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Bizarrer Erpressungsversuch mit gestohlener Urne

Geschrieben von Jörg Bauer am . Veröffentlicht in Kurioses

In wenigen Tagen geht ein Prozess um einen bizarren Vorfall in die zweite Runde, der dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe einbringen könnte. Was da vor einem Thüringer Gericht verhandelt wird, klingt wie ein Gruselschocker im Wilden Westen. Es geht um eine gestohlene Urne und einen Erpressungsversuch. Oder war doch alles ganz anders?

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Witwe wohnte in Gruft ihres verstorbenen Mannes

Geschrieben von Jörn Brien am . Veröffentlicht in Kurioses

Eine 43-jährige Argentinierin hat mehrere Tage in der Gruft ihres verstorbenen Mannes verbracht und neben dessen Sarg geschlafen. Angesichts der tiefen Trauer, die die Frau verspüren muss, vielleicht nicht weiter verwunderlich. Kurios ist aber, dass sie sich in der Gruft auf dem Friedhof der 18.000-Einwohner-Gemeinde Dos de Mayo häuslich eingerichtet hatte.


Letzte Ruhestätte mit Stereoanlage und Internet

So war die letzte Ruhestätte des 2010 im Alter von 28 Jahren verstorbenen Mannes nicht nur mit einem Bett, sondern sogar mit Musikanlage, Fernseher, Computer – inklusive Internetverbindung – und Sesseln ausgestattet. Sogar eine Kochnische hatte sich die trauernde Witwe einbauen lassen. Der Sarg des Verstorbenen ist übrigens mit Glas abgedeckt, sein Leichnam einbalsamiert. Das Bett der Frau steht direkt daneben.

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Kirche 2.0 – Überschätzter Hype oder letzte Chance?

Geschrieben von Jörn Brien am . Veröffentlicht in Kurioses

Sonntags 10 Uhr überall in Europa: Die Kirchenglocken läuten zum Gebet. Doch immer weniger Jugendliche finden den Weg in die Gotteshäuser. Darauf reagiert die Kirche jetzt, indem sie dem Zeitalter des Internets folgt. So wurde in Österreich, in der Diözese Linz, erstmals eine Social-Media-Expertin eingestellt. Andrea Meyer-Edoloeyi erkennt, dass auch engagierte Christen online kommunizieren und dass es eine Aufgabe der Kirche ist, in diesem neuen medialen Raum Freude, Hoffnung, Trauer und Ängste der Menschen wahrzunehmen.

Diesem Schritt in Richtung Web 2.0 folgen natürlich auch andere kirchliche Gemeinden. Facebook- und Youtube-Profile entstehen wie Sand am Meer, Social-Media-Strategien werden gebastelt und umgesetzt.

Ein Vorreiter für solche Strategien ist die Plattform kirche20.at. Die Webseite gibt Online-Strategien entsprechende Tricks und Kniffe an die Hand – beispielsweise, wie die technische Optimierung der Webseiten für Smartphones funktioniert.

Twitter-Gottesdienst

Auch in Deutschland ist man experimentierfreudig. In einer Frankfurter Kirchengemeinde wird der Gottesdienst getwittert. Der Mitveranstalter evangelisch.de fordert etwa alle Twitter-User auf, das Lied 432 mitzusingen und schickt per nächstem Tweet den Link zum Lied gleich mit.

Aber nicht nur die Veranstalter selbst können Nachrichten twittern, auch die Kirchengemeinde an den Smartphones geben Reaktionen, Fragen und Anregungen. So wird aus dem Frontalgottesdienst ein gemeinsames Erlebnis. Nicht nur ein Gottesdienst per Twitter wurde veranstaltet. Im April 2012 veranstaltete ein Kölner Priester einen Facebook-Gottesdienst.

