Eine Trauerfeier sollte insbesondere so gestaltet werden, dass sie zum Leben des Verstorbenen passt, seinen Vorstellungen entspricht und den Bedürfnissen und dem gesellschaftlichen Status der Hinterbliebenen gerecht wird.
Eine würdevolle und persönlich gestaltete Trauerfeier dient der letzten Abschiednahme, dem Respekt und dem Dank an den Verstorbenen. Sie ist Anlass zur Besinnung, zum Nachdenken über Vergänglichkeit und Verlust und für viele auch zum Gebet. Vor allem signalisiert die Trauerfeier den Beginn des eigentlichen Trauerprozesses und des liebenden Gedenkens.
Die Geschichte der Bestattung ist so alt wie die Menschheit selbst. Die ehrwürdigen Traditionen haben sich im Wandel der Zeiten zum Teil erhalten, zum Teil auch gravierend verändert. Der Bestatter von heute versorgt nicht nur die Toten und erledigt sämtliche Formalitäten. Er pflegt auch die hilfreichen Bräuche der Vergangenheit in Verbindung mit zeitgemäßen und individuellen Komponenten in den Trauerfeiern des 21. Jahrhunderts.
Feste Abläufe geben Halt und Struktur
Vor dem Beginn der offiziellen Aufbahrung und der öffentlichen Trauerfeier ermutigen wir die engsten Angehörigen und Freunde, an den offenen Sarg zu treten, um den Tod des verstorbenen Menschen zu realisieren. Erst, wenn Angehörige den Tod realisiert haben, können Trauergefühle aufkommen und erst dann kann die eigentliche Trauerarbeit beginnen.
Der traditionelle Ablauf einer Trauerfeier gliedert sich auch heute noch in die drei Phasen Aufbahrung, Trauerfeier und Bestattung:
Die Aufbahrung des/der Verstorbenen ermöglicht es, dem weiteren Bekanntenkreis bzw. der Öffentlichkeit vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Da das Abschiednehmen ein wichtiger Bestandteil der Trauerarbeit ist, sollte die Möglichkeit der Teilnahme an der offiziellen Trauerfeier nicht nur den engsten Angehörigen ermöglicht werden.
Die Trauerfeier ergänzt und vertieft die Abschiednahme, weil sie den Angehörigen und der gesamten Trauergesellschaft noch einmal Leben und Werk des/der Verstorbenen in Erinnerung ruft.
Der letzte gemeinsame Weg zum Grab symbolisiert schließlich noch einmal die Verbundenheit mit dem Toten und bedeutet für diesen ein Ende in Würde. Für die Hinterbliebenen und für alle Teilnehmer, die dem Toten in der einen oder anderen Weise verbunden waren, bedeutet es Loslassen und Neuanfang.
Vor der Trauerfeier sollten die Angehörigen ein Gespräch mit dem Geistlichen, dem Trauerredner oder einem Ritualbegleiter ihrer Wahl führen. Es ist wichtig zusammenzustellen, wer benachrichtigt werden muss und dem Bestattungsinstitut die Wünsche für die Gestaltung der Feier weiterzugeben. Vielerorts ist es ein schöner Brauch, dass sich die Trauergäste vor Betreten der Einsegnungshalle in Kondolenzlisten oder -bücher eintragen. So können die Hinterbliebenen feststellen, wer an der Trauerfeier teilgenommen hat, und sich später persönlich, durch eine Anzeige in der Zeitung und/oder eine Danksagung in Form einer Karte für die Anteilnahme bedanken.
Die eigentliche Trauerfeierlichkeit richtet sich nach der jeweiligen Konfession des/der Verstorbenen. Das reicht vom relativ strikten Ritus der katholischen Kirche mit Einsegnung und Messe bis zur frei ausgestalteten Feierlichkeit mit musikalischer Untermalung oder individueller Ritualgestaltung.
Nach der Abschiednahme und der Entgegennahme der Kondolenzbezeugungen und mitfühlenden Worten treffen sich die Hinterbliebenen meist zum Totenmahl, im Volksmund auch „Leichenschmaus“ genannt.
Dekorative Elemente für die lebendige Erinnerung
Neben den Zeichen, Symbolen und Requisiten, die zu einer christlichen oder einer anderen religiös gebundenen Trauerfeier gehören, besteht heutzutage die Möglichkeit, den Toten mit Gegenständen, moderner Musik und Texten zu ehren, die seinen Beruf, seine Beziehung zu den einzelnen Familienmitgliedern, seine persönlichen Vorlieben und Interessen charakterisieren.
Wichtig ist, dass die Trauerfeier zum Leben des Verstorbenen passt und den Bedürfnissen der Angehörigen entspricht:
4 Leitfragen, die für eine individuelle Gestaltung hilfreich sein können:
- Was möchten wir unserem Verstorbenen noch sagen und wie möchten wir es ihm sagen?
- Was wollen wir für unseren Verstorbenen noch tun?
- Was wollen wir ihm mitgeben?
- Was wollen wir uns von unserem Verstorbenen mitnehmen, dass wir uns leichter an ihn erinnern können?
Das Aspetos-Netzwerk steht Ihnen in allen Belangen individuell gestalteter Trauerfeiern mit viel Erfahrung und Sensibilität und mit praktischen Ratschlägen zur Seite.
Die Aspetos-Partnerbetriebe sind selbstverständlich auch kompetent, Trauerfeiern für Gläubige verschiedenster Konfessionen zu organisieren.
Sprechen Sie uns an - am besten bereits im Rahmen von Vorsorgevorkehrungen!
Ihr Aspetos-Team







