Armenisch-apostolische Kirche

Aus Geschichte und Lehre
Die armenisch-apostolische Kirche zählt so wie die indische orthodoxe Kirche, die koptisch-orthodoxe Kirche und die syrisch-orthodoxe Kirche zu den vorchalcedonensischen oder altorientalischen Kirchen.

Die armenisch-apostolische Kirche ist eine so genannte „Nationalkirche“, d. h. ihre Angehörigen sind – obwohl sie auf der ganzen Welt verstreut leben und Staatsbürger ihrer neuen Heimatländer sind – stolz auf ihre armenische Volks- und Kirchenzugehörigkeit. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet liegt im Grenzland zwischen der Türkei und dem Iran und größtenteils in der ehemaligen UdSSR. Das Zentrum dieser Landschaft ist der Berg Ararat, auf dem nach biblischem Bericht die Arche Noah gelandet sein soll. Dort wanderten im 6. Jahrhundert v. Chr. Die Armenier ein, ein Volk gemischter Herkunft, das eine vorwiegend indogermanische Sprache spricht.
Syrische und griechische Missionare unternahmen die ersten Versuche einer Christianisierung. Der bedeutendste unter ihnen war Gregor Illuminator, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts wirkte. Er bekehrte König Trdat (Tiridates) III., unter dessen Herrschaft das erste Staatskirchentum der Welt entstand – rund 20 Jahre bevor im römischen Reich das Mailänder Edikt (313) den Christen Glaubensfreiheit zubilligte. Zum Zentrum der Kirche wurde das Kloster Etschmiadsin, heute Sitz des geistlichen Oberhauptes der armenischen Christen, des „Katholikos“.

Kaum ein Volk, kaum eine christliche Kirche hat so viele Verfolgungen erlitten wie die Armenier. Die ersten schweren Unterdrückungen erfuhren sie nach der arabisch-islamischen Eroberung ihres Siedlungsgebietes ab der Mitte des 7. Jahrhunderts, die jedoch auch die endgültige Verschmelzung von Glauben und Volk mit sich brachte.
Als sich im 11. Jahrhundert die Byzantiner im Armenien festsetzten, versuchten sie – allerdings vergeblich – dien Armeniern, die sich schon früh von der Gesamtkirche getrennt hatten, die Orthodoxie aufzuzwingen. Nach dem türkischen Sieg über Byzanz wurden die Armenier blutig verfolgt. Viele von ihnen flohen damals in die Nachbarländer. Die große Leidenszeit des armenischen Volkes fällt allerdings in die Jahre zwischen 1895 und 1915. Es kam zu entsetzlichen Massakern (vergleiche „Die 40 Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel) seitens der Türken.

Etschmiadsin stand seit 1828 unter russischer Herrschaft. Die Ernennung des Katholikos war seit damals dem Zaren vorbehalten. Nachdem während und nach der russischen Revolution der Sitz des Katholikos verwaist geblieben war, wurde 1945 ein neuer Katholikos gewählt, der nunmehr staatskirchenrechtlich dem Patriarchen von Moskau gleichgestellt ist.
In Österreich, vor allem in Wien, leben armenische Christen seit dem 17. Jahrhundert. Viele Armenier nahmen bei Hof hohe Stellungen ein.
Erst 1968 konnten die Armenier ein eigenes Gotteshaus in Wien erreichten. Das Zentrum der Armenisch-apostolischen Kirche in Österreich ist Wien, aber auch in den Landeshauptstädten, vor allem dort, wo sich Universitäten befinden, leben Armenier, meist Studenten.

Die armenisch-apostolische Kirche leitet ihre Glaubenslehre von der in der Heiligen Schrift offenbarten göttlichen Eingebung und von den Traditionen ab, wie sie die Apostel überlieferten. Sie anerkennt den Glauben, wie er auf den drei Ökumenischen Konzilen von Nicäa (325), Konstantinopel (381) und Ephesus (431) definiert wurde.

