Stimme erheben für Schwerkranke und Sterbende

Foto: Hospiz ÖsterreichDer Dachverband Hospiz Österreich und der Österreichische Sparkassenverband traten gemeinsam für ein Recht auf Hospiz- und Palliativversorgung ein und fordern konkrete Maßnahmen von Seiten der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Anlässlich des Internationalen Hospiz und Palliative Care Tages 2009 traten der Dachverband Hospiz Österreich und der Österreichische Sparkassengruppe am Mittwoch Abend, 7. Oktober 2009, im Festsaal des Alten Rathauses gemeinsam zum Thema "Netzwerke in Hospiz- und Palliative Care - eine Vision?" an die Öffentlichkeit.

Die langjährige Hospizbotschafterin Margit Fischer - die Gattin unseres Herrn Bundespräsidenten -nahm Bezug auf die Worte von Kardinal König, "dass ein Mensch an der Hand eines Menschen und nicht durch die Hand eines Menschen sterben sollte" und unterstrich die große und zunehmende Bedeutung der Hospiz- und Palliativbewegung in Österreich.

Die Gastgeberin im "Alten Rathaus", Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel unterstrich in ihren Grußworten die Wichtigkeit der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen.

"Hospiz für alle, die es brauchen: erreichbar, leistbar und flächendeckend." Diese zentrale Forderung gerade auch an die österreichische Politik formulierte die Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich Waltraud Klasnic in ihrem Referat. Klasnic formulierte auch eine entschiedene Ablehnung aktiver Sterbehilfe. Sie verlangte die möglichst rasche Verankerung eines Euthanasieverbotes in der Verfassung. "Ein klares Nein zu aktiver Sterbehilfe bedingt aber ein klares Ja zum Menschenrecht, ein. Ja für die bestmögliche hospizliche und palliative Betreuung und Begleitung im letzten Lebensabschnitt". Dazu sind weitere entschiedene Maßnahmen notwendig. Die Hospiz- und Palliativbewegung in Österreich wird dafür mit den tausenden ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen weiterhin mit vollem Einsatz arbeiten und unüberhörbar die Stimme erheben. Als eine sehr positive Entwicklung aus jüngster Zeit hob die Präsidentin die Umsetzung und Entwicklung des Hospiz- und Palliativgedankens in Alten- und Pflegeheimen hervor.

Welch unschätzbar großen Beitrag die Ehrenamtlichen in der Hospizbewegung leisten, hat das Ehrenamtlichen-Symposium anlässlich des Weltkongresses der Hospiz- und Palliativ-Bewegung im Mai 2009 in Wien gezeigt. Klasnic wörtlich:" Ohne Ehrenamtliche geht gar nichts. Der Mensch braucht den Menschen. Besonders am Lebensanfang und am Lebensende. Das Wichtigste neben der hospizlichen und palliativen Betreuung ist am Lebensende die menschliche Zuwendung."

Im Juni 2007 hat sich die Sparkassengruppe gemeinsam mit der ERSTE Stiftung entschlossen, die Förderung der ehrenamtlichen Arbeit in der Hospizbegleitung im Rahmen einer Kooperation mit dem Dachverband Hospiz Österreich zu unterstützen. Diese vorerst bis 2011 vereinbarte Kooperation läuft in allen Bundesländern bereits sehr erfolgreich. Sie sieht neben der flächendeckenden Versorgung in ganz Österreich auch die Aus- und Weiterbildung bzw. Supervision der Ehrenamtlichen vor.

Univ. Prof. Dr. Friedemann Nauck wies in seinem exzellenten Festvortrag zum Thema "Netzwerke in Hospiz- und Palliative Care - eine Vision? darauf hin, "dass in vielen Ländern die ambulante Palliativversorgung und ihre Finanzierung im Mittelpunkt des Interesses stehen, dabei spielen die Bildung und Organisation unterschiedlicher Netzwerke eine große Rolle."

Alois Hochegger, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes, hebt einmal mehr die Unabdinglichkeit der Hospizbetreuung hervor und setzt sie in Beziehung zu den Sparkassen. "Neben der materiellen Geschäftstätigkeit schaffen die Sparkassen seit jeher auch einen gemeinnützigen und sozialen Mehrwert für die Gesellschaft, der in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Budgets nicht mehr wegzudenken ist. Im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung unterstützen die Sparkassen die Aus- und Weiterbildung sowie Supervision der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Sparkassen haben sich aus ihrer Geschichte heraus stets für das Ehrenamt eingesetzt und dieses auch wo es möglich war, gefördert. Aus diesem Grund unterstützen wir gerne genau diesen Aspekt der Hospizbegleitung", so Alois Hochegger im Rahmen der Enquete.