Auch in der Schweiz wird dem Ziel nachgegangen, mit den neuen Online-Kanälen die Menschen zu erreichen, die man mit den bisherigen Angeboten nicht überzeugen konnte. Seelsorgende haben vor allem Facebook für sich entdeckt und können nun direkt auf Anfragen und Nachrichten reagieren, sie geben der Kirche ein Gesicht, so Christian Kelter, Diakon von Hünenberg im Kanton Zug.

Kritiker trüben Euphorie der Web-2.0-Anhänger

Wo Sonnenschein ist, ist aber auch immer Schatten. So folgen nicht alle kirchliche Gemeinden dem Social-Media-Hype. Einzelne Personen haben es leichter, so die Kritik, Aufmerksamkeit zu erlangen. Twittern oder arbeiten jedoch Körperschaften im Web 2.0, so ist die Reaktion sehr spärlich und die Kommunikation mühsam.

Ein anderer Bremspunkt in Richtung Social-Media-Kirche ist die Meinung, dass die Probleme der Kirche nicht mit Facebook und Co. gelöst werden. Wenn eine regionale Kirchengemeinde überregional im Netz arbeitet, könnte das zur Verstärkung der bedenklichen Erosion in den Gemeinden führen.

Die Frage ist, ob solche Kritik nur Angst vor dem Neuen widerspiegelt oder sich solche Prognosen bewahrheiten. Medienkenner sind sich jedenfalls einig: Facebook, Twitter, Youtube und andere Kanäle auszublenden, würde der Kirche auf Dauer schaden. Offenbar darf sich die Kirche den neuen Trends nicht widersetzen, sondern muss neue Wege gehen und wagen.

Weiterführende Links:

Andrea Meyer-Edoloeyi über Chancen der Kirche im Social Web
http://www.dersonntag.at/news/articles/2011/12/06/a5972/detailinfo

Twittergottesdienst: "Die sitzen alle mit Laptops da"
http://aktuell.evangelisch.de/artikel/2205/twittergottesdienst-die-sitzen-alle-mit-laptops-da?destination=node/2205

Unser täglich Twitter
http://www.jesus.ch/magazin/lifestyle/214447-unser_taeglich_twitter.html

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Archäologen entdecken Vampir-Gräber in Bulgarien

Geschrieben von Jörn Brien am . Veröffentlicht in Kurioses

Archäologen haben bei Ausgrabungen im bulgarischen Sozopol einen grausigen Fund gemacht: Am Fundament einer katholischen Kirche wurden zwei Gräber mit Leichen entdeckt, die jeweils mit einer Eisenstange durch Brust und Kehle gepflockt wurden, um sie so an den Sarg zu nageln.

Das Szenario erinnert an Dracula und Vampir-Filme. Doch diese Bestattungsform entstieg nicht einer Filmsequenz, sondern war bis Anfang des 20. Jahrhunderts in einigen Gegenden Bulgariens normal und üblich. Die beiden jetzt aufgefundenen Leichen sollen über 700 Jahre alt sein. In Bulgarien gab es bereits ähnliche Funde, doch in der Region der Küstenstadt Sozopol ist dies der erste Fund.

Angst vor Vampiren, keine Angst vor Hexen

Nur Menschen, die man zu Lebzeiten für böse hielt, wurden auf solche grausame Art und Weise beerdigt. Man wollte verhindern, dass sie nach dem Tod wieder aus dem Sarg steigen können, um weiter Unheil auf der Welt zu verbreiten. Die Vorstellung vom blutsaugenden Dracula schürte diese Angst noch weiter. Als böse Menschen galten im Mittelalter allerdings auch Personenkreise wie Naturheilkundler, Gelehrte und Adlige, aber auch Kleriker.

Die Angst vor Vampiren war in Bulgarien größer als die zeitgleich in Europa aufkommende Angst vor Hexen. Dies zeigt sich auch darin, dass bisher keine Vampir-Gräber mit Frauenleichen gefunden wurden.

Schutz gegen Vampire

Einigen Berichten zufolge wird bei der zweiten Leiche jedoch noch gerätselt, ob es sich um die Frau des sogenannten „Vampirs“ handelt. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, nehmen die Forscher an, dass diese zum Schutz aller gleich mitbeerdigt und am Sarg befestigt wurde.

