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Udo Jürgens Vermächtnis: Musik und Menschlichkeit

Geschrieben von Sue Holl am . Veröffentlicht in Trauerarbeit

Udo Jürgens

Sein plötzlicher und überraschender Tod traf seine Fans wie ein Schlag: Am 21. Dezember brach Udo Jürgens zu einem Spaziergang auf und sollte nie wieder zurückkehren. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen starb er wenige Stunden später im Krankenhaus an Herzversagen. Udo Jürgens hinterlässt ein reiches Erbe, auch abseits seiner einzigartigen Musik.

Immer wieder versuchten Menschen, Udo Jürgens in die „Schlagersänger-Schublade“ zu stecken. Und genauso oft belehrte sie der begnadete Künstler eines Besseren: Von herkömmlichen Schlagern ist seine Musik weit entfernt. Denn im Gegensatz zu vielen anderen populären Musikstücken übermitteln seine Lieder deutliche Botschaften. Die Brillanz dahinter mag auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich sein. Doch bei genauerem Hinhören entdeckt man auch heute noch eine große Portion Sozialkritik und das unbändige Verlangen, die Welt zu verbessern.

Udo Jürgens, Universalgenie mit Engagement

Vielleicht lag es ja bereits in Udos eigener Kindheit begründet, dass er sich Zeit seines Lebens gegen Ausgrenzung und Diskriminierung aussprach. Geboren wurde er 1934 als Udo Jürgen Bockelmann im österreichischen Klagenfurt, die Mutter stammte aus Schleswig-Holstein, der Vater aus Moskau. In seiner Jugend erlebte er Rassismus und Faschismus hautnah – die Wirren des Zweiten Weltkrieges standen kurz bevor. Diese Erfahrungen hinterließen deutliche Spuren im Herzen und in der Lebenseinstellung des Künstlers: Als überzeugter Antifaschist setzte er sich unermüdlich für Toleranz und Freiheit ein. Und sein Werkzeug war die Musik. In einem Interview mit dem „Kulturmontag“ sagte er einst: „Ich glaube, in der Unterhaltungskultur steckt mehr Potenzial für gesellschaftliche Veränderung als in der Malerei oder in der Literatur“. Dem können wir uns nur anschließen!

Udo Jürgens, der Universalkünstler, der keine Grenzen kannte: Poet, Komponist, Sänger, Schauspieler und noch vieles mehr. Allen seinen Arbeiten ist eins gemeinsam: Der besondere, einzigartige Blick auf das Wesentliche, das Hinterfragen von scheinbar Selbstverständlichem und die versöhnliche Auseinandersetzung mit Themen, die bei vielen anderen Musikern zu kurz kommen. Verpackt in Melodien, die zum Mitsingen einladen, erreichte er mit seiner Botschaft Generationen.

Udo wird eine große Lücke hinterlassen, nicht nur in der heimischen Musiklandschaft. Doch sein Vermächtnis lebt weiter: In jedem Menschen, der die Botschaft in seinen Liedern versteht und die Welt durch die Augen dieses begnadeten Genies betrachtet – wenn auch nur für einen kurzen Augenblick.

Traueranzeige von Udo Jürgens: http://www.aspetos.at/de/traueranzeige/udo_juergens

Wir bedanken uns für das Fotomaterial bei Fotostudio Peter Korrak

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Der Tod gehört zum Leben dazu!

Geschrieben von Dr. Diana C. Albu-Lisson am . Veröffentlicht in Trauerarbeit

Dr. Diana C. Albu-Lisson

Stirbt ein geliebter Mensch aus unserer Mitte, sind wir zunächst ratlos. Traurigkeit, Hilflosigkeit machen sich breit, ja manchmal auch Wut und Enttäuschung. Es herrscht Ausnahmezustand; irgendwie ist man mit Allen und Allem überfordert.

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Weihnachten – das Fest der Liebe und der Veränderung

Geschrieben von Dr. Werner Kallay u. Mag. Tamara Kallay am . Veröffentlicht in Trauerarbeit

Dr. Werner Kallay u. Mag. Tamara Kallay

Die Weihnachtskugeln glitzern und silberner Schmuck verschönert die Räume. Weihnachten ist ein besonderes Fest. Es ist ein Fest der Stille, weil nach den hektischen Tagen der Vorbereitung Frieden und feierliche Ruhe einkehrt.

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Ehrenamtliche Trauergäste für einsam Verstorbene

Geschrieben von Jörg Bauer am . Veröffentlicht in Trauerarbeit

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Ob es die demografische Entwicklung, große räumliche Distanzen von Verwandten und Freunden oder eine allgemeine gesellschaftliche Entfremdung sind, Fakt ist, dass es eine zunehmende Zahl von Verstorbenen gibt, zu deren Beerdigung kein Trauergast erscheint.

Wenn niemand (mehr) da ist, hilft auch die technische Entwicklung nicht weiter, die es mittlerweile möglich macht, aus der Entfernung via Webstream an Trauerfeiern teilzunehmen. Auch Trauerplattformen wie ASPETOS sind machtlos, wenn es keinen einzigen Verwandten oder Freund mehr gibt, der einem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen könnte.

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