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Motive für Gedenkkerze gesucht: Wie die Kleinsten den Tod wahrnehmen.

Geschrieben von Redaktion Aspetos am . Veröffentlicht in Leben & Tod

Wie die Kleinsten den Tod wahrnehmen

Bunte Bettwäsche oder ein gemütliches Nackenkissen im Sarg – Kinderzeichnungen haben so manch überraschendes Detail parat. Die Kleinsten unserer Gesellschaft haben eben einfach eine andere Vorstellung vom Tod, als wir Erwachsenen. Neben der Trauer empfinden Kinder oft auch Hoffnung. Verstorbene werden in der eigenen Vorstellung zum Teil mehr lebendig als tot wahrgenommen. Deshalb werden auch häufig Gegenstände innerhalb des Sargs dargestellt, die die verstorbene Person benötigen könnte.

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Deutschlands faszinierendste Friedhöfe gewählt

Geschrieben von Aeternitas e.V. am . Veröffentlicht in Leben & Tod

Deutschlands faszinierendste Friedhöfe gewählt

Bei der Onlineabstimmung „Faszination Friedhof“ hat der Friedhof der Herrnhuter Brüdergemeine in Sachsen den ersten Platz belegt. Ein jüdischer Friedhof in Worms und eine historische Anlage im nordhessischen Schenklengsfeld folgen auf den weiteren Rängen. Sehens- und erhaltenswerte historische Friedhöfe finden sich jedoch überall in Deutschland.

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Helmut Schmidt: Der Staatsmann mit Menthol-Zigarette und spitzer Zunge sagt Adieu

Geschrieben von Redaktion Aspetos am . Veröffentlicht in Leben & Tod

Helmut Schmidt

Politiker, Publizist und Ökonom. Ein Krisenmanager mit Grundsatz und Weitblick. 


Altbundeskanzler und deutsche Polit-Ikone Helmut Schmidt starb im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in Hamburg. Es gibt viel über den Mann mit Scharfsinn zu berichten. Der ehemalige Herausgeber der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ war für viele Anhänger eine moralische Instanz. Mit seinen charismatischen Reden wird er ewig in Erinnerung bleiben. Acht Jahre prägte der sozialdemokratische Kanzler die Bonner Republik und wurde so über die Grenzen hinaus bekannt.

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Das Bild des toten Aylan schockiert die Welt

Geschrieben von Mag. Mariella Beier am . Veröffentlicht in Leben & Tod

Das Bild des toten Aylan schockiert die Welt

Ein schlaffer lebloser Kinderkörper liegt mit dem Gesicht im Sand am Strand des türkischen Luxusbadeorts Bodrum. Die Identität des an Land gespülten Kindes ist zunächst unbekannt. Dann hat der kleine dreijährige Bub einen Namen. Aylan aus dem syrischen Kobane musste im Mittelmeer, auf der Überfahrt zur griechischen Insel Kos, sein Leben lassen. Und mit ihm mindestens weitere 11 Menschen, die aus ihrer Heimat flohen, um Zuflucht an einem sicheren Ort zu suchen. Jemand hat dieses tragische Bild festgehalten, das nun um die Welt geht und Erschütterung, Empörung und Trauer auslöst.

Zur Tragödie: Aylans Familie will nach Kanada zu einer Verwandten flüchten. Mit am Boot sind seine Mutter, sein Vater und sein 5-jähriger Bruder. Hoher Wellengang bringt das Boot vor der türkischen Küste zum Kentern. Nach einem einstündigen Kampf um seine Familie muss der Vater aufgeben. Sein erster Sohn ist bereits in den Wellen gestorben. Er muss ihn loslassen, um seinen anderen zu retten, berichtet der Vater dem oppositionellen syrischen Radiosender Rosana FM. Aus den Fluten kam schlussendlich nur er lebend. Nach Stunden im Wasser wird er von der Küstenwache an Land gebracht. Mehrere tausend Euro zahlte er dem Schlepper, der sich kurz nach Auftreten des unruhigen Seegangs aus dem Staub gemacht und aus dem Boot gesprungen ist.

