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Witwe wohnte in Gruft ihres verstorbenen Mannes

Geschrieben von Jörn Brien am . Veröffentlicht in Kurioses

Eine 43-jährige Argentinierin hat mehrere Tage in der Gruft ihres verstorbenen Mannes verbracht und neben dessen Sarg geschlafen. Angesichts der tiefen Trauer, die die Frau verspüren muss, vielleicht nicht weiter verwunderlich. Kurios ist aber, dass sie sich in der Gruft auf dem Friedhof der 18.000-Einwohner-Gemeinde Dos de Mayo häuslich eingerichtet hatte.


Letzte Ruhestätte mit Stereoanlage und Internet

So war die letzte Ruhestätte des 2010 im Alter von 28 Jahren verstorbenen Mannes nicht nur mit einem Bett, sondern sogar mit Musikanlage, Fernseher, Computer – inklusive Internetverbindung – und Sesseln ausgestattet. Sogar eine Kochnische hatte sich die trauernde Witwe einbauen lassen. Der Sarg des Verstorbenen ist übrigens mit Glas abgedeckt, sein Leichnam einbalsamiert. Das Bett der Frau steht direkt daneben.



Die Frau wohnt allerdings nicht durchgängig in dem eigens errichteten Mausoleum. Sie besuche ihren verstorbenen Mann mehrere Male im Jahr und bleibe dann jeweils ein paar Tage bei ihm, sagte sie der Polizei. Die Frau wohnt in der rund 1.500 Kilometer entfernten argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Angst mache ihr das Leben und Schlafen neben einem Toten nicht, heißt es in diversen Medienberichten. Sie bereitete sich dort sogar ihr Essen zu.

Gruft wegen Ruhestörung vorerst geschlossen

Nun hat die örtliche Polizei das Mausoleum allerdings vorerst geschlossen. Weil die Frau die Stereoanlage oft bis zum Anschlag aufgedreht haben soll, hatten sich Friedhofsbesucher ob der Ruhestörung beschwert. Die trauernde Argentinierin erklärte ihre ungewöhnlichen Aufenthalte mit der großen Liebe zu ihrem verstorbenen Mann. Zudem habe ihr schlicht das Geld gefehlt, um sich die Übernachtungen in einem Hotel leisten zu können.

 

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