Eines ist allerdings sicher: Die Menschen im mittelalterlichen Bulgarien haben vieles getan, um sich gegen Vampire zu schützen – von Knoblauch übers Kreuz bis hin zum Pfahl.

Weiterführende Links zum Thema:

"Vampirgräber" entdeckt

http://www.news.at/articles/1223/15/330011/graeberfund-vampirgraeber

Zwei Vampir-Gräber in Bulgarien entdeckt

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2297882/Zwei-Vampir-Graeber-in-Bulgarien-entdeckt.html

Vampir-Gräber in Bulgarien entdeckt

http://www.bild.de/news/ausland/vampir/vampir-graeber-bulgarien-24513256.bild.html

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Telefonieren nur auf dem Friedhof

Geschrieben von Jörn Brien am . Veröffentlicht in Kurioses

Es ist ein sonderbares Bild, das sich dem unwissenden Besucher auf dem Friedhof im kleinen Dörfchen Pilszcz in Polen bietet. Normalerweise ist der Friedhof ausschließlich ein Ort des stillen Rückzugs, ein Platz des Gedenkens. Nicht so in Pilszcz. Der Pilszczer Friedhof, am Rande des Dorfs und auf einem Hügel gelegen, ist das Mekka für alle Handytelefonierer der Gegend.

Kommunikation in die Außenwelt


Schließlich ist auf dem Friedhof der Empfang bestens und so wird sich aufgemacht, mit dem Handy in der einen und einer Kerze in der anderen Hand. Ein buntes Treiben herrscht auf diesem Friedhof. Ob Alt oder Jung, Groß oder Klein, jeder weiß genau, wo er sich hinstellen muss, um für sein jeweiliges Netz die beste Qualität zu bekommen – die einen müssen durch ihren Anbieter in die eine Ecke, die anderen in die gegenüberliegende. So herrscht trotz des augenscheinlichen Chaos eine durchdachte Ordnung.

Kein Handy-Empfang

Die Erklärung für das skurrile Handy-Pilgern: Im gesamten Ort Pilszcz ist das Telefonieren mit dem Handy nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich. Der Empfang ist einfach zu schlecht. Einmal eine Verbindung in die Außenwelt gefunden, muss man schon still stehen wie ein Zinnsoldat, um nicht ins nächste Funkloch zu geraten. Wenn dann wieder hilfesuchend auf Handy geschaut wird, leuchtet wie so oft „Netzsuche läuft“ auf.

Funkmast zu niedrig

Abhilfe könnte zwar geschaffen werden. So ist laut den großen polnischen Netzbetreibern das Anbringen eines Verstärkers für den Mobilfunkverkehr möglich - allerdings in mindestens 45 Meter Höhe. Der alte Funkmast der Grenzpolizei ist zu niedrig. Messungen zufolge ist dieser lediglich 42,50 Meter hoch.

Kirche weigert sich

Der letzte rettende Anker für die Bewohner des netzfreien Dorfes ist der Turm der örtlichen Kirche. Der Kirchturm ist rund 50 Meter hoch und hätte somit die perfekten Maße, den armen „Schäfchen“ zu helfen. Doch die Kirche weigert sich. Der Bischof will die Verbreitung weltlicher Nachrichten nicht fördern. Eigentlich ein schlechter Pakt: Denn wenn der Verstärker auf dem Kirchturm einen Platz fände, würde das der Kirchengemeinde 5.000 Zloty (rund 1.200 Euro) jährlich einbringen. Nun müssen die Bewohner von Pilszcz hoffen, dass der Bischof doch noch ein Einsehen hat – oder weiterhin zum Friedhof pilgern.

Weiterführende Links:


Handyempfang nur auf dem Friedhof
http://www.welt.de/videos/deutsche-welle/article13499363/Polnisches-Dorf-hat-nur-auf-dem-Friedhof-Handyempfang.html

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