Dass Europa mit dem Flüchtlingsstrom überfordert ist, ist eine Tatsache. Die Medien sind voll von Berichten über die „Flüchtlingskrise“. Jeden Tag ein neuer tragischer Fall von Schlepperei, überfüllten Unterkünften und gekenterten Booten im Mittelmeer. Nun rüttelt erneut das Bild des kleinen Aylan, der am 2.9. 2015 sein Leben verlor, die Menschen auf. Printmedien wie „The Guardian“, „The Independent“ oder die deutsche Bildzeitung brachten das Foto auf der Titel- bzw. Rückseite. Nun ist eine Debatte entfacht, ob es moralisch vertretbar ist, derartige Bilder zu veröffentlichen. Erst kürzlich war ein Foto der 71 toten Flüchtlinge im LKW bei Parndorf/Österreich in den Medien, das für Empörung sorgte. Die Organisation Human Right Watch sieht die Veröffentlichung des Aylan-Fotos nicht als unangebracht. Der Direktor der Organisation für Kriseneinsätze Peter Bouckaert weist darauf hin, dass es vielmehr anstößig ist, dass Kinder tot angespült werden, deren Tod womöglich hätte verhindert werden können.

Es stellt sich die Frage: Wie lange wird die Trauer anhalten, bis der Tod von Aylan K. wieder in Vergessenheit gerät?

- Ein „Foto, um die Welt zum Schweigen zu bringen“, so die italienische Zeitung „La Repubblica“ oder wie der Hashtag #KiyiyaVuranInsanlik mit den Bildern auf Twitter aufgrund von Fremdenhass tituliert – „Die fortgespülte Menschlichkeit"…

Quellen:
Morgenpost
Das Erste
Blick

 

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OSTERN - EINE REFLEXION DES GLAUBENS

Geschrieben von Dipl. Theol. Gerhard Baier am . Veröffentlicht in Leben & Tod

Ostern. Es geht auf das jüdische Pascha Fest zurück, das fast allen Ländern dieser Erde Ostern seinen Namen gibt. Christus, das Lamm Gottes. Deutschland und der angelsächsische Raum machen in der Namensgebung eine Ausnahme. Easter vom Osten her. Austro/Ausro altgermanisch für Morgenröte, die ja von Osten her zieht.

An 3 Tagen wird des Leidens Jesu gedacht, seines Kreuzestodes und seiner Auferstehung.

Als ich zum ersten Mal das englische Wort Good Friday für Karfreitag hörte, machte ich ganz persönlich eine neue, vertiefende Glaubenserfahrung. Good Friday gegen Karfreitag. Hier das Schwere, Beklagenswerte, unsagbarer Schmerz. Etymologisch entstanden aus dem althochdeutschen kara oder chara: Wehklage, Trauer. Dort das viel leichtere „good“. Das Sterben und der Tod Jesu werden von seinem schier unglaublichen Ende her betont, der Auferstehung, einer Existenz in neuem Sein. Gloria in excelsis et in terra.

Neu ist die Erkenntnis unter Historikern und Theologen nicht, dass Jesus so naiv gewesen wäre, nicht zu wissen, auf welch grausame Weise er bei seinem Lebenswandel stürbe. War dieser doch reinste Provokation für das, was in der Passion ihm durch das offizielle Rom und Judentum widerfuhr. Er nannte Gott Väterchen. Redet also derart vertraut mit Gott, dass es exklusiver nicht geht. Natürlich stellt er sich in direkte Beziehung zu ihm. Ungeheuerlich, Gotteslästerung! In dessen Namen tritt er schließlich auf, stellt die öffentliche Ordnung in Frage, wendet sich in für seine Zeit hochrevolutionäre Weise den Frauen zu und klammert Geächtete nicht aus. „Wer ist dieser?“, fragen die Pharisäer und hören schließlich nur allzu gern als der Mob schreit: „Ans Kreuz mit ihm“. Ein Störenfried weniger. Gerichtet von Pontius Pilatus und dreifach verworfen durch die damaligen öffentlichen Autoritäten: den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten. Mal sehen, ob Engel ihm das Kreuz ersparen. Die Engel kommen nicht. Er Voll-Macht Gottes schreit angstvoll seine Qual hinaus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Auch wenn er es besser wusste, am Kreuz sterben wollte Jesus nicht. Er wollte, dass das Reich Gottes schon jetzt auf Erden begänne mit einem tiefen Glauben an den, der er liebend Vater nennt. Ein Reich, in dem das Gute das Böse besiegt. Gerechtigkeit und Friede herrscht mit Hoffnung und Trost, wenn die Seele sich quält. Seine Gleichnisse von Mut, Vertrauen und Zuversicht sprechen Bände.

Unter dem Kreuz Jesu stehen seine Mutter, Maria Magdalena und andere Frauen (!). Zudem einige Jünger. Kein großer Kreis. Manche machten sich gleich auf und davon. Es ist die Stunde größten Leids. So wie es uns überschüttet beim Tod eines geliebten Menschen, wenn auch weniger dramatisch und brutal. Obwohl - wie oft zeigt er sich unbarmherzig und rücksichtslos. Immer nimmt er die Zurückgebliebenen mit hinein in die Dimension des Sterbens von Ohnmacht, Trauer, Wut, Verlassenheit, Schwäche, Schuld und Lähmung jeglicher Aktion.

Jesus steigt nicht vom Kreuz. Gott hält sich offensichtlich zurück. Offensichtlich oder scheinbar? Jedenfalls kann von großer Zumutung des Gottesglaubens gesprochen werden angesichts des Kreuzes und angesichts dessen, was unserer Erde, dem Kosmos, ehemals Sitz des Heiligen und der Götter, inzwischen angetan wird. Wo erklingt denn noch das anfangs erwähnte Gloria. Im Himmel? Vielleicht. Aber auf Erden?

Vom Himmel können wir nur spekulieren. Aber unsere Spekulation ist begründet. Sie ist keinesfalls wie das Setzen auf Zahl beim Spiel, in der Hoffnung, dass sie käme und dadurch ein Gewinn mit dessen Ausschüttung die Erfüllung lang gehegter Wünsche einherginge. Unser Glaubensgrund steht in Jesus. Er ist, was uns trägt. Seine Existenz führt uns zu Gott. Böses hin oder her. An Jesus scheiden sich die Geister. Mehr als durch Wunder zieht er die Menschen heute durch seine Lehre und die Konsequenz seines Lebens und Sterbens in den Bann.

Frauen (!) bezeugen als Erste das leere Grab. Erst danach erfahren die Jünger das Wunder der Auferstehung, „sehen“, „erkennen“ ihn, weil er das Brot mit ihnen bricht wie zu Lebzeiten. Jetzt knickt der zweifelnde Thomas ein: „Mein Herr und mein Gott“ und jetzt dürfen wir mit der Auferstehung Jesu unsere eigene Auferstehung verbinden. Auferstehen bedeutet, dass der Tod nicht das Ende ist. Versichert sind wir durch Jesus Christus. Die von ihm gegebene Police ist keine Mogelpackung, weil unterschrieben mit seinem Blut. „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“ spricht er sterbend einem Mitgekreuztigten zu. Nur Voll-Macht Gottes kann er so ein Versprechen machen: Tod ist Übergang zu neuem Leben. Wohl auch kaum ein Trick seiner Jünger. Ihr Bekenntnis zum auferstandenen Christus konnte ja ebenfalls ihren sicheren Tod bedeuten. Sie MUSSTEN davon reden, dass der Tod besiegt, sein Stachel genommen ist., weil sie es erfahren haben. In innerster Tiefe, dort wo Glauben sicheres Wissen ist. Deswegen feiern wir Ostern und singen laut das am Karfreitag verstummte Gloria. Deswegen glauben wir Christen an die Auferstehung der Toten und ein ewiges Leben, denn: „Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem lebt Gott und er bleibt in Gott“. 1Johannesbrief Kapitel 4 Vers 15 (1Jh.4.15)

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