  • Die armenisch-apostolische Kirche glaubt an Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist – ein wahrer Gott in der Heiligen Dreifaltigkeit.
  • Sie glaubt, dass der Sohn Gottes um der Erlösung der Menschen willen vom Himmel kam, im Schoß der Jungfrau Maria Wohnung nahm und durch den Heiligen Geist so die Flauschwerdung Gottes und Maria die Mutter Gottes (Theotokos = Gottesgebärerin) wurde.
  • Sie glaubt, dass in Jesus Christus göttliche und menschliche Natur ohne Vermischung, ohne Vermengung, ohne Teilung, ohne Trennung verbunden sind. Sie bekennt die Einheit und doppelte Wesenseinheit des menschgewordenen Herrn, wesenseins mit dem Vater in seiner Göttlichkeit und wesenseins mit den Menschen in seiner Menschlichkeit°.
  • Sie glaubt, dass Gott in Menschengestalt am Kreuz gestorben ist und begraben wurde und dass seine Göttlichkeit weder seine Seele noch seine Körper verließ; dass er am dritten Tag von den Toten auferstand und so die Menschheit von Tod und Sünde rettete; dass er zum Himmel aufgestiegen ist und wiederkommen wird, um die Welt zu richten. Die Kirche erwartet sein Kommen jederzeit.
  • Sie glaubt an die Auferstehung der Toten am Tag des Gerichts bei der Wiederkunft Jesu Christi und an das Leben in der zukünftigen Welt.
  • Die armenisch-apostolische Kirche verehrt die Mutter Gottes, die Heiligen und die Märtyrer, feiert deren Feste und ruft ihre Fürbitte an. Die armenisch-apostolische Kirche hat die Siebenzahl der Sakramente: Taufe, Firmung, Abendmahl (Eucharistie), Buße, Krankensalbung (nicht Sterbesakrament, nicht letzt Ölung!), Ehe, Priesterweihe. Wie alle vorreformatorischen Kirchen hat auch die armenisch-apostolische Kirche das dreifache priesterliche Amt – Diakon, Priester Bischof.
  • Zum Streit über die Naturen Christi siehe die Abhandlung über die syrisch-orthodoxe Kirche.

Termine Österreich

Kärnten

Trauerseminar: Wohin mit meiner Trauer

mit Hans Kopeinig

Lebenshindernde Trauer in lebensfördernde Trauer umwandeln.
(Was nicht wahrgenommen wird, kann auch nicht geheilt werden)
Termin: 10.02.2012 bis 12.02.2012 in Köstenberg/Wurzen - Landhof Schöfmann (Nähe Velden am Wörthersee

Infos und Anmeldung:

Hans Kopeinig (Myroagoge/Trauerbegleiter/Diplomierter Lebens und Sozialberater)

0664/3420206

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

www.hanskopeinig.com



Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Tirol

STerben & erben! Vom Tod in Tirol

Mögen die Menschen auch im Tod gleich sein, spätestens mit dem Erbe beginnen sie sich wieder zu unterscheiden.

Termin: 8. November 2011, 19 Uhr,

Bibliothek des Ferdinandeums, Museumstraße 15, Innsbruck

Durch den Abend führen Christoph W. Bauer und Hansjörg Rabanser.

Infos:http://www.tiroler-landesmuseen.at/html.php/de/ferdinandeum/bibliothek/veranstaltungen


Tirol

Nacht der spirituellen Lieder

Gemeinsam singen - Herzenslieder aus aller Welt

Termin: Freitag, 11. NOVEMBER 2011
19.00 – ca. 22.30 UHR

OEZ Offenes Evangelisches Zentrum
Innsbruck-Christuskirche, Martin-Lutherplatz 1

Infos:http://www.aspetos.at/news/index.php/allgemein/700-lange-nacht-der-spirituellen-lieder


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

für Betroffene und Menschen, die Trauernde begleiten

Termine: 23. Feb. 2012, 8. Mrz. 2012, 29. Mrz. 2012

jeweils Dienstag 18:30-20:00 Uhr, Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

Freiwilliger Unkostenbeitrag EUR 5,-/Abend

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Wien

Trauergruppe für jüngere Menschen

"... Ich bin noch zu jung, um schon verwitwet zu sein..."

Trauergruppe für jüngere Menschen, die den Partner, die Partnerin verloren haben.

Termine 2012: 10. Jän., 24. Jän.

jeweils Dienstag 16:30-18:30 Uhr, Stephansplatz 6/6. Stock, Zimmer 638, 1010 Wien

Freiwilliger Unkostenbeitrag EUR 5,-/Abend

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


mehr Termine

Wir helfen und beraten

Hilfe finden Sie auch in unserem Forum

zum Forum

Ratgeber im Trauerfall zum Download

Ratgeber


zur Verfügung gestellt von der
Bestattung Wien
.

Jetzt herunterladen


zur Verfügung gestellt von der
Trauerhilfe Tirol/Vorarlberg

Jetzt herunterladen