst?): Es wurde gemunkelt, dass die Bestatter angeblich die teuren Rosensträuße heimlich wieder einsammeln und erneut verwenden würden. Daraufhin gingen Beschwerden bei der Friedhofsverwaltung ein, die jedoch aufklären konnte, dass nach Einbruch der Dämmerung Rehe in den Friedhof einbrechen und sich bevorzugt an den Rosen gütlich tun. Die Rehe werden jetzt von den Jägern mit Ködern aus dem Friedhof wieder in den Wald zurückgelockt.
Der Friedhof von Stahnsdorf vor den Toren Berlins ist nicht nur der zweitgrößte Friedhof in Deutschland, er zählt auch zu den historisch wertvollsten Friedhöfen. Nicht Rehe sind hier die Bösewichte, sondern Wildschweine, die seit einiger Zeit den Friedhof umgraben …
Unglücklicherweise kann man Wildschweine nicht wegen Störung der Totenruhe verklagen. Da nützt nur ein höherer Zaun, für den derzeit die Mittel fehlen oder aber die Jagd auf die Schweine. Der Antrag zur Jagd wurde bereits eingereicht.
Quelle:
Die Universum-Dokumentation „Es lebe der Zentralfriedhof“ gibt es übrigens auch als DVD:




