Ein Licht für Verstorbene anzünden kann man ab jetzt nicht nur auf dem Friedhof, sondern auch im Internet. Dabei handelt es sich um ein Angebot des kostenlosen Online-Portals Aspetos, auf dem in den vergangenen vier Monaten eine Gemeinschaft von einer halben Million Trauernden entstanden ist. Ab Sonntag kann man virtuelle "Kerzen der Liebe" anzünden. Schon jetzt können Hinterbliebene mit Hilfe der Bestattungsunternehmen Traueranzeigen und Kondolenzbüchern online stellen und auch das Leben der Verstorbenen in Bildern und Texten festhalten. Kosten entstehen hier nur bei Nutzung der Sicherung in Form eines einmaligen Geldbetrags. Die Daten werden für spätere Generationen aufbewahrt.
Offen über Tod reden
Die Intention von Aspetos ist, dass die Hinterbliebenen einander Trost spenden oder sich von Psychologen und Tauerbegleitern beraten lassen können. Das Internet sei dafür ein denkbar geeigneter Ort, so Markus Ploner, Trauerpädagoge bei Aspetos, "weil hier gemeinsam getrauert werden darf und niemand davonläuft, wenn über den Tod gesprochen wird". Demnächst soll der Online-Dienst erweitert werden: Künftig sollen unter anderem Angehörige die Gräber ihrer Lieben auch via GPS am Mobiltelefon finden können.