An diesem Abend wurde auch der Gründerin, langjährigen Vorsitzenden und Ehrenpräsidentin von Hospiz Österreich Mag. Sr. Hildegard Teuschl CS gedacht und ein Ausschnitt aus dem neuen Film "… ein ganz langsamer Walzer" über Ihr Wirken und die Zeit ihrer Erkrankung gezeigt. Mag. Leena Pelttari-Stachl, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich, erzählte über das Trauerjahr der österreichischen Hospizbewegung in Ihren Schlussworten: "Schade, dass Hildegard Teuschl die internationalen Hospiz- und Palliative Care Kongresse in Wien nicht mehr erleben durfte. Sie fehlt uns. Wir arbeiten aber in Ihrem Sinne weiter."

Die Veranstaltung wurde von der Hospiz-Botschafterin Barbara Rett moderiert, die seit Beginn der Hospizbewegung mit dieser eng verbunden ist.

Über 180 Gäste - darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien - kamen beim anschließenden Empfang ins Gespräch mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Hospiz- und Palliativversorgung.

Termine Österreich

Wien

Meditative Tänze der Trauer und des Trostes

Trauertänze sind eine Ausdrucksmöglichkeit bei Veränderungen, Trauer oder Verlust. Die fließenden Bewegungen dieser einfachen Kreistänze können in schwierigen Lebenssituationen zur Lösung und Heilung beitragen..

Termine 2012: 19. April., 24. Mai., 28. Juni.

jeweils 19.30 - 20:30 Uhr Stephansplatz 6, Stiege 1/6. Stock, 1010 Wien

– keine tänzerischen Erfahrungen erforderlich –

Um einen freiwilligen Unkostenbeitrag von € 6,--/Abend wird gebeten!

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Allgemein

Feriencamps für Kinder in stürmischen Zeiten

RAINBOWS Feriencamp für trauernde Kinder im Sommer 2012:

Die Kosten von 310€ beinhalten Unterkunft mit Vollpension und „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

Anmeldungen und weitere Informationen:

RAINBOWS-Österreich, Theodor-Körner Straße 182, 8010 Graz, Tel: 0316/688670, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.rainbows.at


Niederösterreich

7. Trauerwandertag

von Altruppersdorf nach Poysdorf

Samstag 14. April. 2012, 15 Uhr, Treffpunkt: Lourdesgrotte in Altruppersdorf

Weitere Infos und Anmeldung zu diesem kostenlosen Angebot: Trauerwandertag Detailinfos (PDF)


Niederösterreich

Wandertage für trauernde Menschen

Termine 2012:

Samstag 25. Feb. Lobau
Samstag 24. März Stockerauer Au
Samstag 28. April Kreuttal
Samstag 2. Juli Lainzer Tiergarten

Treffpunkte, Uhrzeiten und weitere Infos: Trauerwandertage Detailinfos (PDF)

http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/pfarr-caritas/kontaktstelle-trauer


Wien

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen

"...die Zeit heilt nicht alle Wunden..."

Gesprächsgruppe für junge erwachsene Menschen, die den Vater, die Mutter, eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben durch Tod verloren haben

Termine im 1. Halbjahr 2012: 29. Feb. 2012, 28. Mrz. 2012, 25. Apr. 2012, 30. Mai 2012

jeweils 1830 bis 2030 Uhr, Blutgasse 1, 1010 Wien

ein freiwilliger Unkostenbeitrag von € 5,- wird erbeten

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Raum und Zeit für meine Trauer

In der Trauer lebt die Liebe weiter...

Offene Trauergruppe für das Weinviertel

Termine 2012: 12. Jän., 2. Feb., 8. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 14. Jun. 2012

jeweils Donnerstag 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Freiwilliger Unkostenbeitrag von EUR 10,- pro Abend erbeten.

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Niederösterreich

Begleitende Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid

Die Trauer der Hinterbliebenen.

Termine 2012: 16. Feb., 15. Mrz., 12. Apr., 10. Mai, 28. Juni, 27 Sep.

jeweils 19.30 - 21:00 Uhr Bildungshaus Schloss Großrußbach, 2114 Großrußbach, Schlossbergstrasse 8

Teilnahmebeitrag EUR 5,- bis EUR 7,- pro Abend in Selbsteinschätzung (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Alle Infos: Caritas Wien - Kontaktstelle Trauer


Tirol

Trauer für verwaiste Eltern (Osttirol)

jeden 4. Donnerstag/Monat,19.30 Uhr, Eltern-Kind- Zentrum Lienz


Tirol

Tirol: „Trau dich zu trauern, Mann!“ - Wochenende für Männer im November

Infos: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=7&detail=50008456&portal=60


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